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am 03.01.2018

Tickets bleiben gültig

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Nach der Absage des Sprint-Wettbewerbs behalten Tickets, die für Mittwoch, 03. Januar erworben wurden, am Donnerstag, 04. Januar, ihre Gültigkeit.

am 03.01.2018

Absage der Wettkämpfe am Mittwoch, 03. Januar

Wintersturm Oberstdorf

Aufgrund des Wintersturms, der über dem Langlaufstadion im Ried tobte, wurden für den heutigen Tag die Wettkämpfe abgesagt. Die Resultate der Qualifikation wurden nicht gewertet. Zum Zeitpunkt des Abbruchs befanden sich 900 Zuschauer an der Loipe.

am 03.01.2018

Vorläuferinnen testen die Rennstrecke

Vorläuferin

Nachwuchsathletinnen legen den Vorbildern die Spur

Aufgeregtes Geplapper vor dem DSV-Container. Da werden gerade die Vorläuferinnen für den Testlauf zum Sprint-Wettbewerb, der 3. Etappe der Tour de Ski, ausgerüstet. Der Regen bremst die Vorfreude der jungen Mädchen auf ihren großen Auftritt nicht. Sie sollen die Spur legen für die großen Vorbilder, die um 12.20 Uhr in der Qualifikation zum Klassik-Sprint an den Start gehen. Nach dem Testlauf werden die Daumen gedrückt für die neun deutschen Langläuferinnen. Auf die Anfeuerung des Publikum zählt vor allem Hannah Kolb vom TSV Buchenberg. Denn während Nicole Fessel (Skiclub Oberstdorf) die Qualifikation für die Olympischen Spiele bereits in der Tasche hat, fehlt Hannah Kolb noch ein zweites Ergebnis unter den Top 15, um die Reise nach Südkorea antreten zu dürfen. Und für den Sprintwettbewerb ist die 26-Jährige neben Sandra Ringwald alle Male ein heißes Eisen im Feuer des DSV. Laura Gimmler als Weltcup-Neuling hofft dagegen, zunächst einmal das Prologrennen zu überstehen und ins Achtelfinale zu kommen. „Alles andere ist Zugabe“, sagte die Oberstdorferin im Vorfeld der Tour de Ski.

am 02.01.2018

Allgäuer macht Schweizern schnelle Bretter

Stefan Keller2

Stefan Keller aus Fischen arbeitet die zweite Saison als Techniker im Nachbarland

Am Tag zuvor haben die Techniker in Lenzerheide zusammengepackt und sich aufgemacht nach Oberstdorf zu den nächsten zwei Etappen der Tour de Ski. Die Silvesterparty ist für sie wie in den Jahren zuvor ausgefallen. „Um halb zwölf war ich im Bett“, verrät Stefan Keller. Im Wachstruck der Schweizer hat sich der Fischinger bereits wieder eingerichtet, um die Ski für seine Athleten zu präparieren. Die Tour-de-Ski-Etappen in Oberstdorf sind für den 29-Jährigen sozusagen Heimspiel, denn zu Hause ist er ein paar Kilometer weiter nördlich in Fischen-Berg.

Im Winter tingelt der Fischinger mit den Langläufern durch die Weltgeschichte. Seit der Saison 2009/10 ist er dabei, zunächst für den Deutschen Skiverband und nun im zweiten Jahr für das Swiss-Team. Neben Wachs und Bürsten, Bügeleisen und Abzieher bringt der ehemalige deutsche C-Kader-Athlet abseits der materiellen Ausrüstung jede Menge Erfahrungen mit. „Gespür für den Schnee solltest du haben und natürlich die Leidenschaft für diesen Sport“, beschreibt Keller die Fähigkeiten, die er als Techniker für seine Sportler beisteuern kann. Seit der letzten Saison arbeitet das einstige deutsche Skitalent in Diensten der Schweizer Langläufer. Zuvor war der 29-Jährige sechs Jahre lang im Technik-Lager des Deutschen Skiverbandes tätig.
Sehr viele eigene Erfahrungen bringt der Allgäuer in die Arbeit ein. Seit er laufen kann, läuft er auch auf zwei Brettern. Vater Franz, langjähriger nordischer Sportwart m Skiclub Fischen, hat ihm und seinen zwei Brüdern ganz früh die Begeisterung für diesen Sport vermittelt. Bis zum C-Kader hat er es gebracht, wurde mehrfach Deutscher Jugendmeister. „So genau weiß ich das nicht mehr“, meint er lapidar. Seine größten Erfolge feierte Keller, der für das Zoll-Skiteam unterwegs war, im Sprint.

Inzwischen also hat er die Seiten gewechselt, betreut intensiv die Schweizer Athletin Laurien van der Graaf (30) und Toni Livers (34). Wenn er aus dem Fenster seines Wachstrucks schaut, beobachtet er den nassen Schnee. „ Und morgen wird es regnen“, glaubt er. Das macht die Sache für ihn einfacher als wenn Schnee angekündigt wäre. „Da kann man eigentlich nichts falsch machen“, meint er. Mit Humor beschreibt er eine weitere Erfahrung seiner Jahre als Wachsexperte: „Wenn der Ski langsam ist, ist der Techniker schuld, wenn das Material schnell ist, ist der Athlet gut“.

am 02.01.2018

DSV schickt 19 Athleten in die Heimrennen

Hanna Kolb

Insgesamt starten 134 Langläufer aus 19 Nationen bei den Tour-de-Ski-Etappen in Oberstdorf

Nach den erfolgreichen Rennen um die Jahreswende im schweizerischen Lenzerheide starten die Langläuferinnen und Langläufer des Deutschen Skiverbandes zuversichtlich in die Heimrennen in Oberstdorf. Bis auf die erkrankte Julia Belger vom WSC Erzgebirge Oberwiesenthal starten alle für die Tour de Ski nominierten DSV-Athletinnen und Athleten. Insgesamt haben 134 Athleten aus 19 Nationen für die Sprintwettbewerbe (klassisch) am Mittwoch ab 12.20 Uhr und das Distanzrennen (10/15 km klassisch) am Donnerstag ab 10.15 Uhr gemeldet.

Stimmen zum Heimweltcup:

Andreas Schlütter, Sportlicher Leiter Langlauf im Deutschen Skiverband:
„Ich erwarte, dass unsere Athleten da weitermachen, wo sie in Lenzerheide aufgehört haben.
Bei den Damen haben wir gewusst, dass wir schlagkräftig sind. Da sind wir zu Saisonanfang sicherlich unter Wert weggegangen. Deshalb muss es hier heißen, an die Leistungen von Lenzerheide anzuknüpfen und Top-Ten-Platzierungen zu machen. Wir haben im Sprint mit Sandra Ringwald und Hanna Kolb zwei heiße Eisen im Feuer. Auch in den Distanzrennen am Donnerstag sind mit Sandra Ringwald, Nicole Fessel und Steffi Böhler drei Mädels im Rennen. Katharina Hennig und Victoria Carl wurden durch ihre Stürze in Lenzerheide unter Wert geschlagen.
Da sind wir also schon in der Lage, Top-Ten-Plätze abzuliefern.

Bei den Männern ist die Situation schon ganz anders. Schon damals, als ich das Zepter übernommen habe, habe ich gesagt, dass wir ein paar Jahre brauchen. Das zeigt sich auch jetzt. Der elfte Platz von Thomas Bing und seine Olympia-Nominierung zeigt, zu was die Herren eigentlich in der Lage sind. Wir brauchen sicher noch ein bisschen Zeit. Wenn es uns hier in Oberstdorf gelingt, noch mit zwei, drei Athleten in die Top 15 zu laufen, um den ersten Grundstein für die Olympia-Nominierung zu legen, dann wäre ich definitiv zufrieden.

Für Sebi Eisenlauer hoffe ich, dass er endlich mal den Prolog übersteht. Dann ist bei ihm alles möglich. Er hat sehr gute Erinnerungen an den Sprint vor zwei Jahren, damals wurde er Sechster, und warum soll er das hier nicht wiederholen?“

Nicole Fessel (SC Oberstdorf): „Ich freue mich wahnsinnig auf die Rennen in Oberstdorf. Auch wenn ich hoffe, dass das Wetter vielleicht doch ein bisschen besser wird als sie es vorhergesagt haben. Ich war ja auch um die Weihnachtszeit viel zuhause beim Trainieren und habe hier meine schnellen Einheiten gemacht. Ich hatte da schon ein gutes Gefühl. Die Strecke liegt mir, sie gefällt mir und es ist schon was Schönes, wenn die Leute dich kennen und du die Leute kennst. Schön, dass man die Möglichkeit hat, daheim ein bisschen etwas zurückzugeben. Der Heimvorteil sollte schon ein bisschen was bringen. Ich kenne hier jeden Meter, fühle mich hier sehr wohl, habe hier ja auch schon sehr gute Rennen gehabt und weiß schon, wo der Wettkampf entschieden wird und wo man sich besser ein paar Körner spart.“

Hanna Kolb (TSV Buchenberg): „Echt cool, dass es in der Lenzerheide so geklappt hat, wie ich mir das vorgestellt habe. Auch das Ergebnis im Distanzrennen war das beste seit langem. Deshalb freue ich mich jetzt umso mehr auf mein Heimrennen in Oberstdorf. Ich bin sehr zuversichtlich, dass ich den Klassiksprint jetzt besser hinkriege als den in Lillehammer. Früher war ich extrem aufgeregt, wenn ich gewusst habe, wie viele Bekannte mir zuschauen wollen, aber mittlerweile überwiegt die Vorfreude. Es ist einfach toll, wenn einen so viele Leute anfeuern. Dass die schlechten Wetterprognosen angeht: alles, was das Material angeht, überlassen wir alles unseren Technikern. Uns beschäftigt eher, dass Oberstdorf mittlerweile im Weltcup den Ruf des Schlechtwetterlochs abbekommt (lacht). Im Sprint sind Regen und Schnee natürlich auch nicht gerade so förderlich, weil man ja immer wieder Läufe hat und sich trocken halten sollte. Aber vielleicht haben wir ja auch etwas Glück und das Wetter beruhigt sich noch.“

Laura Gimmler (SC Oberstdorf): „Ich freue mich ganz riesig auf die Heimrennen. Als Weltcup-Neuling bin ich vor jedem Wettkampf nervös, aber jetzt noch extremer. Es wäre natürlich super, wenn ich beim Sprint den Prolog überstehen und ins Achtelfinale kommen würde. Den Rest lass ich auf mich zukommen.“

Das DSV-Aufgebot im Überblick:
DAMEN:
- Stefanie Böhler (SC Ibach)
- Victoria Carl (SC Motor Zella-Mehlis)
- Nicole Fessel (SC 1906 Oberstdorf)
- Pia Fink (SV Bremelau)
- Laura Gimmler (SC 1906 Oberstdorf)
- Katharina Hennig (WSC Erzg.Oberwiesenthal)
- Hanna Kolb (TSV Buchenberg)
- Sandra Ringwald (Skiteam Schonach-Rohrhardberg)
- Elisabeth Schicho (SC Schliersee)

HERREN:
- Thomas Bing (Rhöner WSV)
- Lucas Bögl (SC Gaißach)
- Janosch Brugger (WSG Schluchsee)
- Jonas Dobler (SC Traunstein e.V.)
- Sebastian Eisenlauer (SC 1909 Sonthofen)
- Andreas Katz (SV Baiersbronn)
- Andy Kühne (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal)
- Valentin Mättig (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal)
- Florian Notz (TSV/SZ Böhringen Römerstein)
- Thomas Wick (SC Motor Zella-Mehlis)

am 31.12.2017

Nicole Fessel hat ihr Ticket für Olympia sicher

Nicole Fessel Verfolgung

Oberstdorferin darf sich nach Rang sechs in Lenzerheide auf Pyeongchang freuen

Nicole Fessel vom Skiclub Oberstdorf hat am Silvester-Nachmittag in Lenzerheide in der Schweiz für einen positiven Jahresabschluss gesorgt. Die 34-jährige Blaichacherin erreichte bei der zweiten Etappe der Tour de Ski im 10-Kilometer-Lauf über die klassische Distanz einen hervorragenden sechsten Platz und schaffte damit die Qualifikationsnorm für die Olympischen Winterspiele im Februar 2018 im südkoreanischen Pyeongchang.
Nachdem Fessel zu Beginn der Saison immer wieder gesundheitlich angeschlagen war, strahlte die Allgäuerin im Ziel von Lenzerheide überglücklich: „Ich bin erstmal wahnsinnig froh, so einen Superwettkampf gezeigt zu haben. Es war extrem schwierig zu laufen“, sagte Fessel im ZDF. Dass sie die Norm für ihren vierten Olympischen Spiele nun fix in der Tasche hat, mache sie „sehr glücklich“. Auf die Frage, wieweit die Deutschen derzeit von der Weltspitze entfernt seien, sagte Fessel: „Wir haben doch gesehen, dass wir voll dabei sind. Gestern beim Sprint mit drei Mädels im Halbfinale und heute mit meinem sechsten Platz.“ Nun hätten sie und ihre Teamkolleginnen das großes Ziel im Februar vor Augen. 2014 im russischen Sotschi hat Fessel mit der Bronzemedaille mit der deutschen Staffel ihr bislang größten Erfolg gefeiert.

Auch DSV-Trainer Torsten Drivenes lobte Fessel: „Nicole hatte große gesundheitliche Probleme im Herbst. Seitdem hat sie sich jeden Tag einen Schritt nach vorn gearbeitet. Ich bin sehr zufrieden mit ihr. In wenigen Tagen, am Mittwoch und Donnerstag, 3. und 4. Januar, gastiert Fessel und die gesamte Weltelite bei der dritten und vierten Etappe der Tour de Ski in Oberstdorf.

Weitere Platzierungen: 25. Sandra Ringwald (Sonthofen), 36. Hanna Kolb (Buchenberg), 55. Laura Gimmler (Oberstdorf).

am 30.12.2017

Allgäuer Langläuferinnen überraschen bei Auftakt der Tour de Ski

Nicole Fessel

Hanna Kolb schafft in Lenzerheide halbe Olympia-Norm, Sandra Ringwald wird als beste Deutsche Sechste.

Hanna Kolb vom TSV Buchenberg hat beim Auftakt der Tour de Ski in Lenzerheide in der Schweiz mit beherzten Freistil-Sprints die halbe Olympia-Norm geschafft. Die 26-jährige Allgäuerin hatte ihr Viertelfinale sogar gewonnen und dabei so arrivierte Läuferinnen wie Heidi Wenig (Norwegen) oder Selina Gasparin (Schweiz) besiegt. Im Halbfinale musste sich Kolb aber ihrer Trainingspartnerin Sandra Ringwald, die in Sonthofen wohnt, als Fünfte geschlagen geben und landete im Schlussklassement auf Rang zehn. «Das war mein bester Wettkampf seit langem», sagte Kolb der Deutschen Presse-Agentur. Die Schwarzwälderin Ringwald verließ im Finale allerdings das Glück. «Da ging so etwa alles schief, was schiefgehen kann. Ich war viel zu hektisch, musste einmal durch den Tiefschnee, dann hat es mich aus der Kurve getragen, so dass ich nicht mehr wusste, welche Spur ich nehmen soll und schließlich bin ich noch über meinen eigenen Skistock gestürzt», fasste sie den Lauf zusammen. Rang sechs bedeutete dennnoch das beste Saisonergebnis im deutschen Langlauf-Lager. Dieses komplettierte Victoria Carl als Zwölfte - drei DSV-Läuferinnen im Halbfinale, das hatte es seit 2010 im Weltcup nicht mehr gegeben.

Enttäuschend war das Abschneiden der restlichen Allgäuer: Sebastian Eisenlauer (SC Sonthofen) scheiterte als 52. ebenso bereits an der Qualifikation wie die beiden Oberstdorferinnen Laura Gimmler und Nicole Fessel auf den Plätzen 37 und 53. Sie hoffen jetzt auf die Distanzrennen in Lenzerheide und das Heimspiel nächste Woche (3./4. Januar) in Oberstdorf.

am 28.12.2017

Eröffnungsfeier im Winterwunderland

Eröffnung Vierschanzentournee

Partystimmung zum Auftakt der 66. Vierschanzentournee in Oberstdorf

Eine Eröffnungsfeier wie aus einem Winterbilderbuch genossen am Vorabend des Auftakts zur 66. Vierschanzentournee mehr als 2000 begeisterte Skisprungfans im Oberstdorfer Nordic Park. Sie alle erlebten nicht nur die besten Springer der Welt hautnah. Sie durften auch teilhaben an den Plaudereien vor dem Feuertopf, wo es neben den sportlichen Zielen auch um ganz Privates ging. So verriet Stefan Kraft, der Vorjahressieger von Oberstdorf, das Weihnachtsmenü seiner Familie. Andreas Wellinger erzählte locker über eine besondere Feiertagssünde, das „Platzerl-Essen“. Robert Johansson (NOR) war sich dagegen sicher, dass sein Schnurrbart wesentlich eleganter sei als der von Richard Freitag. Völlig entspannt und mit viel Humor präsentierten sich die Top-Athleten und deren Trainer auf der Bühne.
Die Top-Stars nutzten ihren Auftritt im Kurpark vor dem Publikum in Partystimmung für jede Menge Selfies und ließen für einen Moment vergessen, wie groß die Spannung vor dem Beginn des bedeutendsten Skisprungevents ist. Die Hoffnungen, dass die deutschen Athleten die exzellente Form der bisherigen Weltcup-Wettbewerbe bewahren, sind enorm. Richard Freitag als Träger des Gelben Trikots lässt die Skisprungfans wieder träumen vom ganz großen Erfolg, den sich Sven Hannawald im Jahr 2002 holte.
Eine besondere Auszeichnung gab es für Stefan Kraft. Helmut Hanus vom Forum Nordicum überreichte dem Österreicher den Pokal für den besten Skispringer der Vorjahressaison.
Ab morgen gilt es: Um 16.30 Uhr beginnt die Qualifikation zum Auftaktspringen der 66. Vierschanzentournee. Dort ist auch für Spätentschlossene noch Gelegenheit, die Stars des Skisprungs live zu erleben. Der Wettkampf am Samstag dagegen ist restlos ausverkauft.

am 27.12.2017 von Elke Wiartalla

Zum Auftakt erfolgreiche SCO-Langläufer

Geigercup startet in die Saison - Oberstdorfer mit Stockerlplätzen

Das erste von insgesamt sechs Geiger Cup Langlauf Rennen fand mit insgesamt 210 Allgäuer Teilnehmern in Buchenberg auf einer sportlich anspruchsvollen Rennstrecke statt.

Bei eisigem Wind gingen die Schüler und Schülerinnen der Altersklassen U8 und U9 auf die Willibald-Loipe und absolvierten ihr 1,5 km Rennen in der Klassischen Technik.
Gefolgt von den Jungen und Mädchen der U10 ging es nun um die ersten Stockerlplätze. Emil Gentner erkämpfte sich in einem engen Feld Silber und Paulina Zinkl landete auf dem Bronzerang.

Während die Oberstdorfer Athleten der U11, angeführt von Luis Kirschner (5.) und Resa Berktold (6.), sehr gute Plätze im Mittelfeld belegten, ging es in der U12 auf der 3km langen Strecke zur Sache. Gleich fünf Oberstdorfer Jungs kämpften um einen der begehrten vorderen Plätze. Wendelin Gentner gelang der Sprung aufs Treppchen (2.) vor seinen Vereinskameraden Leo Dresler (4.) und Cornelius Martin (5.)
Ein enges Rennen boten sich Nele Schmitz und Joana Müller, welche sich am Ende über Platz 2 und 3 freuen konnten. Amanda Paluka konnte als Drittplatzierte in der Klasse U13 w überzeugen.

In Vorbereitung auf den im Januar beginnenden Deutschen Schülercup gingen die Mädchen und Jungen der Altersklassen U14/15 an den Start.
Nach dem sehr guten Abschneiden von Fanny Thannheimer (3./U14w), Katja Veit (7./U14w), Max Ellman (5./U15m), Judith Rapp (5./U15w), Lou Huth (6./U15w) und den guten Ergebnissen ihrer Trainingskameraden darf man auf den ersten nationalen Vergleich gespannt sein.

Ein reines Oberstdorfer Stockerl gab es bei den U16 Mädchen: Germana Thannheimer (1.), Verena Veit (2.) und Agnes Niederacher (3.) - alle dem BSV Elitekader angehörend.
Auch Kosima Fink (3./U18w) und Marius Bauer (2./U18m) konnten für den Skiclub Oberstdorf überzeugen und zum sehr guten Gesamtergebnis beitragen.

am 26.12.2017

Aufbruchstimmung

Der SC Oberstdorf besteht seit 111 Jahren. Er brachte Olympiasieger und Weltmeister hervor. Die WM 2021 soll für neuen Schwung sorgen

Hinter dem Kreisverkehr, so kurz nach dem Ortsschild, die Schanzen im Blick, da muss es irgendwo versteckt sein. Das Geheimnis. Genauer gesagt: das Erfolgsgeheimnis des SC 1906 Oberstdorf. Denn: Irgendetwas läuft in dieser Marktgemeinde anders als in anderen Orten. Nur so ist es schließlich zu erklären, dass ausgerechnet Oberstdorfer Skisportler disziplinenübergreifend erfolgreicher sind als ihre Konkurrenz. Die Titel- und Medaillensammlung wächst Jahr für Jahr. Experten artikulieren es schon längst nicht mehr nur hinter vorgehaltener Hand: Der SCO ist der erfolgreichste Skiclub der Welt. Aber: Wo oder was ist das Geheimnis? Eine Spurensuche soll Licht ins Dunkel bringen…

Ortseingang Oberstdorf, von der B19 kommend, gleich links – das Gertrud-von-le-Fort-Gymnasium. Auf einem Schild, unmittelbar neben dem Eingang, steht: Eliteschule des Sports. „Wir sind im Augenblick die einzige staatliche Schule, die gleichzeitig auch Eliteschule des Sports ist,“ sagt Direktor Ludwig Haslbeck. Einer seiner erfolgreichsten Abiturienten ist Johannes Rydzek, mittlerweile sechsfacher Weltmeister in der Nordischen Kombination und Topfavorit auf Gold bei den Olympischen Spielen im Februar 2018. Rydzek hat auch von einem modernen Schulsystem profitiert, das ihm neben dem Training auch das Abitur
ermöglicht hat. „Unsere Spitzensportler können in Einzelfällen drei Jahre in der Oberstufe verbringen,“ erläutert Haslbeck. „Zudem bieten wir in der Mittelstufe einen eigenen Sportlerzweig an. Und wir haben seit zwei Jahren die Mittelstufe plus – sogar als Pilotschule.“ Das bedeutet: Die Schüler sind statt drei dann vier Jahre in der Mittelstufe, verringern damit die schulischen Belastungen, haben mehr Übungszeiten und keinen Nachmittagsunterricht. Besonders Engagement wird dabei vom Lehrpersonal erbracht. Von insgesamt 500 Schülern sind 130 Leistungssportler.

Am Fuße der Nebelhornbahn, mitten im Ort, sitzt Florian Kuiper in seinem Büro und koordiniert unter anderem die Infrastruktur für die Sportler. „Oberstdorf hat deutschlandweit, auch pädagogisch gesehen, einen sehr guten Ruf,“ freut sich der Leiter des Sportinternats. „Wir haben in unserem Internat inzwischen Athletinnen und Athleten aus sehr unterschiedlichen Sportarten. Von Eiskunstlauf bis Snowboardcross, dazu Alpine, Langläufer und Nordische Kombinierer.“ Heißt: Die Kombination aus Schule und Sport gibt nicht nur den Talenten eine gewisse Sicherheit in Sachen Ausbildung, sondern auch oder gerade den Eltern. Und schon ist der Anreiz da, sich für den SC Oberstdorf zu entscheiden. „Insbesondere in den höheren Schulklassen ist es häufig für die Eltern schwierig einzuschätzen: Kann ich meinem Kind den Leistungssport perspektivisch gesehen als alleinigen Job mitgeben oder hat es die Möglichkeit, etwas zu lernen“, sagt Peter Kruijer, Erster Vorsitzender des SCO. „Es kommen nämlich nicht alle oben an.“ Und so hat derjenige, der später auf irgendeinem sportlichen Level hängen bleibt, zumindest noch eine vernünftige Schulbildung. Doch nicht nur Gymnasium oder Internat machen den Standort Oberstdorf attraktiv. Es sind vor allem auch die Sportstätten und die Großveranstaltungen, die Kinder und Jugendliche zum Wintersport führen. „Das visuelle ist für die jungen Athleten mindestens genauso Mittags wichtig wie das Training“, sagt Langlauftrainer Hartmut Arnold. „Die Kinder sehen die Weltklasse-Athleten und versuchen, diese dann zu kopieren. Zudem sind sie bei den Wettkämpfen mittendrin.“ Als Fahnenträger bei der Vierschanzentournee
oder als Vorläufer bei der Tour de Ski zum Beispiel. Auge in Auge, Seite an Seite mit Weltmeistern und Olympiasiegern – das hat schon was. „Schanzen direkt im Ort, ein Langlaufstadion, alle Liftanlagen in unmittelbarer Nähe – die Infrastruktur in Oberstdorf ist einmalig“, frohlockt Kuiper, der auch immer wieder vom „besten Stützpunkt Deutschlands“ spricht. Wohl auch deshalb, weil er an der Schnittstelle von Nachwuchs- zu Spitzensportlern mit dem SC Oberstdorf einen zuverlässigen und leistungsstarken Partner hat. „Einige Trainer sind mischfinanziert“, sagt der Stützpunktleiter, was die sehr enge Zusammenarbeit unterstreicht.

Insgesamt beschäftigt der SCO 18 Trainer, fährt mit acht Bussen zu Trainingslagern und Wettkämpfen. Angeboten werden die Disziplinen Skisprung/Nordische Kombination, Langlauf und alpines Skifahren. Knapp 300 Nachwuchssportler werden zur Zeit gefördert, 37 aus dem Bereich Sprung/NoKo, 138 Langläufer und 120 Alpine. Außerhalb des Ortszentrums, im Langlaufstadion im Ried, spornt Trainer Arnold derweil seine Jugendlichen an; vermittelt Technik und Ausdauer. Nebenbei geht es aber noch um einiges mehr. „Sie können das heutzutage nicht mehr nur auf den reinen Leistungsaspekt reduzieren. Hier stehen auch Persönlichkeitsbildung, Disziplin und Lösen von möglichen Problemen innerhalb einer Gruppe mit auf der Agenda“, verrät der Übungsleiter. Derweil haben sich oben auf dem Fellhorn die Alpinen eingefunden. Nach Schule und kurzer Mittagspause ist Riesenslalom-Training angesagt. Bei strahlend blauem Himmel und einer ausgezeichnet präparierten und abgesperrten Piste. „Das“, sagt David Berktold, „geht nur mit der Unterstützung der Oberstdorfer Bergbahnen. Selbst in schwierigen Zeiten, mit wenig Schnee, können wir hier trainieren.“ Zudem verweist Berktold auf das Zusammenspiel mit dem Gymnasium, gerade wenn es im Herbst mal für ein paar Tage zum Gletschertraining geht. „Wir versuchen den Unterrichtsstoff so abzustimmen, dass unsere Athleten in der Zeit, in der sie fehlen, nicht allzu viel verpassen.“ Mit anderen Worten: Wird auf den Bergen länger gearbeitet, fahren sie in der Schule die Umfänge ein wenig zurück. Dieses „Teamwork“ funktioniert. „Für uns ist es doch Bestätigung, wenn ein Schüler sportlichen Erfolg hat“, sagt Direktor Haslbeck. Mittlerweile dämmert es in Oberstdorf. Das Flutlicht an den Schanzen geht an, rege Betriebsamkeit am Schattenberg. Ralf Schmid hat seine Gruppe versammelt, ein paar Eltern stehen im Auslauf. „Viele Mamas haben Angst um ihre Kinder, wenn sie sie so durch die Luft fliegen sehen, aber es passiert glücklicherweise relativ wenig“, sagt Schmid. Er hatte zuletzt ein paar geburtenschwache Jahrgänge, inzwischen sind die Kader wieder größer. „Dennoch,“ schmunzelt Schmid, „liebe Eltern, bitte dranbleiben, damit wir den Sprungsport auch in den nächsten Jahre so weiter betreiben können.“ Das Fleckchen Erde am Schattenberg unterscheidet den SC Oberstdorf maßgeblich von seinen Mitbewerbern: die Schanzen und das Stadion, auf das einmal im Jahr die ganze Welt schaut – zum Auftakt der Tournee. „Über dessen finanziellen Erfolg und den der anderen Großveranstaltungen sichern wir die Nachwuchsförderung“, erläutert Kruijer. Hinzu kommen mögliche Erlöse aus Weltmeisterschaften. Wenn an deren Ende eine „schwarze Null“ steht, ist das ein Erfolg für die Nachwuchsarbeit. „Die Jugendlichen werden durch derartige Events motiviert, avancieren später vielleicht dadurch zu Leistungsträgern und ziehen wieder Jüngere nach“, rechnet Kruijer vor, der hauptberuflich Arzt ist.

Auf Aufbruchstimmung, was die Mitgliederzahlen anbetrifft, setzen die Oberstdorfer mit Blick auf die Nordische Ski-WM 2021, die dritte nach 1987 und 2005. Damals gab es einen kleinen Boom, waren die Trainingsgruppen proppevoll. „Eine WM gibt uns aber auch infrastrukturell vielleicht die Möglichkeit, an der einen oder anderen Stelle nachzubessern“, hofft Kuiper aus Sicht des Sportinternats. Idealerweise wäre das in Form einer modernen Sporthalle, einer Art Sportzentrum, mit entsprechendem Fitnessbereich für die vielen Athleten, die in Oberstdorf trainieren. „Und dem Internat stünde eine Modernisierung auch gut zu Gesicht“, fügt er hinzu. Klappt das, wird der rund 2100 Mitglieder starke SC Oberstdorf auch weiterhin für Furore sorgen – in vielen Jahrgangsstufen, Disziplinen und Ergebnislisten. Der Blick hinter die Kulissen hat diverse Erkenntnisse darüber geliefert, warum das alles so ist. Der entscheidende Hinweis kommt aber schließlich im dunklen Skisprung- Stadion. Und zwar von Ralf Schmid. „Das Besondere hier ist der Zusammenhalt innerhalb der Marktgemeinde zwischen Sport, Tradition und dem Engagement jedes Einzelnen im Skiclub.“ Na bitte – damit ist
das Erfolgsgeheimnis wenigstens ein bisschen gelüftet.

Allgäuer Anzeigeblatt, 23.12.2017

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