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am 14.12.2018

Abtauchen kommt nicht infrage

Nicole Fessel

Langläuferin Nicole Fessel muss wegen einer Fußsohlen-Entzündung weiter pausieren. Gedanken an einen Rücktritt verdrängt die 35-Jährige beim Strampeln im Hallenbad.

Für Nicole Fessel sind es Tage voller Frust und Verzweiflung. Während ihre Nationalmannschaftskolleginnen zuletzt in Norwegen um Weltcup-Punkte kämpften, saß die 35-jährige Langläuferin des Skiclubs Oberstdorf zuhause und verfolgte die ersten Rennen der Saison nicht mal am Fernseher („das schmerzt ja noch mehr“), sondern nur im Liveticker. Die nicht gerade für ihre Geduld, sondern eher für ihren Ehrgeiz bekannte Fessel hat die Lehren aus der vergangenen Saison gezogen, in der sie oft körperlich geschwächt war – und doch versuchte, mit aller Gewalt zu starten – auch, um bei den Olympischen Spielen in Südkorea fit zu sein und ihren bis dato größten Erfolg, die Staffel-Bronze-Medaille von Sotschi 2014, zu wiederholen. Doch der Plan misslang: Die Oberstdorferin erlebte in Pyeongchang die vielleicht bittersten Momente ihrer Karriere. Zwei kurzfristige Absagen bei den Einzelstarts, krankheitsbedingter Verzicht auf die Staffel und ein enttäuschender zehnter Platz mit Sandra Ringwald im Teamsprint. Seitdem hat Fessel keinen offiziellen Wettkampf mehr bestritten. Der lange Leidensweg hat ein Umdenken bewirkt: „Ich werde nicht noch einmal den Fehler machen und nicht auf meinen Körper hören“, sagt Fessel und ergänzt: „Deshalb will ich mich diesmal komplett auskurieren.“

Seit August leidet Fessel, die inzwischen mit ihrem Freund Florian Glimsdal Eberspacher in Betzigau bei Kempten wohnt, an einer schmerzhaften Fußsohlen-Entzündung zwischen Ferse und Ballen. Auslöser war, so vermutet Fessel, eine Überbelastung im Training – noch dazu mit einem falschen Joggingschuh. An Konditionseinheiten war fortan nicht mehr zu denken. Sie konnte weder in einen Turn-noch in einen Langlaufschuh schlüpfen. Zusammen mit ihren Trainern wurde ein alternatives Fitnessprogramm ausgearbeitet. Radfahren und Krafttraining für den Oberkörper – das funktionierte. Die meisten Trainingsstunden verbrachte Fessel zuletzt im Hallenbad. „Ich war viel schwimmen und habe Aqua-Jogging gemacht. Das ist zwar etwas komplett anderes, aber bezüglich Atmung und Koordination konnte ich immerhin neue Reize setzen“, sucht und findet Fessel das Positive am Reha-Programm. Hilfe verspricht sich die 35-Jährige auch vom Münchener Physiotherapeuten Fredi Binder, der sich viele Jahre erfolgreich um die lädierten Fußballer des FC Bayern gekümmert hatte. Wann Fessel vollständig genesen sein wird
und in die Loipe zurückkehren kann, steht in den Sternen.

Zwar zeigt sich das langjährige Aushängeschild des deutschen Frauen-Langlaufs optimistisch und kämpferisch, wenn sie sich im Sonthofer Wonnemar beim Aquajogging fotografieren lässt, sie gesteht aber auch, dass sie sich in letzter Zeit vermehrt Gedanken über einen Rücktritt gemacht habe. „Natürlich geht einem das mit 35 immer wieder mal durch den Kopf. Gerade, wenn es überhaupt nicht läuft“, sagt Fessel. Jetzt alles hinzuwerfen, käme für sie aber nicht infrage. „So will ich nicht aufhören“, sagt sie – und hat vermutlich noch die qualvollen Tage von Pyeongchang im Hinterkopf. Fessel, die sich seit Kindesbeinen an dem Langlauf verschrieben hat, 2003 ihren ersten von insgesamt 242 Weltcups und 2005 in ihrer Heimat Oberstdorf ihre erste Nordische Ski-WM absolvierte, hat andere, viel versöhnlichere Vorstellungen von ihrem Karriere-Ende.

WM in Seefeld in weite Ferne gerückt

Da die Ski-WM in Seefeld im kommenden Februar für Fessel in weite Ferne gerückt ist, richtet sich ihr Blick sogar zwei Jahre weiter nach vorn. 2021 findet die WM wieder in Oberstdorf statt. „Das wäre für mich ein großartiger Abschluss“, sagt sie, beweist aber Realitätssinn und weiß, dass es bis dahin auch ein beschwerlicher Weg werden könnte: „Ich bin schon lange im Leistungssport. Das merke ich – sowohl körperlich als auch mental.“

Text: Allgäuer Anzeigeblatt, 14.12.2018

am 03.12.2018

„Wir sind dabei“ versprechen hunderte von Helfern im Oberstdorf-Team

Helferfest 2018

Großes Fest mit über 600 Ehrenamtlichen im Eissportzentrum

„Wir sind dabei“ bekundeten die vielen Ehrenamtlichen, die sich zum traditionellen Helferfest des Oberstdorf-Teams getroffen hatten. Großer Andrang herrschte im Eissportzentrum, wo die freiwilligen Helfer den Mitarbeitern der Skisport- und Veranstaltungs GmbH (SVG) und des Skiclubs Oberstdorf zunächst einmal eine komplette Überraschung bereiteten. Statt der erwarteten 500 Leute waren über 650 gekommen, die sich bei der Einkleidung mit den neuen Helferjacken ausrüsten lassen und anschließend einen gemütlichen Abend zusammen verbringen wollten.

Neben der Kleidung der Firma Schöffel und Handschuhe der Firma Seiz gab es eine Reihe von Geschenken als Dankeschön für großartige Unterstützung in den vergangenen zwölf Monaten. Für den Einsatz bedankte sich der Geschäftsführer der SVG, Florian Stern. Gemeinsam mit Robert Büchel, dem zweiten Geschäftsführer für die Nordische Ski-WM Oberstdorf/Allgäu 2021 GmbH, präsentierte er das neue WM- Logo sowie die Erscheinungsbilder für die Bereiche Langlauf und Skisprung und wies auf die zahlreichen Aufgaben in der kommenden Saison hin. Vor allem in Hinblick auf die Weltmeisterschaft 2021 seien in allen Ressorts weitere freiwillige Helfer herzlich willkommen, warb er um neue engagierte Kräfte im „Oberstdorf-Team“.

Bevor sich die gesamte Mannschaft jedoch aufmacht zum Einsatz in den neuen Weltcupwinter, stand der gemütliche Teil mit reichlich Essen und Trinken, einem Wettbewerb im Standlschießen und originellen Schnappschüssen mit der Fotobox auf dem Programm. Das imposante Gruppenbild vor dem Transparent, auf dem alle unterschrieben hatten, machte deutlich: Das Oberstdorf-Team ist bereit für den kommenden Winter und für die Nordische Ski-WM 2021.

am 26.11.2018

Erfolgreicher Weltcupstart für Oberstdorfer Athleten

Johannes Rydzek mit seinen mittlerweile sechs Goldmedaillen

Oberstdorfer Weltcup-Starter zeigen bereits bei den ersten Weltcup-Veranstaltungen ihre starke Form und fahren bereits erste Erfolge und Podestplatzierungen ein

Mario Seidl hat beim Weltcup-Auftakt der Nordischen Kombinierer den größten Erfolg seiner Karriere gefeiert. Der 25-jährige Salzburger lag beim Einzel-Wettkampf im finnischen Ruka/Kuusamo bereits nach dem Springen in Führung und rettete seinen Vorsprung auch im 10-Kilometer-Langlauf-Rennen knapp ins Ziel. Platz zwei ging an den Norweger Jarl Magnus Riiber, der um 16,5 Sekunden den zweiten Sieg seiner Karriere verpasste. Auf Rang drei kam Johannes Rydzek. Der Weltmeister und Olympiasieger ging nach einem mäßigen Sprung mit fast zwei Minuten Rückstand auf Seidl als Achter ins Rennen. Mit einem taktisch klugen Rennen lief er aber noch auf das Podest. So hatte Rydzek bereits nach 2,5 Kilometern Anschluss an eine siebenköpfige Verfolgergruppe gefunden. In dieser hielt sich Rydzek bis zum letzten Anstieg auf, dann zog er an und sicherte sich mit 15 Sekunden Vorsprung auf die Konkurrenz den dritten Rang. Im Ziel hatte er noch 1:08 Minuten Rückstand auf Seidl und 52 Sekunden auf Riiber. Dennoch befand Rydzek: "Das war ein Superstart in die neue Saison. Bei den schwierigen Bedingungen in Kuusamo heißt es, bei sich zu bleiben, das ist mir gelungen", sagte Doppel-Olympiasieger Rydzek. Manuel Faißt als Fünfter und Vinzenz Geiger als Achter sorgten für weitere starke Einzelergebnisse.

DSV-Quartett demontiert die Konkurrenz

Das Olympiasieger-Quartett um Johannes Rydzek, Vinzenz Geiger, Fabian Riessle und Eric Frenzel gewann beim Auftakt in Kuusamo nach einer tollen Aufholjagd den einzigen Staffel-Wettbewerb der Weltcup-Saison - allerdings auch dank gnädiger Mithilfe der schärfsten Kontrahenten Norwegen und Österreich. Bei der Materialkontrolle erwischte es Lukas Greiderer aus den Reihen der ursprünglich zweitplatzierten Österreicher und Jarl Magnus Riiber, den besten Springer der drittplatzierten Norweger. Ihre Resultate wurden gestrichen, da beide einen nicht regelkonformen Anzug benutzten. 1:05 Minuten auf die nach dem Springen führenden Japaner musste das deutsche Quartett in der Loipe wettmachen, bereits Fabian Rießle als zweiter Starter übernahm die Führung - nach 20 km hatte Schlussläufer Vinzenz Geiger schließlich 1:04,8 Minuten Vorsprung auf das Team Nippon.

Karl Geiger knapp am Podest vorbei

Bis es in Kuusamo beim Weltcup Skispringen über den Bakken der Rukatunturi-Schanze gehen konnte, wurde den Springern, Betreuern und auch den Fans an der fast schon traditionell windanfälligen Schanze viel Geduld abverlangt. Bereits die Qualifikation musste verschoben und dann komplett abgesagt werden. Severin Freund konnte tatsächlich nach 690 Tagen sein Comeback im Weltcup feiern. Mit 128,5 Metern war der Niederbayer zwar einige Meter hinter der Spitze. Doch der Olympiasieger und Ex-Weltmeister deutete bei seinem Sprung nach knapp zwei Jahren Wettkampfpause aber an, dass der Weg zurück in die Weltspitze durchaus machbar ist. Als 29. sammelte er in seinem Comeback Wettkampf gleich wieder Weltcuppunkte.

Bester Springer des Deutschen Skiverbands (DSV) war der Oberstdorfer Karl Geiger. Zwar landete er "nur" bei 135 Metern. Mit Wind-Bonus und starken Haltungsnoten reihte er sich trotz überstandener Knieverletzung nur 0,1 Punkte hinter Prevc auf einem starken fünften Platz ein. Der Japaner Ryoyu Kobayashi gewann mit einem 138,5-Meter-Satz vor den Polen Kamil Stoch (140,5 Meter) und Piotr Zyla (136 Meter). Nur 1,5 Punkte fehlten Karl Geiger auf den ersehnten Podestplatz. Olympiasieger Andreas Wellinger schob sich mit einem 132,5-Meter-Sprung noch auf Platz neun in die Top Ten. Markus Eisenbichler (129,5 Meter), Stephan Leyhe (125,5 Meter) und Richard Freitag landeten auf den Plätzen 15, 16 und 21.

Beim zweiten Einzelwettkampf konnte Karl Geiger mit 267,40 Punkten den achten Platz belegen. Den ersten Platz belegte wie am Tag zuvor der Japaner Ryoyu Kobayashi. Das DSV-Team zeigte eine sehr geschlossene Mannschaftsleistung. Zweiter wurde der deutsche Olympiasieger Andreas Wellinger, Stephan Leyhe erreichte den sechsten Platz, Richard Freitag landete auf Platz 14 und auch David Siegel (22.), Markus Eisenbichler (25)sammelten Weltcuppunkte für die Gesamtwertung.

Christina Geiger aus Oberstdorf im ersten Durchgang ausgeschieden

In Killington, USA, fand der zweite Slalom-Bewerb der Frauen des Ski Alpin Weltcups statt. Nach Platz 17 beim Auftakt der alpinen Skisaison in Levi (FIN) stand für Christina Geiger aus Oberstdorf die nächste Chance auf eine Qualifikation für die WM im schwedischen Åre an. Die Allgäuerin schied allerdings bereits im ersten Durchgang aus. Beste Deutsche wurde Lena Dürr aus München. Sie belegte mit einer Zeit von 1:47,31 den zehnten Platz. Erste wurde zum dritten Mal in Folge die Amerikanerin Mikaela Shiffrin.

Laura Gimmler startet mit Top-Ergebnis in den Winter

Beim Weltcup-Auftakt im finnischen Kuusamo schaffte die Oberstdorferin Laura Gimmler als 18. das beste deutsche Ergebnis im Klassik-Sprint. Gimmler vom SC Oberstdorf lieferte einen beherzten Auftritt, den auch der neue Bundestrainer Peter Schlickenrieder würdigte. «Laura hat wirklich
ein gutes Rennen gemacht, das ist ihre beste Weltcup-Platzierung. Da müssen wir absolut zufrieden sein. Sie ist das genau richtig angegangen. Man sieht an dem Beispiel, dass da was kommt und was geht», sagte der Coach. Die weitere Qualifizierte Sandra Ringwald schied wie Gimmler im Viertelfinale aus und erreichte den 29. Platz. Auch am zweiten Wettkampftag über 10km im klassischen Stil sammelte Laura Gimmler nach ihrem starken Sprint diesmal als 29. erneut zwei Weltcup-Punkte.

Text: SVZ.de; Sportschau; AZ; Sport.de; xc-Ski

am 26.11.2018

Beim Tretkommando begann die Karriere im Ehrenamt

DSV- Ehrenbrief für Hans Schmid

Hans Schmid wird für seine Verdienste um den Skisport mit dem DSV- Ehrenbrief ausgezeichnet

Angefangen hatte alles während der Skiflug-Weltmeisterschaften 1973 bei den harten Jungs vom Tretkommando. Bei den Freiwilligen, die im Schanzenauslauf einen echten Knochenjob machen, war Hans Schmid willkommen. Für den damals 16-jähigen Skispringer war es eine Selbstverständlichkeit, bei diesem besonderen Großereignis im Heimatort zu helfen. 45 Jahre ist dieser erste ehrenamtliche Einsatz her, unzählig viele andere auf Vereinsebene im ASV, BSV und deutschlandweit folgten. Für seine Verdienste um den Nordischen Skisport wurde Schmid jetzt vom Deutschen Skiverband mit dem Ehrenbrief ausgezeichnet.

Schmid hat eine Riesenliste an Ehrenämtern abgearbeitet: Er ist seit Jahrzehnten Ressortleiter Sport bei Großveranstaltungen, war FIS Delegierter der Internationalen Skiflugvereinigung KOP und Rennleiter bei Tournee und Skiflug-WM. Zwölf Jahre als Generalssekretär der Vierschanzentournee zählen ebenso zu seinem Engagement wie der Vorsitz der Arbeitsgemeinschaft Oberstdorfer Skivereine. Heute ist der 60-Jährige zuständig im DSV als Wettkampfbeauftragter für den Nachwuchs, kümmert sich dort um Wettbewerbsformate, um Festlegungen der Streckenlängen und Schanzengrößen.

Vor dem Ehrenamt stand jedoch zunächst die eigene aktive Laufbahn. Hans wechselte mit elf Jahren vom Alpin-Skifahren ins Springerlager, war von 1975 bis 1979 mit den Kollegen Alfred Grosche, Peter Leitner, Sepp Schwinghammer und Rudi Tusch im Nationalteam. Für die Teilnahme an Olympischen Spielen hat es leider nicht gereicht, wobei die Nichtnominierung für Innsbruck 1976 für ihn besonders enttäuschend war. Vier Jahre später verfolgte Hans Schmid die Spiele in Lake Placid verletzt vor dem heimischen Fernseher. Danach war Schluss mit der Sportkarriere. Die Familiengründung stand an und großes Geld war mit dem Skispringen damals noch nicht zu verdienen. Hans Schmid arbeitete wieder in seinem Beruf als Spengler und später bei der Hörnerbahn und der Allgäuer Latschenkiefer Brennerei. „Ein paar Jahre Abstand waren ganz gesund“, erzählt er. Erst nach 1987 sei er wieder so richtig eingestiegen. Die Nordische Ski-WM im gleichen Jahr erlebte er noch als Beobachter. Ganz anders dann 2005. Damals war Schmid bereits Geschäftsleiter des Skiclubs Oberstdorf und nach der Gründung der Skisport- und Veranstaltungs GmbH 2006 deren stellvertretender Geschäftsführer. „Das so oft zitierte Wintermärchen 2005 habe ich hautnah miterlebt, die schmerzlichen Niederlagen bei den drei vergeblichen Bewerbungen zuvor ebenso wie den Jubel in Melbourne über die Zusage“, erinnert er sich.
Noch heute blickt er zufrieden auf das, was damals im Vorfeld der WM alles entstanden ist. Dabei gewesen zu sein und Dinge geschafft zu haben, von denen der Ort und der Sport heute noch profitieren, das erfüllt ihn mit Stolz. „Auch wenn das damals zwei Jahre lang bedeutet hat, nur noch zum Schlafen daheim zu sein“, meint er schmunzelnd.

Und wie schaut für den Experten der Vergleich aus mit der WM 2021? Die Medienpräsenz durch den Einstieg von RTL, der Hype um die deutschen Springer wie Schmitt und Hannawald, das alles hatte schon Anfang der 2000er begonnen, so Schmid. Die neuerliche Bewerbung sei unbedingt nötig gewesen, denn nur mit der großen Unterstützung von Land und Bund könne man sportlich und organisatorisch auf Vordermann bleiben. „Da kann man so viele Weltcups ausrichten wie man will, das kann man selbst nicht erwirtschaften“, versichert er. Schmid ist überzeugt davon, dass das Wintermärchen von 2005 von der Weltmeisterschaft 2021 noch getoppt wird, was Sicherheit, Organisation, Atmosphäre und Fernsehbilder angeht. „Die Dimensionen verschieben sich so schnell. Allein, wenn man bedenkt, was sich innerhalb von drei bis vier Jahren alles in der Weiterentwicklung der Tournee tut“, blickt Schmid gespannt auf das Großereignis in zwei Jahren. Er freut sich drauf, dieses Event will er nochmal ganz vorn dran mitgestalten. „Ziele setzen und gemeinsam in einem tollen Team umsetzen, das macht einfach Spaß“, sagt er.

Nach der WM ist Schmid dann fast im Rentenalter. Wie es weitergeht, weiß er heute noch nicht. Auf seine Kenntnis und die vielen Kontakte zu Funktionären und Sportlen in aller Welt zu verzichten, dürfte schwierig werden. „Wen man mich noch irgendwie brauchen kann, werde ich sicher nicht nein sagen“, beteuert er. Im Tretkommando wird er dann allerdings wohl nicht mehr antreten…

Text: Allgäuer Anzeigeblatt,

am 01.10.2018

FIS Herbst-Meeting in Zürich

FIS Herbst-Meeting Zürich

Einen wahren Sitzungsmarathon haben die Vertreter der Skisport- und Veranstaltungs GmbH/SC Oberstdorf beim traditionellen Herbst-Meeting der FIS hinter sich gebracht. Das Herbstmeeting ist alljährlich der Startschuss für die kommende Rennsaison für alle Weltcup-Organisatoren der einzelnen Disziplinen.

Einen wahren Sitzungsmarathon haben die Vertreter der Skisport- und Veranstaltungs GmbH/SC Oberstdorf beim traditionellen Herbst-Meeting der FIS hinter sich gebracht. Das Herbstmeeting ist alljährlich der Startschuss für die kommende Rennsaison für alle Weltcup-Organisatoren der einzelnen Disziplinen. Ein straffes Programm wartet dabei auf die Teilnehmer bestehend aus Sitzungen, Workshops und Präsentationen der verschiedenen Komitees, bei denen noch einmal die letzten Reglement-Feinheiten für die Saison ausgearbeitet und besprochen worden.

Beim Workshop der Organisatoren der FIS-Nordischen Skiweltmeisterschaften 2019-2021 verfolgte die Delegation aus Oberstdorf aufmerksam den Präsentationen der Austragungsorte Seefeld, Are und Park City. Unter dem Schlagwort "Wissenstransfer" referierten die Vertreter der Austragungsorte 2019 über folgende Themen: Wie kann eine kleine Gemeinde ein Großsportereignis wie eine Ski-WM bewältigen (Are), Vor- und Nachteile der Austragung einer Ski-WM mit mehreren Veranstaltungsorten (Park City) und Nachhaltigkeit durch neue WM-Einrichtungen für eine Gemeinde (Seefeld). Bürgermeister Frieser informierte hier über die zukünftige Nutzung der neu- bzw. modernisierten WM-Baumaßnahmen. Bei der abschließenden Podiumsdiskussion wurden die Vertreter der Austragungsorte 2019 bis 2021 zu verschiedenen Themen ihrer Erwartungen im Bereich Managment und Marketing befragt. Für Oberstdorf 2021 stand dem Auditorium Robert Büchel als kompetenter Gesprächspartner zur Verfügung.

Auch bei den Komittee-Sitzungen im Langlauf, Sprunglauf und der Nordischen Kombination gab es interessantes zu erfahren. Neben der Vorstellung der Langzeitplanung des Weltcup-Kalenders der Disziplinen, bei der es zahlreiche Änderungswünsche und Diskussionen unter den verschiedenen Nationen-Vertretern gab, wurden auch neue Konzepte vorgestellt. Erfreut zeigten sich Florian Stern (Geschäftsführer SVG) und Dr. Peter Kruijer (Präsident SC Oberstdorf), dass Oberstdorf bereits 2021/2022 sowie 2022/2023 im Weltcup-Kalender als Etappenort der Tour de Ski im Langzeitkalender vertreten ist. Wieder besonders gelobt wurden die Vertreter aus Oberstdorf im Komitee der Nordischen Kombination für die Ausrichtung der Sommer-Wettkämpfe. Renndirektor Lasse Ottesen schwärmte von der großartigen Atmosphäre des vergangenen FIS Sommer Grand-Prix und der tollen Abwicklung des FIS Youth Grand-Prix.

Beim abschließenden LOC-Organizer Seminar nahmen mehr als 40 Teilnehmer von 21 verschiedenen Weltcup-Veranstaltern teil. Neben den notwendigen Regel-Updates ging es um den Wissens- und Erfahrungsaustausch rund um die Themen Beschneiung und Snow-Farming, die Vereinfachung und Vereinheitlichung eines Akkreditierungssystems für 2019/20 und um Best Practice-Beispiele der Organisatoren sowie Zieldefinitionen für den kommenden Winter. Alle diskutierten Projekte werden weiterverfolgt und die Diskussion über Snowfarming soll zu einem Handbuch mit Best Practice-Beispielen, Erfahrungen und Ratschlägen führen, wie man kostengünstig und ohne große Verluste wirtschaftlich Schnee produzieren, übersommern und nutzen kann.

Text: FIS/Skisport- und Veranstaltungs GmbH

am 23.08.2018

Watabe-Brüder nicht zu schlagen

Bester Deutscher war Olympiasieger Eric Frenzel

An Yoshito und Akito Watabe aus Japan kam beim Provisorischen Wertungsdurchgang (PCR) zum ersten Wettkampf des Sommer Grand-Prix der Nordischen Kombinierer in Oberstdorf keiner vorbei. Die Brüder lagen mit Weiten von 133,0 Metern und 127,0 Metern an der Spitze. Yoshito gewann mit der Bestweite und 153,2 Punkten den Provisorischen Wertungsdurchgang. Er würde 24 Sekunden vor seinem älteren Bruder starten, wenn es morgen aufgrund der Wetterbedingungen keinen Sprungwettbewerb geben sollte. Dritter wurde Mario Seidl (AUT), der derzeit punktgleich mit Johannes Rydzek an der Spitze des Sommer Grand-Prix steht. 30 Sekunden trennen den letztjährigen Sieger von Oberstdorf von dem Spitzenplatz.
Bester Deutscher wurde mit einem 6. Rang der dreifache Olympiasieger Eric Frenzel (WSC Oberwiesenthal). Lokalmatador und Rekordweltmeister Johannes Rydzek verpasste mit seinem Sprung auf 116 Metern als Elfter im Klassement knapp die TopTen. Der Träger des Gelben Trikots müsste 1:40 Minuten auf den Spitzenplatz wettmachen, um morgen zu gewinnen. Terence Weber (SSV Geyer) landete auf Platz 9 und würde 1:26 Minuten nach Yoshito Watabe starten. Vinzenz Geiger ginge mit einem Rückstand von 1:48 Minuten vom Platz 14 aus ins Rennen. Eine tolle Leistung zeigte der 18-jährige Luis Lehnert (WSV Oberaudorf) mit einem Sprung auf 128,5 Meter, der ihm 124,0 Punkte brachte und ein Zeitminus von 1:57 Minuten. 120 Meter und 123,3 Punkte bedeuten für Manuel Faisst (SV Baiersbronn)) Platz 21 und 2:00 Minuten Rückstand. Gleich dahinter würde der vierte Team-Olympiasieger Fabian Riessle (SZ Breitnau) mit 2:06 Minuten Zeitverlust loslaufen. Ganz nah auf den Fersen wäre dem vierten Team-Olympia-Sieger die Nachwuchs-Kombinierer David Mach vom TSV Buchenberg (2:09 Minuten). Simon Hüttel (WSV 1922 Weissenstadt) könnte als 28. (Rückstand 2:23 Minuten) in den Laufwettbewerb gehen und David Welde (SC Sohland) müsste 3:36 Minuten warten, bis er auf den Rollerskiern auf den Ortskurs gehen dürfte. Julian Schmid vom SC Oberstdorf wurde leider disqualifiziert.
Morgen jedoch können die Karten auch auf der Schanze neu gemischt werden, denn für 18:00 Uhr ist der Probedurchgang auf der Großschanze angesagt. Eine Stunde später folgt der Wertungsdurchgang. Der Startschuss für das 10-KM-Skiroller-Rennen fällt um 20:45 Uhr .
Zuvor starten die Schüler um 9:00 auf der Jugendschanze HS-60, bevor es um 16:00 Uhr auf den Ortsrundkurs im Skiroller-Wettbewerb geht.

Ergebnis PCR Sommer Grand-Prix 2018
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Ergebnis PCR Sommer Grand-Prix 2018

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am 20.08.2018 von Fidel Joas

Johannes Rydzek gewinnt ersten Sommer Grand-Prix in Oberwiesenthal

Sommer Grand-Prix Oberwiesenthal

Olympiasieger aus Oberstdorf siegt im Fotofinish vor dem Österreicher Mario Seidl und Eric Frenzel und wird im Team-Sprint mit Vereinskollege Vinzenz Geiger Dritter.

Glänzender Auftakt in die Sommer Grand-Prix Serie der Nordischen Kombination für den zweifachen Olympiasieger und Sportler des Jahres, Johannes Rydzek. Der 26-jährige Oberstdorfer siegte in der ersten Einzelentscheidung im Fotofinish mit 0,3 Sekunden Vorsprung vor dem Österreicher Mario Seidl und seinem Teamkollegen und Lokalmatadoren Eric Frenzel.

Fast drei Jahre musste Johannes Rydzek auf einen Erfolg im Sommer Grand-Prix warten. Nun konnte er sich im Erzgebirge zum zwölften Mal in seiner Karriere über einen Sieg freuen. Er ist damit der unangefochtene Rekordsieger – Platz zwei belegt der nicht mehr aktive Österreicher Christoph Bieler mit 7 Erfolgen – genauso wie mit den vier Erfolgen in der Gesamtwertung der seit 1998 bestehenden Grand-Prix Serie. Mit einem hervorragenden Sprung auf 103 Meter belegte Rydzek Platz 5 nach dem Springen, nur 12 Sekunden hinter dem Führenden Österreicher Franz-Josef Rehrl. Eric Frenzel war Zweiter, 10 Sekunden vor Rydzek. Auf der 10 Kilometer Laufstrecke bildete sich schnell eine vierköpfige Spitzengruppe mit den beiden Österreichern Rehrl und Mario Seidl, vierter nach dem Springen, sowie Eric Frenzel und Johannes Rydzek.

Im letzten Drittel des Rennens setzen sich Rydzek und Seidl dann von ihren Teamkollegen ab und machten den Sieg unter sich aus. In einem spannenden Finish hatte schließlich Johannes Rydzek mit 0,3 Sekunden das bessere Ende auf seiner Seite. Hinter Mario Seidl belegte Eric Frenzel mit einem Rückstand von 24,0 Sekunden auf Rydzek Platz 3. Fabian Riessle lief noch von Platz 13 auf Rang fünf vor. Der zweite Oberstdorfer Starter und Team-Olympiasieger Vinzenz Geiger kam auf den 9. Platz.
„Ich bin sehr zufrieden mit dem heutigen Wettkampf. Der Sprung war schon mega und im Laufen habe ich mich auch super gefühlt. Die Stimmung war wirklich wieder grandios in Oberwiesenthal und ich freue mich schon auf die weiteren Wettbewerbe, vor allem meine Heimrennen in Oberstdorf.“

Beim Team Sprint am Samstag belegte Johannes Rydzek mit Vinzenz Geiger, seinem Vereinskollegen vom Skiclub Oberstdorf, Platz drei. Rehrl und Seidl siegten hier vor Manuel Faißt (SV Baiersbronn) und Terence Weber (SSV Geyer). Der Sommer Grand-Prix wird im österreichischen Villach fortgesetzt. Am 24./25.08. werden die besten Nordischen Kombinierer dann in Oberstdorf um den Sieg kämpfen.

am 24.07.2018

Logo für Nordische Ski-WM 2021 offiziell vorgestellt

Logo-Präsentation NWM 2021

Das Geheimnis ist gelüftet: exakt 946 Tage vor dem Start der Nordischen Ski-WM in Oberstdorf wurde jetzt das Logo präsentiert, mit der die Großveranstaltung „ihr Gesicht“ zeigt. Es baut auf dem Logo auf, das bereits seit der Skiflug-WM im Januar bekannt ist. Zum stilisierten Skispringer hat sich im O wie Oberstdorf nun ein Langlauf- Strichmännchen gesellt. Gehalten ist das Ganze in pastellfarbigen Rot- und Blautönen

Zur Präsentation waren in den Kurpark nicht nur rund 300 Zuschauer gekommen. Auch drei Olympiateilnehmer erwiesen sich als sympathische Botschafter für das Sportevent, das von 23.2. bis 7.3. 2021 in Oberstdorf stattfindet. Skispringerin Katharina Althaus sowie die Nordischen Kombinierer Johannes Rydzek und Vinzenz Geiger versicherten, dass sie sich schon jetzt riesig auf die Heim-WM freuen. Alle drei erinnerten sich noch mehr oder weniger deutlich an die Ski-WM von 2005, die sie im Kindergartenalter, in der Grundschule oder wie Rydzek als 13-Jähriger direkt vor der Haustüre miterlebt hatten. Doppelolympiasieger Rydzek fühlte sich damals vor allem von den Leistungen Ronny Ackermanns und Georg Späths inspiriert. „Vielleicht war das die Initialzündung für mich“, meinte er im Interview mit Jens Zimmermann. Auf die Heim-WM 2021 freue er sich riesig. „Die Anlagen, die vorhanden sind und die Bevölkerung, die dahinter steht, das ist ein Traum“, meinte er , dass eine solche Großveranstaltung nur im Miteinander funktionieren kann.

Katharina Althaus, damals als kleine Fahnenträgerin für den Skiclub im Einsatz, hätte 2005 noch keine Vorbilder ihrer Sportart entdecken können, denn Frauenskispringen gab es damals noch nicht. Für die Zukunft wünscht sich die Olympiamedaillengewinnerin, dass es in Oberstdorf, anders als zuvor bei der WM in Seefeld 2019, mit dem Teamwettbewerb einen weiteren Wettkampf für die Frauen gibt. Vinzenz Geiger staunte, wie schnell doch die Zeit vergeht. In einem guten halben Jahr finde die WM in Seefeld statt und dann dürfe man sich bereits auf Oberstdorf freuen. Eine Heim-WM sei zwar vom Druck her nicht ausschließlich „toll“. Umso mehr freue er sich aber, auf den vertrauten Sportanlagen starten zu dürfen.

Bürgermeister Laurent Mies berichtete von der riesigen Arbeit, die, hochprofessionell auf vielen Schultern verteilt, im Vorfeld der WM geleistet werde. Das große Ziel der Marktgemeinde sei die Nachhaltigkeit, für die Oberstdorf das beste Beispiel sei. Es gehe darum, die Anlagen für den Nachwuchs in Ordnung zu halten und Perspektiven für den Leistungssport zu liefern.

Landrat Anton Klotz wünscht sich das gleiche Feuer der Begeisterung wie bei der Ski-WM 2005, deren Strahlkraft weit über Oberstdorf und den Landkreis hinausging. Der Landkreis leiste neben der Unterstützung bei der Finanzierung (vier Millionen Euro) einen wesentlichen Beitrag durch den Ausbau der Straßen und des ÖPNV.

Dr. Franz Steinle vom Deutschen Skiverband sagte, dass die Nachhaltigkeit der Ski-WM 2005 über zwei Sportlergenerationen angehalten habe. „das Gleiche erwarte ich von der kommenden WM“, so der DSV-Präsident.

Skiclub-Vorsitzender Dr. Peter Kruijer ist sich sicher, dass die Nachwuchsgewinnung durch die WM einen Push erhält. „Das ist der Motor für den Skiclub , generiert neue Athleten und fördert den Zusammenhalt“, sagte Kruijer. Die Unterstützung durch den eigenen Verein sei groß. Aber bei der Austragung einer WM brauche man zudem Hilfe von auswärts, mehr sogar als die 1600 Helfer, die das letzte Mal dabei waren.

Text/Foto: Elke Wiartalla

am 27.03.2018

Kids Day für die Stars von Morgen

Kidsday2018

Saisonsausklang (Meet & Greet) mit dem Team von Allgäu Ein&zwanzig - Freut euch auf ein gemeinsames Training mit euren Idolen und bekannten Langlaufassen

Allgäu ein&zwanzig möchte mit euch, den Stars von Morgen den Winter 2018 verabschieden und ein letztes Mal im WM-Langlaufstadion Ried eine Trainingsrunde auf den Langlaufski drehen. Wir treffen uns am 03. April um 11:00 Uhr im Stadion. Was wir mit Euch vorhaben? Ein bißchen Training und viel Spaß auf Langlaufski. Mitbringen müsst Ihr nur eure Langlaufausrüstung.

Wir freuen uns auf Euch!

am 21.03.2018

Fans hoffen auf einen Triumph für Schwarz-Rot-Gold

Hoffen auf ein schwarz-rot-goldenes Jubelwochenende: Carina Vogt (links) und Katharina Althaus beim Abschlusstraining zum Heim-W

Deutsches Team um Carina Vogt und Katharina Althaus hat beste Chancen, erstmals den Nationen-Cup zu gewinnen

Da ist noch jede Menge Pfeffer drin! Wenn die weltbesten Skispringerinnen am kommenden Wochenende zum Saisonfinale nach Oberstdorf kommen, ist Spannung bis zur letzten Springerin angesagt. Zwar hat sich die Norwegerin Maren Lundby schon frühzeitig den Sieg im Gesamt-Weltcup gesichert, doch dahinter darf sich Lokalmatadorin Katharina Althaus vom Skiclub Oberstdorf auf ihrer Heimschanze keinen Absturz erlauben, wenn sie den zweiten Platz gegen die Japanerin Sara Takanashi behaupten will. Doch Althaus ist nach den letzten Trainingssprüngen am Dienstag zuversichtlich: „Ich bin fit und es läuft alles so konstant wie bisher auch in dieser Saison“, sagt Althaus und ergänzt: „Dementsprechend überzeugt bin ich, dass ich meinen Vorsprung von 144 Punkten gegen Sara verteidigen kann.“ Dass sie am Ende der Saison noch einmal vor stattlicher Kulisse von ihrer Hausschanze springen darf, freut die Silbermedaillen-Gewinnerin von Pyeongchang in doppelter Hinsicht: „Ein Heimweltcup ist immer etwas Besonderes. Und mittlerweile muss ich mir auch keine großen Gedanken mehr um die Nervosität machen. Ich hab‘ oft genug gezeigt, dass ich beständig vorne mitspringen kann.“ In den letzten Jahren war Althaus in ihrem „zweiten Wohnzimmer“ nie ganz nach vorne gesprungen. Nach den Plätzen 26 (2 x) und 33 kratzte die 21-jährige Oberstdorferin immerhin im vergangenen Jahr als Vierte einmal am Podest.

Die gute Form von Katharina Althaus und seinem ganzen Team stimmt auch Bundestrainer Andreas Bauer zuversichtlich: Der Oberstdorfer hofft, dass sich seine Springerinnen bei den letzten beiden Wettbewerben für ihre tolle Saison belohnen und sich erstmals in der Geschichte des Frauen-Weltcups die große Kristallkugel für den Nationencup sichern. Derzeit liegen die DSV-Adlerinnen 120 Punkte vor Titelverteidiger Japan. „Wir haben aber den kleinen Vorteil, dass wir zum ersten Wettbewerb zwölf Athletinnen ins Rennen schicken können und die Japanerinnen nur sechs“, sagt Bauer und spekuliert insgeheim darauf, dass die eine oder andere Nachwuchsspringerin aus der zweiten Garde am Samstag unter die Top 30 springt und damit wertvolle Punkte für die Nationenwertung sammeln kann.
Auch Carina Vogt, die Olympiasiegerin von Sotchi, ist zuversichtlich: „Wenn wir unsere Leistungen vom letzten Training hier auch im Wettkampf zeigen, dann können wir den Deckel drauf machen.“ Vogt sähe im Gewinn des Nationenpreises den Beweis dafür, dass es „die ganze Saison in unserem Team super gepasst und Spaß gemacht hat.“ Die 26-Jährige vom Skiclub Degenfeld denkt dabei auch an die verletzte Teamkollegin Svenja Würth, die sich im Dezember beim Heimweltcup in Hinterzarten das Kreuzband gerissen hatte und für den Rest der Saison zuschauen musste. „Es wäre schön, wenn wir diesen Titel auch für Svenja noch holen könnten.“

TICKETS:
In unserem Onlineshop und an den Tageskassen gibt es noch genügend Eintrittskarten für die Wettbewerbe in der AUDI ARENA

Das Aufgebot des Deutschen Skiverbandes:

  • für Freitag/Samstag (6 plus 6 aus der nationalen Gruppe):
    Katharina Althaus (SC Oberstdorf), Carina Vogt (SC Degenfeld), Juliane Seyfarth (WSC Ruhla), Ramona Straub (SC Langenordnach), Anna Rupprecht (SC Degenfeld), Gianina Ernst (SC Oberstdorf), Luisa Görlich (SV Steinach), Agnes Reisch (WSV Isny), Ulrike Gräßler (SC Klingenthal), Pauline Heßler (WSV Lauscha), Arantxa Lancho und Selina Freytag (bd. SG Nickelhütte Aue)
  • für Sonntag: Althaus, Vogt, Seyfarth, Straub plus die zwei besten vom Samstag

Aktueller Weltcup-Stand:

1. Maren Lundby (Norwegen) 1220 Punkte
2. Katharina Althaus (Deutschland) 860 Punkte
3. Sara Takanashi (Japan) 716 Punkte
4. Yuki Ito (Japan) 576 Punkte
5. Irina Avvakumova (Russland) 522 Punkte
6. Carina Vogt (Deutschland) 488 Punkte

Aktueller Stand in der Nationen-Cup-Wertung:

1. Deutschland 2690 Punkte
2. Japan 2570 Punkte
3. Norwegen 1845 Punkte
4. Slowenien 1763 Punkte
5. Russland 1450 Punkte
6. Österreich 1213 Punkte

Die Top 3 der bisherigen Weltcups in Oberstdorf:

24. Januar 2015 (HS 106): 1. Iraschko-Stolz (A), 2. Vogt (D), 3. Takanashi (JPN)
25. Januar 2015 (HS 106): 1. Iraschko-Stolz (A), 2. Vogt (D), 3. Henrich (USA)
30. Januar 2016 (HS 106): 1. Takanashi (JPN), 2. Iraschko-Stolz (A), 3. Klinec (SLO)
31. Januar 2016 (HS 106): 1. Takanashi (JPN), 2. Iraschko-Stolz (A), 3. Lundby (NOR)
07. Januar 2017 (HS 137): 1. Takanashi (JPN), 2. Avvakumova (RUS), 3. Ito (JPN)
08. Januar 2017 (HS 137): 1. Takanashi (JPN), 2. Klinec (SLO), 3. Avvakumova (RUS)

Bisherige Platzierungen der derzeit besten DSV-Starterinnen in Oberstdorf (beginnend 2015)

Katharina Althaus: 6/26/26/33/4/10
Carina Vogt: 2/2/28/23/5/8
Juliane Seyfarth: 22/20/16/DSQ/20/39
Ramona Straub: 37/-/24/-/33/33

Nationenwertung der vergangenen Jahre:

2011/2012: 1. USA 2228, 2. Deutschland 1601, 3. Japan 1251.
2012/2013: 1. USA 2260, 2. Slowenien 2041, 3. Japan 1930, …, 6. Deutschland 1077
2013/2014: 1. Japan 2981, 2. Deutschland 2364, 3. Slowenien 1933
2014/2015: 1. Österreich 1970, 2. Japan 1638, 3. Deutschland 1481
2015/2016: 1. Österreich 2886, 2. Japan 2565, 3. Slowenien 2290, 4. Deutschland 1358
2016/2017: 1. Japan 3357 Punkte, 2. Deutschland 2685, 3. Slowenien 1674

Text/Foto/Statistiken: Thomas Weiß, 21.03.2018

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