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am 04.01.2018

Nach dem Sturm wird gemeinsam aufgebaut

Pistenraupe

Helfer im Langlaufstadion packen seit den frühen Morgenstunden an

Sturmtief „Burghild“ ist weitergezogen und die Helfer im Langlaufstadion sind seit den frühen Morgenstunden eifrig dabei, die neue Wettkampfstrecke zu präparieren. Nachdem der Wintersturm die Tour de Ski in Oberstdorf gestern voll erwischt und die Veranstalter zum Abbruch des Sprintrennens gezwungen hatte, blickt man am Tag danach schon wieder zuversichtlich in das Stadionrund. Zum Nachsinnen über die Ereignisse gestern bleibt keine Zeit und all die Freiwilligen sind konzentriert auf ihren Posten. Der Sportliche Leiter für Skilanglauf im Deutschen Skiverband, Andreas Schlütter, betrachtet das emsige Treiben. „Kaum zu glauben, mit welchem Optimismus hier geschafft wird, nach dem, was gestern abgelaufen ist“, meint er bewundernd. Banden werden neu aufgestellt, die Pistenraupen ziehen frische Spuren und im Start/Zielbereich wird umgebaut. Um 10.15 Uhr wird wie geplant der Massenstart der Frauen über 10 km Freistil erfolgen. Um 11.15 Uhr folgen die Männerrennen über 15 km. Allerdings musste aufgrund der Sturmschäden am Burgstall die Strecke verkürzt werden. Die Sportler kommen stattdessen mehrmals durchs Stadion.

am 03.01.2018

Massenstart-Rennen am Donnerstag kann stattfinden

DBE8809

Entscheidung fiel am frühen Mittwochabend: Tour de Ski wird trotz der Sturmschäden in Oberstdorf fortgesetzt

Nach langen Beratungen und Besichtigungen haben Internationaler und Deutscher Skiverband sowie das Organisationskomitee in Oberstdorf am frühen Mittwochabend entschieden, die Tour de Ski am Donnerstag, 4. Januar, wie geplant mit der fünften Etappe in Oberstdorf fortzusetzen.

Wegen der starken Sturmschäden vom Mittwoch wird allerdings auf einer verkürzten Strecke gelaufen. Die Frauen laufen ab 10.15 Uhr auf der etwa 1,8 Kilometer langen Strecke vier, die Männer ab 11.15 Uhr sechs Runden in freier Technik.
Für die Organisatoren in Oberstdorf bedeutet diese Entscheidung einen Kraftakt. Zahlreiche freiwillige Helfer werden in einer Nachtschicht die Sturmschäden beseitigen und Absperrungen und Werbebanner auf einer neuen Strecke aufbauen.
Wegen Sturmtief Burglind mussten die Sprint-Wettbewerbe am Mittwoch nach dem Frauen-Prolog abgesagt werden.

Der Veranstalter macht darauf aufmerksam, dass die Tickets von Mittwoch auch am Donnerstag gültig sind.

am 03.01.2018

Stimmen zur Absage in Oberstdorf

Hanna Kolb

Nach der Absage des Sprint-Wettbewerbs nahmen Betreuer und Athleten zur Jury-Entscheidung Stellung

Andreas Schlütter, Sportlicher Leiter:
„Ich kann mich nur an ein Rennen in Düsseldorf vor etlichen Jahren erinnern. Da kam auch eine Böe vom Rhein reingezogen und man musste das Rennen absagen. Es war einfach zu gefährlich. So wie heute hier auch. Die Entscheidung der Jury war definitiv richtig. Es ist sehr schade für die Sprinterinnen, gerade der dritte Platz von Sandra Ringwald nach dem Prolog. Ich denke, die Tour geht ganz normal weiter – ohne das heutige Ergebnis. Nichtsdestotrotz wollen wir beim DOSB beantragen, dass Hanna Kolb mit ihrem zwölften Platz heute die Olympia-Norm erfüllt hat.“
 
Torstein Drivenes, Damen-Cheftrainer DSV:
„Ja, die Entscheidung, die Rennen abzubrechen war richtig. Da hinten sind Bäume auf die Strecke gefallen, das ist lebensgefährlich. Ich habe so etwas in meinem Leben noch nicht gesehen. Das war Wahnsinn. Und für unser Team ist das noch dazu absolut bitter und schwer zu akzeptieren, dass auch dieser Frauen-Prolog nicht zählen soll. Wir sind in einer guten Form. Die Steffi Böhler hat erstmals einen Prolog überstanden, eine Sandra Ringwald hatte die Chance, heute ihr erstes Podium zu holen. Das ist echt bitter.“
 
Hanna Kolb:
„Normal geht Langlauf immer. Aber jetzt wird es glaub ich echt gefährlich. Ich hab keine banden rumfliegen sehen, aber gehört, dass Bäume umgeknickt sind. Ich hatte noch Glück im Prolog, nach dem Start ging es mal richtig zur Sache, aber in meinen drei Minuten war es schon einigermaßen okay. Es war nass, aber nicht gar so schlimm.
Bin gespannt, ob das Prolog-Ergebnis wirklich gar nicht zählt. Unsere Trainer haben gesagt, dass sie bei der Jury darum kämpfen wollen, weil es wohl eine FIS-Regel gibt, wonach so ein Ergebnis auch zählen kann.  Für mich wäre das natürlich genial, weil  ich dann die Olympia-Quali in der Tasche hätte und Sandra auf dem Podium wäre. Jetzt mal abwarten. Ich habe so einen Wettkampf jedenfalls noch nie miterlebt, wo der Wind den Wettkampf so beeinflusst. Ich weiß nur, dass hier in Oberstdorf beim Orkan  Kyrill auch mal eine deutsche Meisterschaft abgesagt wurde.“  (Anm. das war im Januar 2007)
 
Nicole Fessel:
„Das war ganz schön krass heute, Regen haben wir schon immer gehabt, aber so mit dem Wind noch nicht. Es war schon schwierig. Ich habe gedacht, von den Bedingungen vom Schnee her, haben sie es so richtig gut hingekriegt. Aber ich habe im zweiten Anstieg eine Böe erwischt und bin danach mehr rückwärts gelaufen als vorwärts. Die Entscheidung, abzusagen war richtig. Durch die Bedingungen sind doch viele Sprinterinnen hinten im Klassement gewesen.“
 
 
Sebastian Eisenlauer:
„Ich bin sehr enttäuscht, wäre gern gelaufen, weil die Strecke mir liegt und ich hier meine besten Ergebnisse gemacht habe. Ich habe mich richtig drauf gefreut und es stehen ja nicht mehr massenhaft Chancen an, sich für Olympia zu empfehlen. Das tut ganz schön weh. Dass die Absage richtig war, darüber muss man nicht lange nachdenken, wenn man gesehen hat, was da abgegangen ist. Da wurden Bäume entwurzelt und es hätte passieren können, dass Athleten, Zuschauer oder Helfer hätten verletzt werden können. Da muss man an die Sicherheit denken, auch wenn es megabitter ist.“
 
Dr. Peter Kruijer, Vorsitzender Skiclub Oberstdorf:
„Es war eine verantwortungsvolle Entscheidung der Jury. Letztlich war es schon sehr gefährlich, da muss man unsere Helfer und natürlich auch die Läufer schützen, keine Frage. Wie es morgen weitergeht, wissen wir noch nicht. Wir schauen uns die Wetterprognosen jetzt natürlich ganz genau an.“

am 03.01.2018

Tickets bleiben gültig

DBE8788

Nach der Absage des Sprint-Wettbewerbs behalten Tickets, die für Mittwoch, 03. Januar erworben wurden, am Donnerstag, 04. Januar, ihre Gültigkeit.

am 03.01.2018

Absage der Wettkämpfe am Mittwoch, 03. Januar

Wintersturm Oberstdorf

Aufgrund des Wintersturms, der über dem Langlaufstadion im Ried tobte, wurden für den heutigen Tag die Wettkämpfe abgesagt. Die Resultate der Qualifikation wurden nicht gewertet. Zum Zeitpunkt des Abbruchs befanden sich 900 Zuschauer an der Loipe.

am 03.01.2018

Vorläuferinnen testen die Rennstrecke

Vorläuferin

Nachwuchsathletinnen legen den Vorbildern die Spur

Aufgeregtes Geplapper vor dem DSV-Container. Da werden gerade die Vorläuferinnen für den Testlauf zum Sprint-Wettbewerb, der 3. Etappe der Tour de Ski, ausgerüstet. Der Regen bremst die Vorfreude der jungen Mädchen auf ihren großen Auftritt nicht. Sie sollen die Spur legen für die großen Vorbilder, die um 12.20 Uhr in der Qualifikation zum Klassik-Sprint an den Start gehen. Nach dem Testlauf werden die Daumen gedrückt für die neun deutschen Langläuferinnen. Auf die Anfeuerung des Publikum zählt vor allem Hannah Kolb vom TSV Buchenberg. Denn während Nicole Fessel (Skiclub Oberstdorf) die Qualifikation für die Olympischen Spiele bereits in der Tasche hat, fehlt Hannah Kolb noch ein zweites Ergebnis unter den Top 15, um die Reise nach Südkorea antreten zu dürfen. Und für den Sprintwettbewerb ist die 26-Jährige neben Sandra Ringwald alle Male ein heißes Eisen im Feuer des DSV. Laura Gimmler als Weltcup-Neuling hofft dagegen, zunächst einmal das Prologrennen zu überstehen und ins Achtelfinale zu kommen. „Alles andere ist Zugabe“, sagte die Oberstdorferin im Vorfeld der Tour de Ski.

am 02.01.2018

Allgäuer macht Schweizern schnelle Bretter

Stefan Keller2

Stefan Keller aus Fischen arbeitet die zweite Saison als Techniker im Nachbarland

Am Tag zuvor haben die Techniker in Lenzerheide zusammengepackt und sich aufgemacht nach Oberstdorf zu den nächsten zwei Etappen der Tour de Ski. Die Silvesterparty ist für sie wie in den Jahren zuvor ausgefallen. „Um halb zwölf war ich im Bett“, verrät Stefan Keller. Im Wachstruck der Schweizer hat sich der Fischinger bereits wieder eingerichtet, um die Ski für seine Athleten zu präparieren. Die Tour-de-Ski-Etappen in Oberstdorf sind für den 29-Jährigen sozusagen Heimspiel, denn zu Hause ist er ein paar Kilometer weiter nördlich in Fischen-Berg.

Im Winter tingelt der Fischinger mit den Langläufern durch die Weltgeschichte. Seit der Saison 2009/10 ist er dabei, zunächst für den Deutschen Skiverband und nun im zweiten Jahr für das Swiss-Team. Neben Wachs und Bürsten, Bügeleisen und Abzieher bringt der ehemalige deutsche C-Kader-Athlet abseits der materiellen Ausrüstung jede Menge Erfahrungen mit. „Gespür für den Schnee solltest du haben und natürlich die Leidenschaft für diesen Sport“, beschreibt Keller die Fähigkeiten, die er als Techniker für seine Sportler beisteuern kann. Seit der letzten Saison arbeitet das einstige deutsche Skitalent in Diensten der Schweizer Langläufer. Zuvor war der 29-Jährige sechs Jahre lang im Technik-Lager des Deutschen Skiverbandes tätig.
Sehr viele eigene Erfahrungen bringt der Allgäuer in die Arbeit ein. Seit er laufen kann, läuft er auch auf zwei Brettern. Vater Franz, langjähriger nordischer Sportwart m Skiclub Fischen, hat ihm und seinen zwei Brüdern ganz früh die Begeisterung für diesen Sport vermittelt. Bis zum C-Kader hat er es gebracht, wurde mehrfach Deutscher Jugendmeister. „So genau weiß ich das nicht mehr“, meint er lapidar. Seine größten Erfolge feierte Keller, der für das Zoll-Skiteam unterwegs war, im Sprint.

Inzwischen also hat er die Seiten gewechselt, betreut intensiv die Schweizer Athletin Laurien van der Graaf (30) und Toni Livers (34). Wenn er aus dem Fenster seines Wachstrucks schaut, beobachtet er den nassen Schnee. „ Und morgen wird es regnen“, glaubt er. Das macht die Sache für ihn einfacher als wenn Schnee angekündigt wäre. „Da kann man eigentlich nichts falsch machen“, meint er. Mit Humor beschreibt er eine weitere Erfahrung seiner Jahre als Wachsexperte: „Wenn der Ski langsam ist, ist der Techniker schuld, wenn das Material schnell ist, ist der Athlet gut“.

am 02.01.2018

DSV schickt 19 Athleten in die Heimrennen

Hanna Kolb

Insgesamt starten 134 Langläufer aus 19 Nationen bei den Tour-de-Ski-Etappen in Oberstdorf

Nach den erfolgreichen Rennen um die Jahreswende im schweizerischen Lenzerheide starten die Langläuferinnen und Langläufer des Deutschen Skiverbandes zuversichtlich in die Heimrennen in Oberstdorf. Bis auf die erkrankte Julia Belger vom WSC Erzgebirge Oberwiesenthal starten alle für die Tour de Ski nominierten DSV-Athletinnen und Athleten. Insgesamt haben 134 Athleten aus 19 Nationen für die Sprintwettbewerbe (klassisch) am Mittwoch ab 12.20 Uhr und das Distanzrennen (10/15 km klassisch) am Donnerstag ab 10.15 Uhr gemeldet.

Stimmen zum Heimweltcup:

Andreas Schlütter, Sportlicher Leiter Langlauf im Deutschen Skiverband:
„Ich erwarte, dass unsere Athleten da weitermachen, wo sie in Lenzerheide aufgehört haben.
Bei den Damen haben wir gewusst, dass wir schlagkräftig sind. Da sind wir zu Saisonanfang sicherlich unter Wert weggegangen. Deshalb muss es hier heißen, an die Leistungen von Lenzerheide anzuknüpfen und Top-Ten-Platzierungen zu machen. Wir haben im Sprint mit Sandra Ringwald und Hanna Kolb zwei heiße Eisen im Feuer. Auch in den Distanzrennen am Donnerstag sind mit Sandra Ringwald, Nicole Fessel und Steffi Böhler drei Mädels im Rennen. Katharina Hennig und Victoria Carl wurden durch ihre Stürze in Lenzerheide unter Wert geschlagen.
Da sind wir also schon in der Lage, Top-Ten-Plätze abzuliefern.

Bei den Männern ist die Situation schon ganz anders. Schon damals, als ich das Zepter übernommen habe, habe ich gesagt, dass wir ein paar Jahre brauchen. Das zeigt sich auch jetzt. Der elfte Platz von Thomas Bing und seine Olympia-Nominierung zeigt, zu was die Herren eigentlich in der Lage sind. Wir brauchen sicher noch ein bisschen Zeit. Wenn es uns hier in Oberstdorf gelingt, noch mit zwei, drei Athleten in die Top 15 zu laufen, um den ersten Grundstein für die Olympia-Nominierung zu legen, dann wäre ich definitiv zufrieden.

Für Sebi Eisenlauer hoffe ich, dass er endlich mal den Prolog übersteht. Dann ist bei ihm alles möglich. Er hat sehr gute Erinnerungen an den Sprint vor zwei Jahren, damals wurde er Sechster, und warum soll er das hier nicht wiederholen?“

Nicole Fessel (SC Oberstdorf): „Ich freue mich wahnsinnig auf die Rennen in Oberstdorf. Auch wenn ich hoffe, dass das Wetter vielleicht doch ein bisschen besser wird als sie es vorhergesagt haben. Ich war ja auch um die Weihnachtszeit viel zuhause beim Trainieren und habe hier meine schnellen Einheiten gemacht. Ich hatte da schon ein gutes Gefühl. Die Strecke liegt mir, sie gefällt mir und es ist schon was Schönes, wenn die Leute dich kennen und du die Leute kennst. Schön, dass man die Möglichkeit hat, daheim ein bisschen etwas zurückzugeben. Der Heimvorteil sollte schon ein bisschen was bringen. Ich kenne hier jeden Meter, fühle mich hier sehr wohl, habe hier ja auch schon sehr gute Rennen gehabt und weiß schon, wo der Wettkampf entschieden wird und wo man sich besser ein paar Körner spart.“

Hanna Kolb (TSV Buchenberg): „Echt cool, dass es in der Lenzerheide so geklappt hat, wie ich mir das vorgestellt habe. Auch das Ergebnis im Distanzrennen war das beste seit langem. Deshalb freue ich mich jetzt umso mehr auf mein Heimrennen in Oberstdorf. Ich bin sehr zuversichtlich, dass ich den Klassiksprint jetzt besser hinkriege als den in Lillehammer. Früher war ich extrem aufgeregt, wenn ich gewusst habe, wie viele Bekannte mir zuschauen wollen, aber mittlerweile überwiegt die Vorfreude. Es ist einfach toll, wenn einen so viele Leute anfeuern. Dass die schlechten Wetterprognosen angeht: alles, was das Material angeht, überlassen wir alles unseren Technikern. Uns beschäftigt eher, dass Oberstdorf mittlerweile im Weltcup den Ruf des Schlechtwetterlochs abbekommt (lacht). Im Sprint sind Regen und Schnee natürlich auch nicht gerade so förderlich, weil man ja immer wieder Läufe hat und sich trocken halten sollte. Aber vielleicht haben wir ja auch etwas Glück und das Wetter beruhigt sich noch.“

Laura Gimmler (SC Oberstdorf): „Ich freue mich ganz riesig auf die Heimrennen. Als Weltcup-Neuling bin ich vor jedem Wettkampf nervös, aber jetzt noch extremer. Es wäre natürlich super, wenn ich beim Sprint den Prolog überstehen und ins Achtelfinale kommen würde. Den Rest lass ich auf mich zukommen.“

Das DSV-Aufgebot im Überblick:
DAMEN:
- Stefanie Böhler (SC Ibach)
- Victoria Carl (SC Motor Zella-Mehlis)
- Nicole Fessel (SC 1906 Oberstdorf)
- Pia Fink (SV Bremelau)
- Laura Gimmler (SC 1906 Oberstdorf)
- Katharina Hennig (WSC Erzg.Oberwiesenthal)
- Hanna Kolb (TSV Buchenberg)
- Sandra Ringwald (Skiteam Schonach-Rohrhardberg)
- Elisabeth Schicho (SC Schliersee)

HERREN:
- Thomas Bing (Rhöner WSV)
- Lucas Bögl (SC Gaißach)
- Janosch Brugger (WSG Schluchsee)
- Jonas Dobler (SC Traunstein e.V.)
- Sebastian Eisenlauer (SC 1909 Sonthofen)
- Andreas Katz (SV Baiersbronn)
- Andy Kühne (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal)
- Valentin Mättig (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal)
- Florian Notz (TSV/SZ Böhringen Römerstein)
- Thomas Wick (SC Motor Zella-Mehlis)

am 31.12.2017

Nicole Fessel hat ihr Ticket für Olympia sicher

Nicole Fessel Verfolgung

Oberstdorferin darf sich nach Rang sechs in Lenzerheide auf Pyeongchang freuen

Nicole Fessel vom Skiclub Oberstdorf hat am Silvester-Nachmittag in Lenzerheide in der Schweiz für einen positiven Jahresabschluss gesorgt. Die 34-jährige Blaichacherin erreichte bei der zweiten Etappe der Tour de Ski im 10-Kilometer-Lauf über die klassische Distanz einen hervorragenden sechsten Platz und schaffte damit die Qualifikationsnorm für die Olympischen Winterspiele im Februar 2018 im südkoreanischen Pyeongchang.
Nachdem Fessel zu Beginn der Saison immer wieder gesundheitlich angeschlagen war, strahlte die Allgäuerin im Ziel von Lenzerheide überglücklich: „Ich bin erstmal wahnsinnig froh, so einen Superwettkampf gezeigt zu haben. Es war extrem schwierig zu laufen“, sagte Fessel im ZDF. Dass sie die Norm für ihren vierten Olympischen Spiele nun fix in der Tasche hat, mache sie „sehr glücklich“. Auf die Frage, wieweit die Deutschen derzeit von der Weltspitze entfernt seien, sagte Fessel: „Wir haben doch gesehen, dass wir voll dabei sind. Gestern beim Sprint mit drei Mädels im Halbfinale und heute mit meinem sechsten Platz.“ Nun hätten sie und ihre Teamkolleginnen das großes Ziel im Februar vor Augen. 2014 im russischen Sotschi hat Fessel mit der Bronzemedaille mit der deutschen Staffel ihr bislang größten Erfolg gefeiert.

Auch DSV-Trainer Torsten Drivenes lobte Fessel: „Nicole hatte große gesundheitliche Probleme im Herbst. Seitdem hat sie sich jeden Tag einen Schritt nach vorn gearbeitet. Ich bin sehr zufrieden mit ihr. In wenigen Tagen, am Mittwoch und Donnerstag, 3. und 4. Januar, gastiert Fessel und die gesamte Weltelite bei der dritten und vierten Etappe der Tour de Ski in Oberstdorf.

Weitere Platzierungen: 25. Sandra Ringwald (Sonthofen), 36. Hanna Kolb (Buchenberg), 55. Laura Gimmler (Oberstdorf).

am 30.12.2017

Allgäuer Langläuferinnen überraschen bei Auftakt der Tour de Ski

Nicole Fessel

Hanna Kolb schafft in Lenzerheide halbe Olympia-Norm, Sandra Ringwald wird als beste Deutsche Sechste.

Hanna Kolb vom TSV Buchenberg hat beim Auftakt der Tour de Ski in Lenzerheide in der Schweiz mit beherzten Freistil-Sprints die halbe Olympia-Norm geschafft. Die 26-jährige Allgäuerin hatte ihr Viertelfinale sogar gewonnen und dabei so arrivierte Läuferinnen wie Heidi Wenig (Norwegen) oder Selina Gasparin (Schweiz) besiegt. Im Halbfinale musste sich Kolb aber ihrer Trainingspartnerin Sandra Ringwald, die in Sonthofen wohnt, als Fünfte geschlagen geben und landete im Schlussklassement auf Rang zehn. «Das war mein bester Wettkampf seit langem», sagte Kolb der Deutschen Presse-Agentur. Die Schwarzwälderin Ringwald verließ im Finale allerdings das Glück. «Da ging so etwa alles schief, was schiefgehen kann. Ich war viel zu hektisch, musste einmal durch den Tiefschnee, dann hat es mich aus der Kurve getragen, so dass ich nicht mehr wusste, welche Spur ich nehmen soll und schließlich bin ich noch über meinen eigenen Skistock gestürzt», fasste sie den Lauf zusammen. Rang sechs bedeutete dennnoch das beste Saisonergebnis im deutschen Langlauf-Lager. Dieses komplettierte Victoria Carl als Zwölfte - drei DSV-Läuferinnen im Halbfinale, das hatte es seit 2010 im Weltcup nicht mehr gegeben.

Enttäuschend war das Abschneiden der restlichen Allgäuer: Sebastian Eisenlauer (SC Sonthofen) scheiterte als 52. ebenso bereits an der Qualifikation wie die beiden Oberstdorferinnen Laura Gimmler und Nicole Fessel auf den Plätzen 37 und 53. Sie hoffen jetzt auf die Distanzrennen in Lenzerheide und das Heimspiel nächste Woche (3./4. Januar) in Oberstdorf.

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