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am 01.01.2019

Von der Loipe ins Rennbüro

Lucia Joas und Inge Holzenberger

Lucia Joas hat nach ihrer Sportkarriere die Seiten gewechselt und hilft jetzt ehrenamtlich bei der "Tour de Ski"

Lucia Joas hat die Seiten gewechselt: Statt eine letzte Trainingseinheit auf der Loipe im Langlaufstadion im Ried zu absolvieren, sitzt die 27-Jährige vor dem Laptop und geht sorgfältig die Startlisten durch. Die „Tour de Ski“, die morgen und übermorgen in Oberstdorf zu Gast ist, erlebt sie nicht, wie so oft zuvor, als Athletin, sondern vom Büro aus als Rennsekretärin für die beiden Wettkämpfe, die am Mittwoch ab 12.00 Uhr und Donnerstag ab 13.00 Uhr stattfinden
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2016 hat sie, damals noch unter ihrem Mädchenamen Anger, zum letzten Mal bei der" Tour de Ski" mitgemacht, vor zwei Jahren ihre Rennkarriere, zumindest bis auf weiteres, unterbrochen. Sie hat geheiratet und inzwischen einen Sohn, Elia. Dem Langlauf ist die Oberstdorferin, die inzwischen ihren Lebensmittelpunkt nach Nesselwang verlagert hat, treu geblieben. „Irgendwie will ich nach all den guten Jahren als Aktive nun auch etwas zurückgeben“, meint sie dankbar. Was blieb ihr da schon anderes übrig, als „Ja“ zu sagen, als der langjährige Rennsekretär Bernhard Linder sie um Unterstützung bat. Linder als echter Tour-Experte ist derzeit ein vielgefragter Mann und kehrt erst kurzfristig als Val Mustair zurück, wohin man ihn sozusagen „ausgeliehen“ hatte. Dass Lucia ihm gemeinsam mit Inge Holzenberger in Oberstdorf den Rücken freihält, freut ihn ganz besonders.

Die staunte schon im vergangenen Jahr nicht schlecht, was so alles hinter den Kulissen im Vorfeld der Weltcup-Rennen passiert. „Als Athlet kriegst du das alles ja gar nicht so mit, kümmerst dich eigentlich nur um deine eigene Leistung“, erinnert sie sich an ihre Starts bei der „Tour de Ski“. Ihr bestes Ergebnis hatte sie übrigens nicht in Oberstdorf, sondern in Oberhof geholt. In der Saison 2013/14 wurde sie dort im Sprint-Wettbewerb Sechste hinter so illustren Namen wie Marit Björgen oder Ingvild Oestberg-Flugstad und sicherte sich damit das Ticket für die Olympischen Spiele in Sotchi.

In Oberstdorf zu starten, war dennoch für sie immer etwas ganz Besonderes. „Vor Familie und Freunden auf der heimischen Strecke zu laufen, das ist schon großartig“, sagt sie. Vor allem am Burgstall lassen sich die Athleten tragen von den Anfeuerungsrufen der Fans. „Wenn du diesen knallharten Anstieg schon ein paar Mal hinter dir hast und in der letzten Runde schon so richtig platt bist, hilft dir der Applaus, nochmal zu beißen“, weiß sie aus Erfahrung.

Auch für die Zuschauer habe das Langlaufstadion im Ried einen besonderen Reiz. „So viel wie hier siehst du nirgends“, vergleicht sie verschmitzt mit anderen Orten, wo die Athleten während der Rennen für längere Zeit „im Wald“ verschwinden. Drum hofft sie, die noch mit ganzer Leidenschaft bei ihrem Langlaufsport ist, dass heute und morgen möglichst viele Zuschauer ins Stadion kommen. Spannend wird es allemal, wenn die besten der Welt in Oberstdorf ihr Stell-dich-ein geben.

am 27.12.2018

Weihnachtswünsche aus dem Skisprungstadion

Weihnachtsgrüße aus der Audi Arena

Vierschanzentournee In Oberstdorf laufen die Vorbereitungen für das Auftaktspringen am Samstag und Sonntag auf Hochtouren. Die Eröffnungsparty steigt am Freitag um 19 Uhr

Das hat inzwischen Tradition im Skisprungstadion: Mitten im Trubel der Vorbereitungen zur Vierschanzentournee haben die Mädels der Skisport- und Veranstaltungs GmbH (SVG) am Heiligabend einen kurzen Schnitt gemacht und sich in schriller Kostümierung im Schanzenauslauf aufgestellt, um allen Skisprungfans eine „Frohe Weihnacht“ zu wünschen. Da turnten muntere Schnee -und Weihnachtsmänner auf dicken Brillengestellen und auf jedem Schopf glänzte ein reichlich geschmückter Christbaum. „So viel Zeit muss sein“, waren sich die sechs Frauen einig, als sie im Schanzenauslauf fürs Foto vergnügt aus der Reihe tanzten. Ihre Weihnachtsfeier, das wissen sie inzwischen, wird wie immer im Sommer nachgeholt.

Die Weihnachtszeit ist an der Skisprungschanze in Oberstdorf alles andere als besinnlich. Letzte Vorbereitungen zur Tournee müssen getroffen werden. „Das grobe Gerüst steht, aber der Feinschliff wird in den letzten Tagen und Stunden erledigt“, erklärt der Geschäftsführer der SVG, Florian Stern. Gerüste stehen, Zusatztribünen sind aufgebaut, das Glaszelt zwischen den Schanzen ist ebenso aufgerichtet wie die Videowand, die die spektakulären Sprünge der weltbesten Skispringer für die Zuschauer vom Anlauf bis zur Landung in den Fokus nimmt. Die vielen hundert Helfer sind eingekleidet, die Akkreditierungen laminiert und die Autos für den Shuttle-Dienst in Salzburg abgeholt. Alle Ressort- und Bereichsleiter sind seit Wochen im „Stand-by-Modus“ und mit ihren ehrenamtlichen Helfern im engen Kontakt.

Wie die Schneekönige gefreut haben sich die Verantwortlichen im Organisationskomitee über die kalten Temperaturen Mitte Dezember. „Die Bedingungen waren endlich so gut, dass wir in vier Tagen und Nächten ausreichend Schnee produzieren konnten, um die Anlage in einen Topzustand zu bringen“, berichtet sich Florian Stern. Der Dauerregen in den vergangenen Tagen war kein Problem.

Weil alles so gut nach Plan läuft, heißt das auch, dass sich die SVGler über Weihnachten eine klitzekleine Auszeit nehmen durften. „Der erste Weihnachtstag war frei“, sagt Marketing-Chef Stefan Weidhaas. Auch die Dienstleister haben sich die kurze Pause gegönnt. Dafür ging es gestern mit Vollgas weiter, damit die Tournee-Tage erfolgreiche Tage werden. Die Caterer richten sich erst kurz vor Veranstaltung ein, die TV-Trucks rollen an und der Schanze wird der Feinschliff verpasst. Auch vermeintliche Kleinigkeiten gehören dazu: Tannenzweige für den Daaskreis müssen her, die Best-to Beat-Linie wird eingestellt und die Laubbläser postiert. Doch nicht nur an der Schanze packen alle kräftig an, um wieder ein großes Event für die erwarteten 25 500 Zuschauer vorzubereiten. Gleichzeitig muss auch im Langlaufstadion die Infrastruktur für die „Tour de Ski“ am 2. und Januar geschaffen werden.

Seit Wochen im Einsatz

Auch beim härtesten Langlauf-Wettbewerb der Welt ist Verlass auf das Know-How der SVG und der vielen versierten Helfer, die seit Wochen dabei sind, anspruchsvolle und gut präparierte Strecken für die weltbesten Langläufer herzurichten. Und dann ist da noch die große Eröffnungsparty zur Tournee morgen Abend um 19 Uhr im Nordic Park. Vor dem Oberstdorf Haus warten wieder viele hundert Skisprung-Fans gespannt darauf, die Top-15 der Welt und die deutsche Nationalmannschaft hautnah zu erleben. „Das ist für Sportler und Publikum schon immer etwas ganz Besonderes“ weiß Stefan Weidhaas aus den Vorbereitungen in den Vorjahren. Obwohl die Teilnahme für die Athleten nicht verpflichtend ist, genießen die meisten das Bad in der Menge, bevor es tags drauf losgeht mit dem ersten großen Skisprung-Spektakel dieses Winters. Wenn die Sportler sich schon lange in ihre Hotels zurückgezogen haben und die Skisprung-Fans aus aller Welt nach dem Feuerwerk im Nordic Park weiterfeiern, brennt in den Büros an der Schanze noch lange das Licht.

Text: Elke Wiartalla (Allgäuer Anzeigeblatt, 27.12.2018)

am 21.12.2018

Vierschanzentournee gesichert

Die Schneeberge im Skisprungstadion

Organisatoren geben Grünes Licht für Skisprung-Spektakel

Das erste große Skisprung-Spektakel des Winters ist gesichert: Am Dienstag gaben die Veranstalter grünes Licht für die 67. Vierschanzentournee, die vom 29. Dezember bis zum 6. Januar in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen stattfindet.

„Wir haben allen vier Austragungsorten genügend Schnee und beginnen bereits mit der Präparierung der Schanzen“, erklärt Johann Pichler aus Bischofshofen, Präsident der Vierschanzentournee.

Auch am Auftaktort Oberstdorf laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. „Die kalten Nächte in der vergangenen Woche kamen gerade recht, damit wir jetzt in der Woche vor Weihnachten die Anlage optimal herrichten können“, erklärt Dr. Peter Kruijer, der Vorsitzende des Skiclubs Oberstdorf und Chef des Organisationskomitees im Allgäu.

Der Run auf die Vierschanzentournee ist dabei ungebrochen. Für das Auftaktspringen gibt es nur noch Karten für die Qualifikation und auch in allen anderen Orten ist der Andrang groß: „Der Vorverkauf boomt wie nie zuvor“, sagt Michael Maurer, Vorsitzender des Skiclubs und OK-Chef in Partenkirchen. Nach dem Tourneeauftakt in Oberstdorf jubelten die Fans im vergangenen Jahr auch beim Neujahrsskispringen in einem voll besetzten Olympiastadion den weltbesten Skispringern zu. Auch in diesem Winter erwarten die Organisatoren bei den Wettkämpfen insgesamt über 100.000 Zuschauer.

Die Favoriten sind in diesem Jahr bunt gemischt. Der Saison-Shooting-Star und Weltcupführende, Ryoyu Kobayashi, kommt aus Japan, hinter ihm folgen mit Piotr Zyla und Kamil Stoch zwei Polen und der Deutsche Skiverband hat mit dem Oberstdorfer Lokalmatador Karl Geiger und Stephan Leyhe zwei ganz heiße Eisen im Feuer. Geiger gewann am Wochenende bei der Tournee-Generalprobe in Engelberg sein erstes Weltcupspringen und fährt entsprechend motiviert in die Heimat. Team Norwegen ist mit Johann Andre Forfang und Robert Johannson ebenfalls in den Top Ten des Weltcups vertreten.

„Jetzt müssen nur noch unsere Adler nachlegen und in Tourneeform kommen“, sagt Alfons Schranz, Vorsitzender des Sport-Clubs Bergisel in Innsbruck. Die Hoffnungen der ÖSV-Adler ruhen auf Stefan Kraft (derzeit 13. im Weltcup) und Daniel Huber, der am ersten Wettkampftag in Engelberg als Dritter aufs Podium sprang.

Mit dem Print@Home-Service können Skisprungfans ihre Karten sicher online unter tickets.vierschanzentournee.com bestellen und bequem zu Hause ausdrucken. Auch heuer warnen die Organisatoren wieder vor unseriösen Anbietern, die Tickets zwar regulär erwerben, diese aber später zu überteuerten Preisen im Internet anbieten. „Wer auf Nummer sicher gehen will, der bestellt direkt im offiziellen Print@Home-Ticketshop der Tournee“, rät Pichler.

Text: Ingo Jensen

am 18.12.2018

Vinzenz Geiger ist Newcomer des Jahres 2018

Newcomer des Jahres

Bei der Gala "Sportler des Jahres 2018" wurde Vinzenz Geiger zum "Newcomer des Jahres" gekürt.

Die zum zweiten Mal vergebene Auszeichnung hatte die GlücksSpirale-Zusatzlotterie "Die Sieger-Chance" gestiftet. Sie ist mit je 8000 Euro für Geiger und dessen Heimatverein, den SC 1906 Oberstdorf, dotiert. Der Nordische Kombinierer hatte 2018 bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang Gold im Mannschaftswettbewerb geholt.

Überreicht wurden Geiger die beiden Schecks durch Friederike Sturm, Federführerin der GlücksSpirale im Deutschen Lotto- und Totoblock, sowie seinem Teamgefährten und Vereinskameraden Johannes Rydzek, dem "Sportler des Jahres 2017".

"Jung, sympathisch und schon Olympiasieger. Vinzenz Geiger hat unseren Preis für seine herausragenden Leistungen im Jahr 2018 absolut verdient", kommentiert Friederike Sturm die Wahl des 21-jährigen Allgäuers, der seinen Erfolg bescheiden kommentiert:" Es ist immer noch ein bissle komisch, wenn der Ski-Nachwuchs mich als Olympiasieger anspricht. Aber es ist auf jeden Fall ein schönes Gefühl!"

Friederike Sturm strich heraus, dass die GlücksSpirale dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), den Landessportbünden und der Deutschen Sporthilfe eng zur Seite steht. "Seit ihrer Gründung im Jahr 1970 hat die GlücksSpirale den deutschen Sport mit über einer dreiviertel Milliarde Euro unterstützt", so die Präsidentin von LOTTO Bayern.

Text/Foto: Lotto Bayern

am 17.12.2018

Neuigkeiten, Änderungen und viel Routine

Die Schneeberge im Skisprungstadion

Ressort- und Bereichsleitersitzung für Oberstdorfer Sportgroßveranstaltungen in der „Erdinger Sportalp“

Pünktlich zur Ressort- und Bereichsleitersitzung in der „Erdinger Sportalp“ war es winterlich geworden in Oberstdorf, was Entspannung für all jene bedeutete, die sich schon wochenlang mit der Vorbereitung der Vierschanzentournee und der Fis-Tour de Ski beschäftigen. Etliche Helfer hatten da schon eine Marathonsitzung zum wichtigen Thema „Sicherheit“ hinter sich. Neuigkeiten bei Personalien, bei Streckenführungen und vieles, was für die rund 50 anwensenden Ressort- und Bereichsleiter inzwischen Routine ist, wurde nach einem gemeinsamen Essen besprochen und notiert. Zudem boten der Geschäftsführer der SVG, Florian Stern und der SCO-Vorsitzende, Dr. Peter Kruijer, einen kurzen Überblick über alle weiteren anstehenden Veranstaltungen dieses Winters, verbunden mit dem Dank an alle Ehrenamtlichen für deren bisherigen und zukünftigen Einsatz.

am 14.12.2018

Abtauchen kommt nicht infrage

Nicole Fessel

Langläuferin Nicole Fessel muss wegen einer Fußsohlen-Entzündung weiter pausieren. Gedanken an einen Rücktritt verdrängt die 35-Jährige beim Strampeln im Hallenbad.

Für Nicole Fessel sind es Tage voller Frust und Verzweiflung. Während ihre Nationalmannschaftskolleginnen zuletzt in Norwegen um Weltcup-Punkte kämpften, saß die 35-jährige Langläuferin des Skiclubs Oberstdorf zuhause und verfolgte die ersten Rennen der Saison nicht mal am Fernseher („das schmerzt ja noch mehr“), sondern nur im Liveticker. Die nicht gerade für ihre Geduld, sondern eher für ihren Ehrgeiz bekannte Fessel hat die Lehren aus der vergangenen Saison gezogen, in der sie oft körperlich geschwächt war – und doch versuchte, mit aller Gewalt zu starten – auch, um bei den Olympischen Spielen in Südkorea fit zu sein und ihren bis dato größten Erfolg, die Staffel-Bronze-Medaille von Sotschi 2014, zu wiederholen. Doch der Plan misslang: Die Oberstdorferin erlebte in Pyeongchang die vielleicht bittersten Momente ihrer Karriere. Zwei kurzfristige Absagen bei den Einzelstarts, krankheitsbedingter Verzicht auf die Staffel und ein enttäuschender zehnter Platz mit Sandra Ringwald im Teamsprint. Seitdem hat Fessel keinen offiziellen Wettkampf mehr bestritten. Der lange Leidensweg hat ein Umdenken bewirkt: „Ich werde nicht noch einmal den Fehler machen und nicht auf meinen Körper hören“, sagt Fessel und ergänzt: „Deshalb will ich mich diesmal komplett auskurieren.“

Seit August leidet Fessel, die inzwischen mit ihrem Freund Florian Glimsdal Eberspacher in Betzigau bei Kempten wohnt, an einer schmerzhaften Fußsohlen-Entzündung zwischen Ferse und Ballen. Auslöser war, so vermutet Fessel, eine Überbelastung im Training – noch dazu mit einem falschen Joggingschuh. An Konditionseinheiten war fortan nicht mehr zu denken. Sie konnte weder in einen Turn-noch in einen Langlaufschuh schlüpfen. Zusammen mit ihren Trainern wurde ein alternatives Fitnessprogramm ausgearbeitet. Radfahren und Krafttraining für den Oberkörper – das funktionierte. Die meisten Trainingsstunden verbrachte Fessel zuletzt im Hallenbad. „Ich war viel schwimmen und habe Aqua-Jogging gemacht. Das ist zwar etwas komplett anderes, aber bezüglich Atmung und Koordination konnte ich immerhin neue Reize setzen“, sucht und findet Fessel das Positive am Reha-Programm. Hilfe verspricht sich die 35-Jährige auch vom Münchener Physiotherapeuten Fredi Binder, der sich viele Jahre erfolgreich um die lädierten Fußballer des FC Bayern gekümmert hatte. Wann Fessel vollständig genesen sein wird
und in die Loipe zurückkehren kann, steht in den Sternen.

Zwar zeigt sich das langjährige Aushängeschild des deutschen Frauen-Langlaufs optimistisch und kämpferisch, wenn sie sich im Sonthofer Wonnemar beim Aquajogging fotografieren lässt, sie gesteht aber auch, dass sie sich in letzter Zeit vermehrt Gedanken über einen Rücktritt gemacht habe. „Natürlich geht einem das mit 35 immer wieder mal durch den Kopf. Gerade, wenn es überhaupt nicht läuft“, sagt Fessel. Jetzt alles hinzuwerfen, käme für sie aber nicht infrage. „So will ich nicht aufhören“, sagt sie – und hat vermutlich noch die qualvollen Tage von Pyeongchang im Hinterkopf. Fessel, die sich seit Kindesbeinen an dem Langlauf verschrieben hat, 2003 ihren ersten von insgesamt 242 Weltcups und 2005 in ihrer Heimat Oberstdorf ihre erste Nordische Ski-WM absolvierte, hat andere, viel versöhnlichere Vorstellungen von ihrem Karriere-Ende.

WM in Seefeld in weite Ferne gerückt

Da die Ski-WM in Seefeld im kommenden Februar für Fessel in weite Ferne gerückt ist, richtet sich ihr Blick sogar zwei Jahre weiter nach vorn. 2021 findet die WM wieder in Oberstdorf statt. „Das wäre für mich ein großartiger Abschluss“, sagt sie, beweist aber Realitätssinn und weiß, dass es bis dahin auch ein beschwerlicher Weg werden könnte: „Ich bin schon lange im Leistungssport. Das merke ich – sowohl körperlich als auch mental.“

Text: Allgäuer Anzeigeblatt, 14.12.2018

am 03.12.2018

„Wir sind dabei“ versprechen hunderte von Helfern im Oberstdorf-Team

Helferfest 2018

Großes Fest mit über 600 Ehrenamtlichen im Eissportzentrum

„Wir sind dabei“ bekundeten die vielen Ehrenamtlichen, die sich zum traditionellen Helferfest des Oberstdorf-Teams getroffen hatten. Großer Andrang herrschte im Eissportzentrum, wo die freiwilligen Helfer den Mitarbeitern der Skisport- und Veranstaltungs GmbH (SVG) und des Skiclubs Oberstdorf zunächst einmal eine komplette Überraschung bereiteten. Statt der erwarteten 500 Leute waren über 650 gekommen, die sich bei der Einkleidung mit den neuen Helferjacken ausrüsten lassen und anschließend einen gemütlichen Abend zusammen verbringen wollten.

Neben der Kleidung der Firma Schöffel und Handschuhe der Firma Seiz gab es eine Reihe von Geschenken als Dankeschön für großartige Unterstützung in den vergangenen zwölf Monaten. Für den Einsatz bedankte sich der Geschäftsführer der SVG, Florian Stern. Gemeinsam mit Robert Büchel, dem zweiten Geschäftsführer für die Nordische Ski-WM Oberstdorf/Allgäu 2021 GmbH, präsentierte er das neue WM- Logo sowie die Erscheinungsbilder für die Bereiche Langlauf und Skisprung und wies auf die zahlreichen Aufgaben in der kommenden Saison hin. Vor allem in Hinblick auf die Weltmeisterschaft 2021 seien in allen Ressorts weitere freiwillige Helfer herzlich willkommen, warb er um neue engagierte Kräfte im „Oberstdorf-Team“.

Bevor sich die gesamte Mannschaft jedoch aufmacht zum Einsatz in den neuen Weltcupwinter, stand der gemütliche Teil mit reichlich Essen und Trinken, einem Wettbewerb im Standlschießen und originellen Schnappschüssen mit der Fotobox auf dem Programm. Das imposante Gruppenbild vor dem Transparent, auf dem alle unterschrieben hatten, machte deutlich: Das Oberstdorf-Team ist bereit für den kommenden Winter und für die Nordische Ski-WM 2021.

am 26.11.2018

Erfolgreicher Weltcupstart für Oberstdorfer Athleten

Johannes Rydzek mit seinen mittlerweile sechs Goldmedaillen

Oberstdorfer Weltcup-Starter zeigen bereits bei den ersten Weltcup-Veranstaltungen ihre starke Form und fahren bereits erste Erfolge und Podestplatzierungen ein

Mario Seidl hat beim Weltcup-Auftakt der Nordischen Kombinierer den größten Erfolg seiner Karriere gefeiert. Der 25-jährige Salzburger lag beim Einzel-Wettkampf im finnischen Ruka/Kuusamo bereits nach dem Springen in Führung und rettete seinen Vorsprung auch im 10-Kilometer-Langlauf-Rennen knapp ins Ziel. Platz zwei ging an den Norweger Jarl Magnus Riiber, der um 16,5 Sekunden den zweiten Sieg seiner Karriere verpasste. Auf Rang drei kam Johannes Rydzek. Der Weltmeister und Olympiasieger ging nach einem mäßigen Sprung mit fast zwei Minuten Rückstand auf Seidl als Achter ins Rennen. Mit einem taktisch klugen Rennen lief er aber noch auf das Podest. So hatte Rydzek bereits nach 2,5 Kilometern Anschluss an eine siebenköpfige Verfolgergruppe gefunden. In dieser hielt sich Rydzek bis zum letzten Anstieg auf, dann zog er an und sicherte sich mit 15 Sekunden Vorsprung auf die Konkurrenz den dritten Rang. Im Ziel hatte er noch 1:08 Minuten Rückstand auf Seidl und 52 Sekunden auf Riiber. Dennoch befand Rydzek: "Das war ein Superstart in die neue Saison. Bei den schwierigen Bedingungen in Kuusamo heißt es, bei sich zu bleiben, das ist mir gelungen", sagte Doppel-Olympiasieger Rydzek. Manuel Faißt als Fünfter und Vinzenz Geiger als Achter sorgten für weitere starke Einzelergebnisse.

DSV-Quartett demontiert die Konkurrenz

Das Olympiasieger-Quartett um Johannes Rydzek, Vinzenz Geiger, Fabian Riessle und Eric Frenzel gewann beim Auftakt in Kuusamo nach einer tollen Aufholjagd den einzigen Staffel-Wettbewerb der Weltcup-Saison - allerdings auch dank gnädiger Mithilfe der schärfsten Kontrahenten Norwegen und Österreich. Bei der Materialkontrolle erwischte es Lukas Greiderer aus den Reihen der ursprünglich zweitplatzierten Österreicher und Jarl Magnus Riiber, den besten Springer der drittplatzierten Norweger. Ihre Resultate wurden gestrichen, da beide einen nicht regelkonformen Anzug benutzten. 1:05 Minuten auf die nach dem Springen führenden Japaner musste das deutsche Quartett in der Loipe wettmachen, bereits Fabian Rießle als zweiter Starter übernahm die Führung - nach 20 km hatte Schlussläufer Vinzenz Geiger schließlich 1:04,8 Minuten Vorsprung auf das Team Nippon.

Karl Geiger knapp am Podest vorbei

Bis es in Kuusamo beim Weltcup Skispringen über den Bakken der Rukatunturi-Schanze gehen konnte, wurde den Springern, Betreuern und auch den Fans an der fast schon traditionell windanfälligen Schanze viel Geduld abverlangt. Bereits die Qualifikation musste verschoben und dann komplett abgesagt werden. Severin Freund konnte tatsächlich nach 690 Tagen sein Comeback im Weltcup feiern. Mit 128,5 Metern war der Niederbayer zwar einige Meter hinter der Spitze. Doch der Olympiasieger und Ex-Weltmeister deutete bei seinem Sprung nach knapp zwei Jahren Wettkampfpause aber an, dass der Weg zurück in die Weltspitze durchaus machbar ist. Als 29. sammelte er in seinem Comeback Wettkampf gleich wieder Weltcuppunkte.

Bester Springer des Deutschen Skiverbands (DSV) war der Oberstdorfer Karl Geiger. Zwar landete er "nur" bei 135 Metern. Mit Wind-Bonus und starken Haltungsnoten reihte er sich trotz überstandener Knieverletzung nur 0,1 Punkte hinter Prevc auf einem starken fünften Platz ein. Der Japaner Ryoyu Kobayashi gewann mit einem 138,5-Meter-Satz vor den Polen Kamil Stoch (140,5 Meter) und Piotr Zyla (136 Meter). Nur 1,5 Punkte fehlten Karl Geiger auf den ersehnten Podestplatz. Olympiasieger Andreas Wellinger schob sich mit einem 132,5-Meter-Sprung noch auf Platz neun in die Top Ten. Markus Eisenbichler (129,5 Meter), Stephan Leyhe (125,5 Meter) und Richard Freitag landeten auf den Plätzen 15, 16 und 21.

Beim zweiten Einzelwettkampf konnte Karl Geiger mit 267,40 Punkten den achten Platz belegen. Den ersten Platz belegte wie am Tag zuvor der Japaner Ryoyu Kobayashi. Das DSV-Team zeigte eine sehr geschlossene Mannschaftsleistung. Zweiter wurde der deutsche Olympiasieger Andreas Wellinger, Stephan Leyhe erreichte den sechsten Platz, Richard Freitag landete auf Platz 14 und auch David Siegel (22.), Markus Eisenbichler (25)sammelten Weltcuppunkte für die Gesamtwertung.

Christina Geiger aus Oberstdorf im ersten Durchgang ausgeschieden

In Killington, USA, fand der zweite Slalom-Bewerb der Frauen des Ski Alpin Weltcups statt. Nach Platz 17 beim Auftakt der alpinen Skisaison in Levi (FIN) stand für Christina Geiger aus Oberstdorf die nächste Chance auf eine Qualifikation für die WM im schwedischen Åre an. Die Allgäuerin schied allerdings bereits im ersten Durchgang aus. Beste Deutsche wurde Lena Dürr aus München. Sie belegte mit einer Zeit von 1:47,31 den zehnten Platz. Erste wurde zum dritten Mal in Folge die Amerikanerin Mikaela Shiffrin.

Laura Gimmler startet mit Top-Ergebnis in den Winter

Beim Weltcup-Auftakt im finnischen Kuusamo schaffte die Oberstdorferin Laura Gimmler als 18. das beste deutsche Ergebnis im Klassik-Sprint. Gimmler vom SC Oberstdorf lieferte einen beherzten Auftritt, den auch der neue Bundestrainer Peter Schlickenrieder würdigte. «Laura hat wirklich
ein gutes Rennen gemacht, das ist ihre beste Weltcup-Platzierung. Da müssen wir absolut zufrieden sein. Sie ist das genau richtig angegangen. Man sieht an dem Beispiel, dass da was kommt und was geht», sagte der Coach. Die weitere Qualifizierte Sandra Ringwald schied wie Gimmler im Viertelfinale aus und erreichte den 29. Platz. Auch am zweiten Wettkampftag über 10km im klassischen Stil sammelte Laura Gimmler nach ihrem starken Sprint diesmal als 29. erneut zwei Weltcup-Punkte.

Text: SVZ.de; Sportschau; AZ; Sport.de; xc-Ski

am 26.11.2018

Beim Tretkommando begann die Karriere im Ehrenamt

DSV- Ehrenbrief für Hans Schmid

Hans Schmid wird für seine Verdienste um den Skisport mit dem DSV- Ehrenbrief ausgezeichnet

Angefangen hatte alles während der Skiflug-Weltmeisterschaften 1973 bei den harten Jungs vom Tretkommando. Bei den Freiwilligen, die im Schanzenauslauf einen echten Knochenjob machen, war Hans Schmid willkommen. Für den damals 16-jähigen Skispringer war es eine Selbstverständlichkeit, bei diesem besonderen Großereignis im Heimatort zu helfen. 45 Jahre ist dieser erste ehrenamtliche Einsatz her, unzählig viele andere auf Vereinsebene im ASV, BSV und deutschlandweit folgten. Für seine Verdienste um den Nordischen Skisport wurde Schmid jetzt vom Deutschen Skiverband mit dem Ehrenbrief ausgezeichnet.

Schmid hat eine Riesenliste an Ehrenämtern abgearbeitet: Er ist seit Jahrzehnten Ressortleiter Sport bei Großveranstaltungen, war FIS Delegierter der Internationalen Skiflugvereinigung KOP und Rennleiter bei Tournee und Skiflug-WM. Zwölf Jahre als Generalssekretär der Vierschanzentournee zählen ebenso zu seinem Engagement wie der Vorsitz der Arbeitsgemeinschaft Oberstdorfer Skivereine. Heute ist der 60-Jährige zuständig im DSV als Wettkampfbeauftragter für den Nachwuchs, kümmert sich dort um Wettbewerbsformate, um Festlegungen der Streckenlängen und Schanzengrößen.

Vor dem Ehrenamt stand jedoch zunächst die eigene aktive Laufbahn. Hans wechselte mit elf Jahren vom Alpin-Skifahren ins Springerlager, war von 1975 bis 1979 mit den Kollegen Alfred Grosche, Peter Leitner, Sepp Schwinghammer und Rudi Tusch im Nationalteam. Für die Teilnahme an Olympischen Spielen hat es leider nicht gereicht, wobei die Nichtnominierung für Innsbruck 1976 für ihn besonders enttäuschend war. Vier Jahre später verfolgte Hans Schmid die Spiele in Lake Placid verletzt vor dem heimischen Fernseher. Danach war Schluss mit der Sportkarriere. Die Familiengründung stand an und großes Geld war mit dem Skispringen damals noch nicht zu verdienen. Hans Schmid arbeitete wieder in seinem Beruf als Spengler und später bei der Hörnerbahn und der Allgäuer Latschenkiefer Brennerei. „Ein paar Jahre Abstand waren ganz gesund“, erzählt er. Erst nach 1987 sei er wieder so richtig eingestiegen. Die Nordische Ski-WM im gleichen Jahr erlebte er noch als Beobachter. Ganz anders dann 2005. Damals war Schmid bereits Geschäftsleiter des Skiclubs Oberstdorf und nach der Gründung der Skisport- und Veranstaltungs GmbH 2006 deren stellvertretender Geschäftsführer. „Das so oft zitierte Wintermärchen 2005 habe ich hautnah miterlebt, die schmerzlichen Niederlagen bei den drei vergeblichen Bewerbungen zuvor ebenso wie den Jubel in Melbourne über die Zusage“, erinnert er sich.
Noch heute blickt er zufrieden auf das, was damals im Vorfeld der WM alles entstanden ist. Dabei gewesen zu sein und Dinge geschafft zu haben, von denen der Ort und der Sport heute noch profitieren, das erfüllt ihn mit Stolz. „Auch wenn das damals zwei Jahre lang bedeutet hat, nur noch zum Schlafen daheim zu sein“, meint er schmunzelnd.

Und wie schaut für den Experten der Vergleich aus mit der WM 2021? Die Medienpräsenz durch den Einstieg von RTL, der Hype um die deutschen Springer wie Schmitt und Hannawald, das alles hatte schon Anfang der 2000er begonnen, so Schmid. Die neuerliche Bewerbung sei unbedingt nötig gewesen, denn nur mit der großen Unterstützung von Land und Bund könne man sportlich und organisatorisch auf Vordermann bleiben. „Da kann man so viele Weltcups ausrichten wie man will, das kann man selbst nicht erwirtschaften“, versichert er. Schmid ist überzeugt davon, dass das Wintermärchen von 2005 von der Weltmeisterschaft 2021 noch getoppt wird, was Sicherheit, Organisation, Atmosphäre und Fernsehbilder angeht. „Die Dimensionen verschieben sich so schnell. Allein, wenn man bedenkt, was sich innerhalb von drei bis vier Jahren alles in der Weiterentwicklung der Tournee tut“, blickt Schmid gespannt auf das Großereignis in zwei Jahren. Er freut sich drauf, dieses Event will er nochmal ganz vorn dran mitgestalten. „Ziele setzen und gemeinsam in einem tollen Team umsetzen, das macht einfach Spaß“, sagt er.

Nach der WM ist Schmid dann fast im Rentenalter. Wie es weitergeht, weiß er heute noch nicht. Auf seine Kenntnis und die vielen Kontakte zu Funktionären und Sportlen in aller Welt zu verzichten, dürfte schwierig werden. „Wen man mich noch irgendwie brauchen kann, werde ich sicher nicht nein sagen“, beteuert er. Im Tretkommando wird er dann allerdings wohl nicht mehr antreten…

Text: Allgäuer Anzeigeblatt,

am 01.10.2018

FIS Herbst-Meeting in Zürich

FIS Herbst-Meeting Zürich

Einen wahren Sitzungsmarathon haben die Vertreter der Skisport- und Veranstaltungs GmbH/SC Oberstdorf beim traditionellen Herbst-Meeting der FIS hinter sich gebracht. Das Herbstmeeting ist alljährlich der Startschuss für die kommende Rennsaison für alle Weltcup-Organisatoren der einzelnen Disziplinen.

Einen wahren Sitzungsmarathon haben die Vertreter der Skisport- und Veranstaltungs GmbH/SC Oberstdorf beim traditionellen Herbst-Meeting der FIS hinter sich gebracht. Das Herbstmeeting ist alljährlich der Startschuss für die kommende Rennsaison für alle Weltcup-Organisatoren der einzelnen Disziplinen. Ein straffes Programm wartet dabei auf die Teilnehmer bestehend aus Sitzungen, Workshops und Präsentationen der verschiedenen Komitees, bei denen noch einmal die letzten Reglement-Feinheiten für die Saison ausgearbeitet und besprochen worden.

Beim Workshop der Organisatoren der FIS-Nordischen Skiweltmeisterschaften 2019-2021 verfolgte die Delegation aus Oberstdorf aufmerksam den Präsentationen der Austragungsorte Seefeld, Are und Park City. Unter dem Schlagwort "Wissenstransfer" referierten die Vertreter der Austragungsorte 2019 über folgende Themen: Wie kann eine kleine Gemeinde ein Großsportereignis wie eine Ski-WM bewältigen (Are), Vor- und Nachteile der Austragung einer Ski-WM mit mehreren Veranstaltungsorten (Park City) und Nachhaltigkeit durch neue WM-Einrichtungen für eine Gemeinde (Seefeld). Bürgermeister Frieser informierte hier über die zukünftige Nutzung der neu- bzw. modernisierten WM-Baumaßnahmen. Bei der abschließenden Podiumsdiskussion wurden die Vertreter der Austragungsorte 2019 bis 2021 zu verschiedenen Themen ihrer Erwartungen im Bereich Managment und Marketing befragt. Für Oberstdorf 2021 stand dem Auditorium Robert Büchel als kompetenter Gesprächspartner zur Verfügung.

Auch bei den Komittee-Sitzungen im Langlauf, Sprunglauf und der Nordischen Kombination gab es interessantes zu erfahren. Neben der Vorstellung der Langzeitplanung des Weltcup-Kalenders der Disziplinen, bei der es zahlreiche Änderungswünsche und Diskussionen unter den verschiedenen Nationen-Vertretern gab, wurden auch neue Konzepte vorgestellt. Erfreut zeigten sich Florian Stern (Geschäftsführer SVG) und Dr. Peter Kruijer (Präsident SC Oberstdorf), dass Oberstdorf bereits 2021/2022 sowie 2022/2023 im Weltcup-Kalender als Etappenort der Tour de Ski im Langzeitkalender vertreten ist. Wieder besonders gelobt wurden die Vertreter aus Oberstdorf im Komitee der Nordischen Kombination für die Ausrichtung der Sommer-Wettkämpfe. Renndirektor Lasse Ottesen schwärmte von der großartigen Atmosphäre des vergangenen FIS Sommer Grand-Prix und der tollen Abwicklung des FIS Youth Grand-Prix.

Beim abschließenden LOC-Organizer Seminar nahmen mehr als 40 Teilnehmer von 21 verschiedenen Weltcup-Veranstaltern teil. Neben den notwendigen Regel-Updates ging es um den Wissens- und Erfahrungsaustausch rund um die Themen Beschneiung und Snow-Farming, die Vereinfachung und Vereinheitlichung eines Akkreditierungssystems für 2019/20 und um Best Practice-Beispiele der Organisatoren sowie Zieldefinitionen für den kommenden Winter. Alle diskutierten Projekte werden weiterverfolgt und die Diskussion über Snowfarming soll zu einem Handbuch mit Best Practice-Beispielen, Erfahrungen und Ratschlägen führen, wie man kostengünstig und ohne große Verluste wirtschaftlich Schnee produzieren, übersommern und nutzen kann.

Text: FIS/Skisport- und Veranstaltungs GmbH

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