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am 20.02.2018 von Fidel Joas

Deutsche Jugendmeisterschaften und 6. DSV Jugendcup/Deutschlandpokal Langlauf

GEIGER Langlauf Cup 2017/18 Oberstaufen

Nach den besten Athleten und Athletinnen der Welt sind jetzt die besten Nachwuchstalente aus Deutschland im Langlauf am Start. Bekannte Sportler und Nachwuchstalente zeigen bei den Deutschen Jugendmeisterschaften sowie dem 6. Deutschlandpokal vom 23.-25.02.2017 ihr Können auf den WM-Strecken im Ried

Während sich alle Augen auf die Olympischen Winterspiele in Südkorea richten, geht das sportliche Leben auch hier im Allgäu weiter. Hochklassig! Wenn in Oberstdorf die deutschen Jugend-Langlaufmeisterschaften stattfinden, werden die besten Langläuferinnen und Langläufer, national und international, an den Start gehen. So lassen es sich z.B. die Olympiastarterinnen Hanna Kolb und Elisabeth Schicho sowie die Weltcup erfahrene Laura Gimmler vom SC Oberstdorf nicht nehmen bei den damen an den Start zu gehen. Bei den Herren wird sich u.a.. Junioren-Weltmeister Jonosch Brugger mit der männlichen Konkurrenz messen. Nach der Tour de Ski das nächste hochklassige Langlaufevent in der Region. Gelaufen wird auf der 2,5 km Weltcup-Strecke im Langlaufstadion Ried/Oberstdorf.

Nicht ganz einfach erscheint die Leseart dieser Rennen, die von 23. bis 25. Februar im Langlaufstadion Ried in Oberstdorf stattfinden, in den Ergebnislisten. Neben den für die Zuschauer offensichtlichen Siegern bei den Damen und Herren finden Wertungen in den Klassen U16, U18 und U20, männlich wie weiblich, statt, die auch Auswirkungen auf die Einstufungen in die verschiedenen Kader zur Folge haben können. Auch zählen diese Rennen zum Deutschlandpokal, der nationalen Nachwuchswettkampfserie des Deutschen Skiverbands. Bleibt nur zu hoffen, dass dieses Mal der Wettergott ein Einsehen hat und die Voraussetzungen besser sind als bei der Tour de Ski.

Zeitplan:

Freitag, 23.Februar
Start 9:00 Uhr: Sprint: 1,2 km, Klassische Technik für alle Altersklassen (U16, U18, Junioren/Senioren)

Samstag, 24 Februar
Start 9:30 Uhr: Klassische Technik, Einzelstart, 7,5-15 km, je nach Klasse

Sonntag, 25 Februar
Start 9:00 Uhr: Skating Technik, Massenstart, 7,5-15 km, je nach Klasse

am 06.02.2018

Jetzt schon Starter-Paket sichern!

Schnupperkurse Nordic Day 2014

Der Nordic Day am 18. Februar bietet Sport und Spaß für die ganze Familie

Am Sonntag, 18. Februar, findet von 11.00 bis 15.00 Uhr im Langlaufstadion Oberstdorf/Ried der Nordic Day statt. Auch heuer wird wieder das attraktive Starter-Paket angeboten. Das Starterpaket gibt es ab sofort bei Sport Altenried in Immenstadt. Neben einer hochwertigen Mütze von Salomon sind außerdem mit im Starterpaket: ein Sitzkissen der Sparkasse, zwei Flaschen Allgäuer Alpenwasser und eine Wachsprobe von Holmenkol. Abgerundet wird das Starterpaket von einem Wonnemar-Gutschein – für das Relaxen danach. Das Starterpaket ist bei Sport Altenried in Immenstadt für 10,00 Euro erhältlich (regulärer Wert ca. 35,00 Euro). Die kompletten Einnahmen kommen PROSPORT, der Nachwuchsförderung im Allgäu und Kleinwalsertal
zugute.

am 01.02.2018

Mit den besten Wünschen nach Korea

Verabschiedung der Olympiateilnehmer 2018

Ein Großteil der Allgäuer Olympia-Teilnehmer macht sich in den nächsten Tagen auf den Weg nach Pyeongchang. Bei der Verabschiedung in Oberstdorf schlüpft der dritte Bürgermeister sogar in die Schornsteinfeger-Kluft

Die Tage vor Olympia sind für Sportler, Trainer und Betreuer Tage der Anspannung. Nichts, aber auch gar nichts soll einen Athleten so kurz vor dem Saison- oder gar Karriere-Höhepunkt aus der Bahn werfen, die Gesundheit rauben oder die Top-Form schmälern. Auch Peter Leiner, der Assistent von Frauen-Skisprung-Bundestrainer Andreas Bauer, verspürte bei der Verabschiedung der Allgäuer Olympia-Teilnehmer im Oberstdorf Haus am Dienstagabend plötzlich so ein ungutes Gefühl. Dass sein Schützling Katharina Althaus, die als erste von insgesamt 26 angekündigten Athleten für ein Kurzinterview auf die Bühne gebeten wurde, jetzt über eine Stunde da oben stehen soll, um anschließend für ein Gemeinschaftsfoto zu posieren, gefiel dem 52-jährigen Stützpunkttrainer gar nicht. Er zögerte zunächst noch, ob er Bürgermeister Laurent Mies und den zu Moderatoren umfunktionierten Führungskräften Hans-Peter Jokschat (Sportstätten Oberstdorf), Dr. Peter Kruijer (Vorsitzender Skiclub) und Harald Löffler (Vorsitzender Eissportclub) in die Parade fahren dürfte. Nach zehn Minuten aber nahm Leiner all seinen Mut zusammen, bat Mies um Verständnis und befreite die Sportler so aus ihrer vorolympischen Bühnenstarre. „Wir trainieren die ganze Woche Spritzigkeit und Schnellkraft“, begründete Leiner hinterher sein Einschreiten und schob nach: „Über eine Stunde Rumstehen ist da der Tod.“

Dabei gab es eine ganze Reihe von Sportler, die froh gewesen wären, sie hätten überhaupt die Bühne betreten können. Weil sie aber wegen eines grippalen Infekts flachliegen, konnten beispielsweise die Langläuferinnen Nicole Fessel, Hanna Kolb und Sandra Ringwald erst gar nicht an der Verabschiedung teilnehmen. Andere hatten Einsätze bei Junioren-Weltmeisterschaften oder Sondertrainings weit außerhalb des Allgäus.
Laurent Mies freute sich dennoch über die Rekordzahl an Allgäuer Olympia-Teilnehmern. Allein durch ihre Qualifikation hätten schon einen riesigen persönlichen Erfolg für sich verbucht. Zum Erfolg beigetragen hätten, so Mies, aber ganz bestimmt auch die guten Trainingsbedingungen, die die Sportler in Oberstdorf vorfänden.

Die Athleten hielten sich in ihren Kurzinterviews übrigens ziemlich bedeckt, was ihre Zielsetzung für Olympia angeht. Fast unisono sagten sie Sätze wie: „Schön wäre es, am Tag X meine beste Leistung abzurufen.“ „Druck mache ich mir keinen. Wenn eine Medaille rausspringt, ist’s gut, wenn nicht, auch kein Beinbruch.“ Dabeisein sei schließlich alles. Wie Eiskunstläuferin Aljona Savchenko bedankte sich auch der Neu-Oberstdorfer Richard Freitag explizit für die Verabschiedung: „Vielen Dank für die Einladung. Ich war ein bisschen überrascht, dass die Integration so schnell gegangen ist“, meinte der Skispringer aus Sachsen augenzwinkernd. Als Glücksbringer überreichte Oberstdorfs dritter Bürgermeister Gerhard Schmid in seiner Kaminkehrer-Kluft jedem Athleten einen großen Glückskeks aus Oberstdorf.

Weil der aber so süß und gehaltvoll sei, riet Jokschat dazu, ihn erst nach den Wettkämpfen anzuknabbern. Dieser Satz hätte in den Tagen vor Olympia auch von einem besorgten Trainer kommen können.

Text: Thomas Weiss, Allgäuer Anzeigeblatt, 01.02.2018
Foto: Elke Wiartalla

am 24.01.2018

Tolle Quoten für Oberstdorf im Fernsehen

Zuschauermassen

OK-Chef Florian Stern blickt auf Skiflug-WM zurück

Mit der offiziellen Schlusszeremonie ist die Skiflug-WM in Oberstdorf zu Ende gegangen. Für Florian Stern (43) war es die erste Weltmeisterschaft als Generalsekretär und Chef des Organisationskomitees. Im AZ-Interview zieht er Bilanz.

Vierschanzentournee, Tour de Ski und zuletzt die Skiflug-WM: Ihre ersten drei Großveranstaltungen als Chef des Organisationskomitees sind vorbei.
Wie fällt Ihr Fazit aus?

Florian Stern: Der Aufwand war groß. Speziell auf die Skiflug-WM bezogen, hatten wir schon im Vorfeld Schwierigkeiten aufgrund des Regens und Sturms. Das hat sich letztlich bis ins Wochenende fortgesetzt. Es waren aber tolle WM-Tage. Wir hatten über 60 000 Zuschauer, Wettkämpfe auf hohem Niveau und tolle Fernsehbilder. Übrigens haben das Einzel am Samstag knapp fünf Millionen und den Team- Wettbewerb am Sonntag im Programm der ARD sogar fast sechs Millionen Menschen gesehen.

Wie haben Sie die vergangenen Wochen denn persönlich erlebt?

Stern: Solche Großveranstaltungen sind Herausforderungen für das ganze Team. Da zähle ich bewusst auch unsere ehrenamtlichen Helfer dazu. Wir sind natürlich froh, dass wir Weltcups und Weltmeisterschaften bei uns ausrichten dürfen. Sie müssten aber nicht unbedingt alle innerhalb von drei Wochen stattfinden (lacht).

Bleibt bis zum nächsten Weltcup, dem Skispringen der Frauen in der Audi Arena Ende März, überhaupt Zeit, ein bisschen Luft zu holen?

Stern: Es geht nahtlos weiter. Die nächsten Tage sind wir noch mit Abbauarbeiten und der Abwicklung der WM beschäftigt. Außerdem sind die Schanzen in der Audi Arena wichtiger Trainingsstützpunkt. Dazu kommt der tägliche touristische Betrieb in der Arena.

Wann wird denn an der Heini-Klopfer-Schanze wieder geflogen?

Stern: Es gibt im provisorischen Fis-Kalender einen Termin im Februar 2019. Der ist aber noch unbestätigt. Wir würden uns sehr darüber freuen.

Interview: Allgäuer Anzeigeblatt/Stephan Schöttl 23.01.2018

am 15.01.2018

Geiger kocht Rydzek auf der Zielgeraden ab

Vinzenz Geiger

20-Jähriger schafft mit Frenzel ersten Sieg in Kombi-Weltcup

Der Oberstdorfer Vinzenz Geiger sorgte beim Weltcup der Nordischen Kombinierer im italienischen Fleimstal für eine faustdicke Überraschung. Der 20-Jährige führte das zweite deutsche Team mit dem Oberwiesenthaler Eric Frenzel zum Sieg im Teamsprint gegen das favorisierte Duo Deutschland I mit Fabian Rießle und dem amtierenden vierfachen Weltmeister Johannes Rydzek. Geiger sorgte mit einem 131-Meter-Satz schon beim Springen dafür, dass sein Team mit einem 15-Sekunden-Vorsprung in die Loipe ging. Dort ließ er sich von seinem Vereinskameraden Rydzek lange ziehen, ehe er ihn auf der Zielgeraden überholte. Nach seinem Junioren-WM-Titel letzten Winter ist der erste Weltcup-Sieg der bislang größte Erfolg von Vinzenz Geiger. Im Einzelbewerb wurde Rydzek Vierter, Geiger Achter.

Text: Allgäuer Anzeigeblatt/15.01.2018

am 09.01.2018

Oberstdorf freut sich auf eine grandiose Flugshow

Vor-WM Skifliegen 2017

Das Fliegen zählt zu den ältesten Träumen der Menschheit! Mit den FIS Skisprung Weltmeisterschaften vom 18. bis 21. Januar 2018 wollen wir den „Traum vom Fliegen“ bei Teilnehmern und Gästen wahr werden lassen.

Das Fliegen zählt zu den ältesten Träumen der Menschheit! Mit den FIS Skisprung Weltmeisterschaften vom 18. bis 21. Januar 2018 wollen wir den „Traum vom Fliegen“ bei Teilnehmern und Gästen wahr werden lassen. Dort wo Wintersportler und Bergfreunde zu Hause sind, ist im Winter 2018 die Skiflug-Weltmeisterschaft zu Gast, um ihre „Könige der Lüfte“ zu küren.

Alle Besucher dürfen sich bereits jetzt schon auf viel Flair und herzliche und traditionelle Allgäuer Gastfreundschaft freuen, denn die 10.000-Seelen-Gemeinde Oberstdorf ist einer der bedeutendsten Tourismus-Orte in Deutschland. Oberstdorf und Skisport gehören einfach zusammen, denn seit vielen Jahrzehnten ist der südlichste Flecken Deutschlands ein professioneller, innovativer und zuverlässiger Partner für den Wintersport und gehört zu den Top-Veranstalterorten im nordischen Skisport.
Bereits bei fünf Weltmeisterschaften seit 1973 hat sich die Heini-Klopfer-Schanze mit ihrer avantgardistischen Turmkonstruktion bewährt. Nach umfangreichen Umbaumaßnahmen, bietet sie jetzt Sportlern, Funktionären, Medienvertretern und Zuschauern wieder perfekte Bedingungen für spektakuläre Sprünge über die magische 200-Meter-Marke.
In der Heini-Klopfer-Arena können bis zu 25.000 Besucher mit den „Königen der Lüfte“ mitfiebern. Die Atmosphäre und die Geräuschkulisse erzeugen sowohl bei den Athleten als auch bei Zuschauern immer wieder ein „Gänsehaut-Feeling“ und im Stadion mit seinen neuen Zuschauerterrassen wird es bei jedem Sprung einen brodelnden Hexenkessel geben.

Die Oberstdorfs Gastfreundschaft und sein gemütliches Ambiente werden ihren Beitrag leisten, dass sich alle WM-Teilnehmer rundum wohl fühlen werden.

Zeitplan:

Donnerstag, 18.01.2018: Qualifikation
12.00 Uhr Stadioneinlass
13.30 Uhr Offizielles Training
16.00 Uhr Qualifikation
19.30 Uhr Eröffnung FIS Skiflug-WM im Nordic Park

Freitag, 19.01.2018: Einzelwettkampf Tag 1
12.00 Uhr Stadioneinlass
15.00 Uhr Probedurchgang
16.00 Uhr 1. Wertungsdurchgang
anschl. 2. Wertungsdurchgang

Samstag, 20.01.2018: Einzelwettkampf Tag 2
12.00 Uhr Stadioneinlass
15.00 Uhr Probedurchgang
16.00 Uhr 3. Wertungsdurchgang
anschl. 4. Wertungsdurchgang
anschl. Siegerpräsentation im Stadion
20.00 Uhr Offizielle Siegerehrung im Nordic Park

Sonntag, 21.01.2018: Teamwettkampf
12.00 Uhr Stadioneinlass
15.00 Uhr Probedurchgang
16.00 Uhr 1. Durchgang Team-Bewerb
anschl. Finale Team-Bewerb
anschl. Offizielle Siegerehrung im Stadion

- Änderungen des Zeitplans vorbehalten -

am 04.01.2018

Stimmen zum Massenstart-Rennen der Männer

Emil Iversen

Reaktionen der Platzierten

Emil Iversen (1. Platz, NOR):
„Es war ein harter Kampf von Start bis zur Ziellinie, ich habe nur versucht im Kopf cool zu bleiben, und im Rennen alles richtig zu machen. Es ist mir heute wirklich gut gelungen, und deswegen bin ich sehr zufrieden mit mir selbst. Da musst du wirklich im Kopf gut bleiben und auf dem eisigen Kurs die Balance sehr gut behalten. Es war quasi vom Start weg wie ein Krieg, ich habe versucht offensiv zu fahren und das Beste im Rennen zu geben, was ich konnte. Am Ende lag ich vorne und wusste, dass ich eine gute Chance habe, das Rennen zu gewinnen.

Die Bedingungen waren erstaunlicherweise sehr gut. Sie haben alle einen sehr guten Job mit der Vorbereitung gemacht, sehr gut. Jetzt steht das nächste Rennen in Val di Fiemme an, ich versuche jetzt etwas zu essen und mich dann heute zu erholen und hoffe, dort um einen weiteren Sieg kämpfen zu können.

Sindre Bjoernestad Skar (2. Platz, NOR):
Es waren schon schwierige Bedingungen und ein hartes Rennen, es waren sehr sehr viele Kämpfe während des Rennens, aber man muss sich einfach auf sich selbst konzentrieren über das ganze Rennen den Weg, um am Ende eine gute Position zu haben. Ich habe immer nur dann die nächste Runde und die nächste Runde gedacht immer versucht, in den Top Ten bleiben. Dieser Plan ist gut aufgegangen.

Francesco de Fabiani (Italien/Platz 3):
„Ich bin sehr glücklich, es war bisher ein sehr schweres Jahr für mich. Ich hatte nur zwei Trainings im Sommer, und im Winter war es dann sehr schwer für mich, meine Ziele zu erreichen. Das ist das erste Podium seit über 15 Monaten für mich glaube ich, deswegen bin ich sehr glücklich.

Es war heute wirklich nicht leicht, auch wegen des Regens, aber der Kurs war gut, der Schnee war hart, es war nicht so schwer zu fahren. Das Feld war sehr eng zusammen und damit war es ein harter Kampf. Ich habe mich in meinem Rennen gut gefühlt, als ich dann aber in der vierten Runde gestürzt bin, dachte ich, oh nein! Ich wollte unbedingt aufs Podium. Also habe ich alles gegeben und attackiert. Und bin in der letzten Runde auf Platz drei vor gelaufen. Das war wirklich ein gutes Rennen für mich.

Ich weiß, dass die Organisatoren wetterbedingt gestern große Probleme hatten. Ich muss sagen, dass sie großartige Arbeit geleistet haben, dass das Rennen heute stattfinden konnte. Ich bin sehr happy mit meinem Ergebnis. Die Saison ist bisher für mich nicht sehr gut gelaufen. Ich war meistens um Platz 15 oder 20, das macht keinen Spaß. Heute auf dem Podium zu sein ist sehr sehr gut."

Martin Johnsrud Sundby (Platz 8; NOR):
„Natürlich kann man immer besser sein, aber in Anbetracht meiner jetzigen Form war es gut. Ich habe heute einige Sekunden gut gemacht und bin in der Gesamtwertung jetzt auf Platz drei.
Mein Hauptziel sind natürlich die Olympischen Spiele, ich nutze diese Tour, zum einen, weil ich sie sehr liebe, zum anderen, um besser in Form zu kommen. Ich wollte auch heute um den Sieg mitkämpfen und habe das auch in der Tourwertung vor. Klar, sieht das von meiner aktuellen Platzierung aus gesehen recht weit entfernt aus, aber wir haben noch zwei weitere Rennen.
Klar war das Wetter heute schwierig und die Bedingungen sehr schwer, auch für diejenigen, die das Rennen ausrichten und organisieren. Man könnte natürlich über vieles diskutieren, dass das Rennen schwer war oder die Chancen für viele verdorben hat, da sie Probleme mit ihren Ski und Stöcken hatten. Aber ich bin glücklich, dass sie sich entschieden haben, das Rennen stattfinden zu lassen.“

am 04.01.2018

Überraschender Ausgang des Männer-Rennens

Siegerehrung Männer

Stürze, Stockbrüche und Skiverluste im Gedrängel, das war ein Wettkampf aus der Raritätensammlung

Ein kurioses Rennen lieferten sich die Männer bei der fünften Etappe der Tour de Ski in Oberstdorf, dem 15-Kilometer-Massenstart-Rennen. Die Überraschung des Massenstart-Rennens gab es beim Zieleinlauf: Im Schlussspurt setzte sich Emil Iversen (NOR) mit hauchdünnem Vorsprung vor seinem Landsmann Sindre Björenstad Skar (Rückstand 0,4 Sekunde) und dem Dritten Francesco de Fabiani aus Italien (+ 0,9 Sekunden) durch, den niemand auf der Rechnung hatte.

Nicht nur der Italiener jubelte über seinen Podestplatz. Auch für zwei deutsche Langläufer ging der Plan auf. So holten sich Lucas Bögl (SC Gaißach) als Elfter und Jonas Dobler (SC Traunstein) als 13. die halbe Olympia-Norm. Thomas Bing (Rhöner WSV), der sich bisher als einziger deutscher Langläufer bereits für die Olympischen Spiele qualifiziert hatte, bestätigte seine ansteigende Form mit einem hervorragenden neunten Platz.

Enttäuschend ging das Rennen für Sebastian Eisenlauer vom Skiclub Sonthofen zu Ende. Der 27-Jährige, der seine Hoffnungen ohnehin eher auf den Sprintwettbewerb gesetzt hatte, verlor alle Chancen auf eine vordere Platzierung, als er durch den Sturz eines Konkurrenten behindert wurde. Am Ende landete er auf dem 58. Platz. Sein Rückstand betrug über eine Minute.

Florian Notz beendete das Rennen als 20. (SZ Römerstein) mit einem Rückstand von 8,1 Sekunden, gefolgt von Valentin Mättig (SC Erzgebirge Oberwiesenthal) auf dem 21. Platz (+ 9,2 sec) und Janosch Brugger (WSG Schluchsee) auf Platz 23 (9,5 sec). Die weiteren deutschen Athleten: Platz 34 Andi Kühne (WSC Erzgebirge Aue; +12,6), Platz 41 Andi Katz (SV Baiersbronn/+16,2) und Platz 49 Thomas Wick (SC Motor Zella-Mehlis/+22,5).

am 04.01.2018

Stimmen zum Massenstart-Rennen der Frauen

Ingvild Flugstad Oestberg

Erste Reaktionen der Athletinnen nach dem Rennen

Ingvild Flugstad Oestberg ( Platz 1, NOR):
„Ja, ich bin auf jeden Fall sehr happy, dass ich heute hier gewonnen habe, es war ein besonderes Rennen unter sehr schwierigen Bedingungen. Wir waren eine große Gruppe über das ganze Rennen hinweg. Wir waren viele Mädchen, die bis zum Schluss um den Sieg gekämpft haben. Heidi und ich hatten ein hartes Duell, leider hatte sie Pech und ist auf den letzten 50 m gestürzt. Es tut mir sehr leid für sie, aber ich musste weiter laufen und ins Ziel kommen. Mit meinen eigenen letzten 100 Metern bin ich sehr zufrieden.

Die Organisatoren haben einen sehr guten Job gemacht, gestern, heute Nacht und heute Morgen. Die Bedingungen waren sehr gut. wenn auch sehr eisig. Es ist sehr schön, dass trotz dieses stürmischen und regnerischen Wetters Fans hier sind, die uns anfeuern.

Maiken Caspersen Falla (Platz 2, NOR):
„Es war ein sehr schwieriger Wettkampf mit sehr schweren Bedingungen. Es war so eisig, dass es schwer war, die Balance zu halten. Man könnte sagen, dass es eher eine einfache Strecke ist, aber gerade beim Anstieg wird man da sehr ausgepowert. So war's auch bei mir. Einige sind dadurch zurückgefallen, aber ich habe mich stark gefühlt.. Ich fühle mich sehr gut und bin sehr glücklich, heute so gut abgeschnitten zu haben. Endlich ein gutes Ergebnis, das ich dringend brauchte.
Für mich ist die Tour heute beendet. Ich habe sehr bald einen neuen Wettkampf anstehen, deswegen kann ich leider nicht die gesamte Tour mit laufen.“
Es war ein sehr schwieriger Wettkampf mit sehr schweren Bedingungen. Es war schwierig, weil es auch so eisig war, da ist es schwer, die Balance zu halten. Man könnte normalerweise sagen, dass es eher eine einfache Strecke ist, aber gerade beim Anstieg wird man da sehr ausgepowert. So war's auch bei mir. Einige sind dadurch zurückgefallen, aber ich habe mich stark gefühlt, ich habe es geschafft. Ich fühle mich sehr gut, und bin sehr glücklich, heute so gut abgeschnitten zu haben. Endlich ein gutes Ergebnis, das ich dringend brauchte.

Ich gehe heute aber nach Hause, die Tour ist für mich beendet. Ich habe sehr bald einen neuen Wettkampf anstehen, deswegen kann ich leider nicht die gesamte Tour mit laufen.

Krista Parmakoski (3. Platz, FIN):
„Mein Plan für heute war, so viele Bonus -Sekunden wie möglich zu schaffen. Nach den ersten Bonus-Sekunden hatte ich dann einen guten Sprint und habe da 15 Sekunden gut gemacht. Danach habe ich mir eine Taktik für den Anstieg überlegt, damit ich für die Zieleinfahrt in einer guten Position bin. Ich bin sehr glücklich mit dem dritten Platz.
Die letzten Meter vor der Zieleinfahrt waren sehr eigenartig. Natürlich tut mir ein bisschen leid, dass Heidi gestürzt ist. Vielleicht wäre ich sonst nur Vierte. Man kann aber auch sagen, dass man in seinem Sport so gut sein muss, dass man eben nicht hinfällt.“

Nicole Fessel (6. Platz, SC Oberstdorf):
„Es ging heute sehr gut. Es war schon ein schwerer Lauf, bei dem man schon die Ellbogen ausfahren musste. Ich bin heilfroh, dass ich durchgekommen bin und mich behaupten konnte. Es war zwar eisig, aber das ist mir immer noch lieber als nass und tief. Da kann es schon mal passieren, dass man – wie Heidi Wenig auf der Zielgeraden – eben mal ausrutscht.

Ich werde jetzt aus der Tour de Ski aussteigen, weil ich über den Sommer gemerkt habe, dass mein Körper Kräfte sparen muss. Olympia ist mein Hauptziel. Es hat schon seine Gründe, dass auch eine Marit Björgen oder eine Stina Nilsson hier nicht dabei sind. Ich muss meine Kräfte sparen und will es nicht mehr so haben wie im Vorjahr, als mich die Tour zu viel Kraft gekostet hat und ich dann beim Saisonende in Lahti schon extrem enttäuscht war.

Es hat mir sehr leid getan für Veranstalter und Helfer, dass sie gestern absagen mussten. Aber nichtsdestotrotz war es heute ein Topstrecke und ein Topwettkampf. Für mich daheim zu laufen, ist schon super schön.“

Sandra Ringwald (15. Platz, ST Schonach-Rohrhardsberg ):
„Solche Regenrennen wie gestern und heute habe ich noch nie gehabt. Das Rennen war sehr schwierig und sehr eng. Da musste man schon die Ellenbogen ausfahren. Es gab sehr viele Positionskämpfe, bei denen ich mich am Anfang auch gut behaupten konnte. Am Ende war meine Ausgangsposition aber nicht gut genug, um ganz vorne mitkämpfen zu können. Das ist zwar ein bisschen schade. Ich steige jetzt aus der Tour und greife dann die Woche darauf in Dresden wieder an.“

Steffi Böhler (33. Platz, SC Ibach):
„Ich bin extrem schwer zurecht gekommen. Meine Muskulatur ist ziemlich schnell fest geworden durch das Stabilisieren auf so eisigen Bedingungen. Aber solche Tage gibt es. Übermorgen geht es weiter.“

am 04.01.2018

Nicole Fessel jubelt über Platz 6

Massenstart Frauen

Drei Skandinavierinnen teilen sich die Podestplätze beim Massenstart-Rennen in Oberstdorf

Das Massenstart-Rennen der Frauen über 10 km Freistil ist beendet. Die Athletinnen hatten bei strömenden Regen schwere Bedingungen. Auf der eisigen Strecke gab es vor 1500 Zuschauern einige Stürze. Neben Lokalmatadorin Laura Gimmler vom Skiclub Oberstdorf, die nach ihrem Sturz ausschied, traf es besonders dramatisch die Norwegerin Heidi Weng. Die zweifache Weltmeisterin von Lahti stürzte als Führende nur 50 Meter vor dem Ziel und musste sich am Ende mit dem elften Rang zufriedengeben. Siegerin in diesem Regenrennen wurde einmal mehr Ingvild Flugstad Oestberg (Norwegen). Die Weltcup- und Tour-Führende kam 1,9 Sekunden vor Maiken Caspersen Falla (Norwegen) und Krista Parmakoski (Finnland), die 3,2 Sekunden zurücklag, ins Ziel.

Nicole Fessel positionierte sich als beste Deutsche mit einem Rückstand von 5,51 Sekunden auf Oestberg auf einem guten sechsten Rang. Die Oberstdorferin, die sich bereits für die Olympischen Spiele qualifiziert hat, lobte im Anschluss an das Rennen die gute Arbeit der Veranstalter. „Die Bedingungen waren top, allerdings schwierig zu laufen, obwohl die Strecke nicht allzu anspruchsvoll war“, sagte die 34-Jährige, der ein wenig die Anstiege gefehlt haben. Sandra Ringwald lief auf den 17. Platz (Rückstand 10,3 sec). Die weiteren deutschen Läuferinnen Pia Fink als 27. und Victoria Carl auf Rang 32 strauchelten erneut auf dem Weg zur Olympia-Qualifikation. Hanna Kolb war nach ihrem Erfolg gestern in der Sprint-Qualifikation gar nicht erst zum Massenstart angetreten. Die Allgäuerin, die für den TSV Buchenberg startet, hatte sich mit dem achten Rang im Prolog das ersehnte Ticket für Südkorea geholt - vorausgesetzt der Deutsche Olympische Sportbund folgt der Empfehlung der DSV-Führung.