Tour de Ski 2006/2007 in Oberstdorf
Deutscher Dreifach-Triumph in Oberstdorf
Oberstdorf
Zum Abschluss der Wettkämpfe der zweiten Tour de Ski-Etappe in Oberstdorf zeigten sich die deutschen Langläufer in absoluter Topform. Im Einzelrennen der Herren über 15 km in der klassischen Technik gewann der 22-jährige Franz Göring vor Rene Sommerfeldt und dem erneut drittplatzierten Tobias Angerer. Göring feierte auf der dritten Etappe der Tour de Ski seinen ersten Weltcupsieg und rückte in Gesamtwertung auf den dritten Platz vor. Tobias Angerer, der lange bei den Zwischenzeiten führte, hatte am Ende des Rennens keine Chance mehr auf den Sieg, weil die Spur durch Neuschnee immer langsamer wurde. Dennoch konnte der Traunsteiner die Spitze der Gesamtführung übernehmen und läuft von nun an im goldenen Trikot des Spitzenreiters der Tour de Ski. Die überragende Leistung aller DSV-Athleten komplettierte Rene Sommerfeld, der mit dem zweiten Rang im Einzelrennen seine beste Saisonleistung erzielte. Einziger Wehrmutstropfen vor der Abreise ins italienische Asiago bleibt die Erkrankung und somit der Ausfall von Axel Teichmann.
Die deutschen Damen konnten mit Platz acht durch Viola Bauer und Rang neun für Evi Sachenbacher-Stehle ebenfalls überzeugen. Sie hatten allerdings gegen die Weltspitze keine Chance. Es gewann die stark laufende Petra Majdic vor der Norwegerin Kristin Steira und der Finnin Virpi Kuitonen. Steira führt nach ihrem Sieg beim ersten Rennen in Oberstdorf die Gesamtwertung der Tour de Ski an. Die Siegerin des Einzelrennens über 15 km, Petra Majdic, hat sich nach drei Rennen auf den zweiten Platz in der Tour de Ski-Gesamtwertung geschoben.
Mit vier Podestplätzen in nur zwei Tagen zeigte das Herren-Team des DSV bei der Tour Ski in Oberstdorf großen Sport. Von nun wird es spannend zu sehen sein, wie und ob die deutschen Athleten ihre hervorragenden Platzierungen in der Gesamtwertung verteidigen oder vielleicht sogar noch verbessern können, wenn die nächsten Rennen der Tour de Ski am 5. Januar in Asiago und am 6. und 7. Januar in Val die Fiemme stattfinden.
Dreifach-Triumph für den DSV beim Heimspiel in Oberstdorf
Göring gewinnt 15 Kilometer Einzelstart, Angerer jetzt im Goldenen Trikot
Dreifach-Triumph für das deutsche Langlauf-Team der Männer: Franz Göring siegte über 15 Kilometer in Oberstdorf, der drittplatzierte Tobias Angerer schlüpft in das goldene Trikot des Gesamtführenden. Auch auf Platz zwei landete ein Deutscher. Die Frauen zeigten ebenfalls aufsteigende Form.
Oberstdorf - Göring, René Sommerfeldt und Angerer haben sich beim 15-Kilometer-Lauf im klassischen Stil die Plätze auf dem Podium gesichert. Angerer übernahm mit seinem dritten Platz gleichzeitig die Führung in der Gesamtführung der in diesem Jahr neu eingeführten Tour de Ski. Für Göring war es der erste Weltcup-Sieg überhaupt in seiner Karriere. Das Sechs-Etappenrennen wird am Freitag im italienischen Asiago fortgesetzt und endet am Wochenende mit den Läufen in Val di Fiemme.
Bundestrainer Jochen Behle sprach seinen Technikern ein großes Lob aus, die perfekte Ski für die deutschen Läufer präpariert hatten. Im Hinblick auf den 22-jährigen Tagessieger Göring warnte er vor Euphorie: "Er ist noch jung, er kann die Leistung noch nicht über das ganze Jahr bringen. Aber was in ihm steckt, haben wir heute gesehen", so Behle.
"Ich habe heute zu Anfang einen sehr guten Rhythmus gehabt", sagte Angerer, der bis zur Mitte des Rennens die Bestzeit inne hatte, "als am Ende aber immer mehr Schnee auf die Strecke fiel, war es doch sehr stumpf, und es wurde immer schwerer". Auf den Gesamtsieg wollte Angerer trotz der Führung nicht schauen. "Es ist Halbzeit und es kommen noch drei Rennen. Es können noch so viele gewinnen. Da muss man allen Respekt zollen und nur so hält man auch die Konzentration von Rennen zu Rennen hoch",sagte der Gesamtweltcupgewinner des vergangenen Jahres.
Axel Teichmann konnte krankheitsbedingt nicht beim 15-Kilometer-Rennen starten und ist damit aus der Tour de Ski ausgeschieden. "Axel hat einen Infekt der oberen Atemwege. Wir haben uns mit Blick auf seine Krankenakte entschieden, ihn auch hinsichtlich der WM rauszunehmen", sagte Teamarzt Ulrich Schneider dem sid. "Es tut mir so leid für ihn", sagte Angerer, "er hat gesagt: Tobi, jetzt brings zu Ende. Ich werde auch für ihn laufen."
Bei den Damen hat Petra Majdic die dritte Station der Tour gewonnen und ihren zweiten Weltcup-Sieg in diesem Winter gefeiert. Die 27 Jahre alte Slowenin setzte sich heute in Oberstdorf über 10 Kilometer klassisch vor der Norwegerin Kristin Steira durch, die ihre Führung in der Gesamtwertung ausbaute. Die deutschen Langläuferinnnen zeigten sich besser in Form als zuletzt. Beste Athletinnen waren Viola Bauer auf Platz acht und Evi Sachenbacher-Stehle als Neunte. Sachenbacher-Stehle war bislang Elfte und Zwölfte geworden, Bauer 37. und 17. In der Gesamtwertung liegt Sachenbacher-Stehle nun als beste Athletin des Deutschen Ski-Verbandes auf Platz acht. (Quelle dpa)
Tour de Ski 2006/2007 in Oberstdorf
Vittoz triumphiert in Oberstdorf – Angerer stürzt
Oberstdorf
Der Weltmeister von Oberstdorf 2005 in der Doppelverfolgung, Vincent Vittoz, gewinnt in Oberstdorf die zweite Etappe der Tour de Ski 2006/2007; ebenfalls in der Doppelverfolgung.
Der Franzose Vincent Vittoz setzte sich heute in Oberstdorf auf der zweiten Etappe der Tour de Ski vor dem Russen Alexander Legkov und dem deutschen Tobias Angerer durch. Trotz der schwierigen Verhältnisse mit Neuschnee und starkem Wind entwickelte sich von Beginn an ein spannendes Rennen, bei dem vor allem die deutschen Athleten Tobias Angerer und Jens Filbrich immer wieder die Spitzengruppe anführten. Vor allem Angerer kontrollierte lang Zeit das Feld bis er bei einer der acht Abfahrten ins Ziel stürzte und den Anschluss an die Spitzengruppe verlor. Durch die Hilfe seines Teamkameraden Axel Teichmann konnte Angerer jedoch kurz vor dem Ziel wieder Anschluss an die Spitze des Feldes finden und im Endspurt noch einen sehr guten dritten Platz erringen. Der Überraschungsmann des Tages jedoch war der Russe Alexander Legkov, der mit seinem zweiten Platz auch in Gesamtführung der Tour de Ski auf Platz drei vorrückte. Gesamtführender nach zwei Rennen ist der junge Norweger Simen Oestensen vor dem heutigen Sieger Vincent Vittoz. Bester Deutscher ist Tobias Angerer auf Platz vier.
Bei den Damen gewann überraschend die Norwegerin Kristin Steira vor der Ukrainerin Valentina Shevchenko aus der Ukraine. Den dritten Platz erreichte die Russin Olga Savialova. Die große Favoritin Margit Bjoergen aus Norwegen kam in Oberstdorf nur auf den 25 Platz und gab die Gesamtführung an die heutige Siegerin Steira ab. Gesamt-Dritte nach zwei Etappen ist die Finnin Aino Kaisa Saarinen.
Wintersport-Highlights 2006/2007
Oberstdorf springt für Schonach ein
Nordische Kombinierer starten nun im Allgäu - Dritter Weltcup in einer Woche
Oberstdorf
Oberstdorf wird in der nächsten Woche eine weitere Ski-Weltcup-Veranstaltung übernehmen. Der für 6. Januar in Schonach im Schwarzwald geplante und wegen Schneemangels auf der Langlauf-Loipe abgesagte Wettbewerb in der Nordischen Kombination wird nun am gleichen Tag im WM-Ort Oberstdorf stattfinden. Das bestätigten am Freitagmittag die Organisatoren in Oberstdorf, sowie der Internationale und Deutsche Skiverband.
"Wir haben derzeit genug Schnee", freut sich Oberstdorfs Bürgermeister Thomas Müller, "deshalb richten wir gerne einen weiteren Weltup aus". Nach den Auftaktspringen zur Vierschanzen-Tournee an diesem Wochenende und den Langlauf-Weltcups zur Tour de Ski am 2. und 3. Januar organisieren die Allgäuer damit drei Weltcup-Veranstaltungen innerhalb einer Woche. "Das gab es zwar noch gar nie, aber für uns in Oberstdorf ist es natürlich eine große Herausforderung", sagt Stefan Huber, Geschäftsführer der Veranstaltungs- und Skisport GmbH in Oberstdorf. Huber war bereits bei der Nordischen Ski-WM 2005 stellvertretender Generalsekretär und verspricht: "Wir haben nicht nur den Schnee, sondern auch das Know-How und den Ehrgeiz, innerhalb kürzester Zeit eine weitere Großveranstaltung zu organisieren.
Alle Ressortleiter hätten stellvertretend für die rund 800 Helfer spontan zugesagt, einen zusätzlichen Weltcup in Deutschlands südlichster Gemeinde zu übernehmen. "Die Hilfsbereitschaft ist riesig", sagt Huber. Zugute kommt den Oberstdorfern, dass in den vergangenen Tagen - anders als im Rest der Republik - extreme Minustemperaturen herrschten, um genug von der Mangelware Schnee maschinell zu erzeugen. "Die Großschanze und die Loipen im Langlauf-Stadion Ried sind in einem hervorragenden Zustand", sagt Huber. Selbst vor dem angekündigten Wärme-Einbruch ist den Oberstdorfern nicht bange. "Wir haben alles so präpariert, dass wir selbst bei höheren Temperaturen noch beste Wettkampfbedingungen bieten können", verspricht Hans Schmid, der als Ressortleiter Sport für die Stadien in Oberstdorf zuständig ist.
Groß ist die Freude auch beim Internationalen Skiverband FIS. Renndirektor Uli Wehling wörtlich: "Bei der angespannten Situation in dieser Saison sind wir natürlich glücklich, dass wir so schnell und unkompliziert einen Ersatzort für Schonach gefunden haben. Dass es mit Oberstdorf noch dazu ein Ort ist, der hervorragende Weltmeisterschaften organisiert hat, freut uns umso mehr." Auch das ZDF, das die Tour de Ski aus Oberstdorf überträgt, hat bereits grünes Licht für die Übertragung der Kombinationswettbewerbe aus Oberstdorf gegeben.
Geld zu verdienen ist mit dem zusätzlichen Weltcup laut Generalsekretär Huber jedoch nicht: "Das ist leider ein Nullsummen-Spiel", rechnet er die Aufwendungen in der Organisation und in den Stadien mit den zusätzlichen Einnahmen von Fernsehen und Eintrittskarten-Verkauf gegen, "aber die Werbung für unsere Region ist unbezahlbar!"
Der zusätzliche Weltcup kommt vor allem den treuen Wintersport-Fans entgegen. Denn die Organisatoren von Oberstdorf haben beschlossen, dass all diejenigen, die eine Karte für das Samstagsspringen der Vierschanzentournee oder ein Tour-de-Ski-Ticket gekauft haben, freien Eintritt bei Vorlage der Tickets zum Kombinations-Weltcup bekommen. Tickets gibt es außerdem an den Tageskassen.
Zeitplan und Kontakt
Voraussichtlicher Zeitplan
Samstag, 6. Januar 2007:
09.00 Uhr Probedurchgang
10.00 Uhr Skispringen HS 137, Einzel Gundersen, 2 Durchgänge
13.15 Uhr Langlauf, Einzel Gundersen, 15 km (6 x 2,5 km)
anschließend Siegerpräsentation und Siegerehrung im Langlaufstadion
Pressekontakt-Kontakt:
Thomas Weiß
Medienkoordinator des Weltcup Nordische Kombination in Oberstdorf
Telefon mobil: 0177-6206337
E-mail: media@nordic-oberstdorf.de
Tour de Ski 2006/2007
Extra Nachtschichten für den Weltcup
Langlauf: „Tour de Ski“ soll trotz Schneemangels stattfinden
Oberstdorf (az). - Der große Schneefall lässt weiter auf sich warten. Dennoch herrscht Hochbetrieb bei Stefan Huber, dem Geschäftsführer der Veranstaltungs- und Skisport GmbH in Oberstdorf. Denn trotz Schneemangels geben Huber und seine zahlreichen haupt- und ehrenamtlichen Helfer Vollgas, um die bevorstehenden Ski-Weltcup-Veranstaltungen in Oberstdorf vorzubereiten.
„Gedanklich auf alles vorbereitet“
Wie berichtet, ist das Auftaktspringen zur Vierschanzen-Tournee am 29./30. Dezember gesichert. Momentan wird mit Hochdruck daran gearbeitet, dass trotz Schneemangels auch die Premiere des Weltcup-Langlaufs zur Tour de Ski am 2./3. Januar wie geplant stattfinden kann. „Wir tun alles dafür, dass die Rennen über die Bühne gehen“, sagt Huber. Wettkampfchef Georg Zipfel vom DSV hatte vor Wochenfrist bei einem Besuch in Oberstdorf geäußert: „A wäre es eine Katastrophe, wenn wir die Premiere absagen müssten. B haben wir noch Tricks auf Lager, um die Rennen stattfinden zu lassen.“
Wegen der bisher für die Jahreszeit zu hohen Temperaturen waren die Verantwortlichen bereits zum Handeln gezwungen. Die für das Distanzrennen am 3. Januar vorgesehene 5-Kilometer-Schleife hoch zum Burgstall musste gestrichen werden. „Diese Masse an Schnee können wir auf keinen Fall mehr herzaubern“, so Huber. Die Rennen finden nun wie die Doppelverfolgung am Tag zuvor auf einer 2,5-Kilometer-Schleife statt.
Hans Schmid, im Organisationskomitee verantwortlich für das Ressort Sport, ist dennoch guter Dinge. Die Inversionslage, bei der in höheren Lagen wärmere Luftschichten als im Tal entstehen, sei gekippt. Seit gestern ist es auch in Oberstdorf entsprechend kalt. „Wie im Skisprung-Stadion werden wir in den nächsten Nächten auch im Ried aus vollen Rohren Schnee produzieren.“ In der Nacht auf den heutigen Mittwoch beispielsweise sei man schon einen großen Schritt vorangekommen. Bei minus elf Grad könne reichlich Schnee produziert werden. „Wir werden extra Nachtschichten fahren, um den Langläufern hier beste Bedingungen bieten zu können.“
Um alle Möglichkeiten auszuschöpfen, habe man - so Schmid - in den letzten Tagen die Seitentälern von Oberstdorf auf Schnee-Reserven hin überprüft. „400 bis 500 Lastwagen voll wären da notfalls zu holen“, erklärt der Oberstdorfer. Momentan laufe organisatorisch alles nach Plan. Das Stadion mit Zuschauer-Tribünen und Athleten-Dorf ist bereits „fix und fertig“.
Auch die Sportler selbst stellen sich darauf ein, wie geplant nach den Weihnachtsfeiertagen die „Tour de Ski“ anzugreifen. Der Weltcup-Gesamtsieger Tobias Angerer ist ebenso heiß auf die Serie mit acht Rennen innerhalb von zehn Tagen („Mein wichtigstes Saison-Ziel“) wie Bundestrainer Jochen Behle: „Die Tour de Ski stellt in diesem Winter alles andere in den Schatten.“ (Quelle: AZ)
Oberstdorf steht vor einem heißen Winter
Drei Weltcups in vier Wochen: Tournee, Tour de Ski, Skifliegen
Oberstdorf
Nur kurz war in Oberstdorf über die Weihnachtsfeiertage Zeit für Ruhe und Besinnung. Denn der 10.000 Einwohner-Ort steht in diesen Tagen vor großen Herausforderungen. Gleich drei Weltcup-Veranstaltungen gilt es für die Sportler, aber auch für Zehntausende von Zuschauern vorzubereiten. Im Büro der Veranstaltungs- und Skisport-GmbH sowie beim Skiclub Oberstdorf herrscht deshalb ebenso Hochbetrieb wie in der Tourist-Information und bei den Einsatzkräften von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst.
Das Hauptaugenmerk gilt nicht nur den unmittelbar bevorstehenden Skisprung-Veranstaltungen der Vierschanzen-Tournee am Freitag und Samstag, sondern auch den beiden Langlauf-Weltcups um die „Tour de Ski”. Diese neue Veranstaltungsserie (angelehnt an die Tour de France der Radfahrer) gastiert am 2. und 3. Januar in Oberstdorf. Der Langlauf-Tross reist bereits am Silvesterabend ins Allgäu eine ganz besondere Aufgabe für Quartier-Chefin Petra Genster, die neben den treuesten Urlaubern nun um die Jahreswende auch noch Betten für etwa 600 Sportler, Service-Leute, Funktionäre und Medienvertreter zur Verfügung stellen muss. „Wir können alle Teams bis auf Italien in Oberstdorf unterbringen. Aber im Vergleich zu Olympia in Turin haben die immer noch kurze Wege”, scherzt Genster. Stefan Huber, der Geschäftsführer der Veranstaltungs- und Skisport-GmbH rechnet vor: „Allein durch die Großveranstaltungen generieren wir in diesem Winter für Oberstdorf und das Oberallgäu 15 000 Übernachtungen”. Die Zuschauer seien da noch nicht einmal eingerechnet.
Hubers Daumen zeigt nachdem man wochenlang wegen Schneemangels zittern musste nun doch nach oben. Durch die Minusgrade der vergangenen Tage habe man genügend maschinell erzeugten Schnee produzieren können, um die Wettbewerbe zu sichern: „Schön, dass es vor dem heißen Winter jetzt endlich richtig kalt geworden ist”, so Huber.
Weltcup 2006/2007
Angerer bestens gerüstet für „Tour de Ski“
Tobias Angerer untermauerte am Samstag mit seinem ersten Saisonsieg in La Clusaz seine Titelambitionen bei der „Tour de Ski“ 2006/2007. Der Weltcupsieger der vergangenen Saison überzeugte beim Weltcup-Wochenende in La Clusaz, Frankreich, indem er das Einzelrennen in der freien Technik gewann. Der 29-jährige Traunsteiner setze sich in einem spannenden Finale im Spurt gegen die Russen Alexander Lechow und Jewgeni Dementjew durch. Auch als Team konnten die DSV-Athleten überzeugen: Axel Teichmann wurde Fünfter, Rene Sommerfeldt landete auf Platz acht und Jens Filbrich komplettierte das starke Ergebnis mit Rang zwölf. Die deutschen Langläufer scheinen also für die am 29. Dezember in Nove Mesto beginnende „Tour de Ski“ bestens gerüstet zu sein. Vor allem Angerer, der bereits zum Weltcupauftakt in Düsseldorf mit Rang fünf im Sprint überzeugen konnte, darf wohl zum Favoritenkreis auf den Gesamtsieg bei der „Tour de Ski“ gezählt werden, bei der die Etappenrennen sowohl im Sprint als auch über längere Distanzen gelaufen werden. Wie sich Angerer bei der „Tour de Ski“ 2006/2007 schlagen wird, zeigt sich u. a. bei den deutschen Etappenorten der Tour, am 31.12.2006 in München sowie am 02 und 03.01.2007 in Oberstdorf.
Oberstdorf zweite Station der „Tour de Ski“
Oberstdorf. Nachdem der Auftakt zur „Tour de Ski 2006/2007“ wegen Schneemangels in Nove Mesto, Tschechien, abgesagt und auf den 31. Dezember 2006 nach München verschoben wurde, präsentiert sich Oberstdorf als zweiter Etappenort der neu von der FIS eingeführten „Tour de Ski“. In der südlichsten Gemeinde Deutschlands werden folglich das zweite und das dritte Rennen der Tour über die Bühne gehen.
Da die Rennen von Nove Mesto weder an einem alternativen Ort ausgetragen noch wiederholt werden, umfasst die Rennserie „Tour de Ski“ folglich nicht acht, sondern insgesamt sechs Stationen. Die Organisatoren sind zuversichtlich, dass es zu keinen weiteren Absagen kommt und die „Tour de Ski“ mit den Stationen München, Oberstdorf, Asiago und Val di Fiemme stattfinden kann. Trotz der verkürzten Tour versprechen sich die Veranstalter spannende und für die Athleten anstrengende Wettkämpfe, bei denen mit dem Gesamtsieger „Tour de Ski“ der beste Allrounder der Langläufer ermittelt wird.
Oberstdorf wird dabei nach dem Sprint-Auftakt in München Schauplatz der ersten Distanzrennen sein: Am 2. Januar finden die Doppelverfolgung der Damen sowie der Herren und am 3. Januar zwei Distanzrennen statt - 10km der Damen und 15km der Herren im klassischen Stil.
Roenning und Kuitonen bestätigen Topform
Oberstdorf. Die beiden Weltcupspitzenreiter Eldar Roenning und Virpi Kuitonen haben in Cogne, Italien, ihre derzeitige Topform bestätigt. Roenning gewann das Herren-Einzelrennen im klassischen Stil über 15km und Kuitonen das Einzelrennen der Damen über 10km, ebenfalls im klassischen Stil.
Während die deutschen Spitzenlangläufer Tobias Angerer und Axel Teichmann das Rennen im italienischen Cogne ausließen und erst am kommenden Wochenende in La Clusaz, Frankreich, wieder ins Weltcupgeschehen eingreifen, stahl der norwegische Jungstar Eldar Roenning der gesamten Weltcupkonkurrenz die Schau. Der 24-jährige Weltcupführende gewann in Cogne bereits sein drittes Saisonrennen und bleibt in der Gesamtwertung weiter souverän in Führung. Die Plätze zwei und drei belegten Roennings Landsmann Tor-Arne Hetland und der Russe Eugeni Dementiev. Besster Deutscher war Jens Filbrich auf Platz 12. Bei den Damen konnte sich die Finnin Virpi Kuitonen vor der Slowenin Petra Majdic und ihrer Landsfrau Saarinen Aino Kaisa durchsetzen. Nachdem die Rennen in Cogne am 10. Dezember der warmen Witterung zum Opfer fielen, konnten die Athleten ihre Wettbewerbe am 13. Dezember ohne größere Probleme bestreiten. Die nächste Station im Weltcup-Zirkus ist am 16. und 17. Dezember La Clusaz in Frankreich, bevor die mit Spannung erwartete „Tour de Ski“ am 29. Dezember im tschechischen Nove Mesto ihre Premiere feiert.
Ob Roenning und Kuitonen bei der „Tour de Ski“ die Konkurrenz ebenfalls so dominieren werden wie im bisherigen Saisonverlauf, bleibt abzuwarten. Eins steht jedoch fest: Der Gesamtweltcupsieg geht in dieser Saison nur über eine gute Platzierung bei der „Tour de Ski“, bei der der Tour-Gesamtsieger insgesamt 400 Weltcuppunkte erhält.
"Tour de Ski" 2006/2007
Die erste "Tour de Ski" vom 29.12.2006 bis 07.01.2007 -
Eine neue spektakuläre Eventserie des Viessmann FIS Weltcup Langlauf
8 Internationale Langlauf-Wettkämpfe,
in 10 Tagen, an 5 verschiedenen Orten,
in 3 Ländern
Die weltbesten Langläufer und Langläuferinnen treffen sich diesen Winter zur Premiere der "Tour de Ski“. Start ist am 29. Dezember in Nove Mesto (Tschechien). Anschließend werden mit München (31.12.) und Oberstdorf (2./3.1.) auch zwei deutsche Orte angesteuert. Über Asiago (Italien) geht es dann zum Finale nach Val di Fiemme (Italien), wo am 7. Januar der Gesamtsieger gekürt wird. Insgesamt geht es um ein Rekordpreisgeld von einer Million Schweizer Franken.
Die "Tour de Ski" ist Bestandteil des Weltcups, wobei der Gesamtsieger insgesamt 400 Weltcuppunkte erhält. Es gewinnt derjenige Läufer, der am Ende beim Etappenrennen "Tour de Ski" in allen Rennen die schnellste Zeit läuft. Für Tagessiege gibt es keine Weltcuppunkte, nur für die Endplatzierung. Bei den einzelnen Etappen wechseln sich nach dem Prolog Sprint und Distanzrennen ab. Außerdem wird sowohl im klassischen Stil als auch in der freien Technik gelaufen. Mit dem Gewinner der ersten "Tour de Ski" wird folglich der beste Allrounder im Weltcupzirkus gekürt.
Des Weiteren soll durch Zeitgutschriften die Dramaturgie im Langlaufsports erhöht werden. Ähnlich wie bei der Tour de France der Radfahrer, werden beim Prolog und den Massenstarts für gewonnene Zwischensprintwertungen und für die ersten drei Podestplätze Zeitgutschriften verteilt. Bei den Sprintrennen erhalten die schnellsten 30 Läufer Bonus-Sekunden, der Sieger 50 Sekunden und der 30ste eine Sekunde.
Absoluter Höhepunkt der "Tour de Ski" ist der Schlußanstieg bei der letzten Etappe im Val die Fiemme. Dort erwartet die Athleten - Damen wie Herren - ein finaler Anstieg von 4km Länge hinauf zur Alpe Cermis. Nur wer dort oben auf 1500 Metern im Ziel ankommt und die Tortur von 8 Wettkämpfen in 10 Tagen übersteht, geht in die Gesamtwertung der "Tour de Ski" ein. Denn, wer eine Etappe nicht beendet wird sofort disqualifizfiziert.
„Tour de Ski“: Auf den WM-Loipen im Allgäu trennt sich die Spreu vom Weizen
Am 2. und 3. Januar 2006 ist Oberstdorf dritter Etappenort der spektakulären neuen Veranstaltungsreihe im Langlauf-Weltcup
Oberstdorf. Noch weiß keiner so recht, wie die „Tour de Ski“ bei Sportlern und Fans ankommen wird. Und dennoch äußern sich bisher alle hoch begeistert über die neue Veranstaltungsserie im Rahmen des FIS Langlauf-Weltcups 2006/2007. Angelehnt an die „Tour de France“ der Radfahrer werden im kommenden Winter die weltbesten Langläuferinnen und Langläufer innerhalb von zehn Tagen ein wahres Mammutprogramm absolvieren. An fünf verschiedenen Orten in drei Ländern werden über die Jahreswende insgesamt acht hochkarätige Sprint- und Mittelstrecken-Rennen stattfinden. Nach Nove Mesto in Tschechien und München ist Oberstdorf am 2. und 3. Januar 2007 der dritte Etappenort, bei dem sich nach Meinung der Experten schon die Spreu vom Weizen trennen wird. „Bestimmt wissen wir nach den Rennen in Oberstdorf, wer am Schluss in Val di Fiemme zu den Siegesanwärtern gehört“, sagt Jürg Capol, Langlauf-Renndirektor beim Internationalen Skiverband FIS sowie „Erfinder“ und Direktor der „Tour de Ski“. Seine Begründung: „Die WM-Loipen in Oberstdorf sind sicher eine ganz besondere Herausforderung für die Läuferinnen und Läufer. Wer hier vorn dabei ist, hat gute Chancen auf einen Podestplatz“, so Capol.
Vier Einzel-Weltcups, zwei bei den Frauen und zwei bei den Männern, finden in Oberstdorf statt. Am ersten Tag (2. Januar) stehen die so genannten Pursuit-Verfolgungsrennen auf dem Programm, bei dem nach einem Massenstart zunächst 5 bzw. 10 km im klassischen und danach die selbe Distanz im Skating-Stil gelaufen wird. Tags darauf laufen die Frauen 10, die Männer 15 Kilometer nach Einzelstart hauptsächlich gegen einen Kontrahenten – gegen die Uhr.
Schon jetzt sind die Sportler voll des Lobes, wenn sie über die „Tour de Ski“ reden. Nahezu ausnahmslos wird die Gesamtwertung als eines der größten Saisonziele bezeichnet. Manche stufen den Tour-Sieg sogar höher ein als einen Titel bei der Nordischen Ski-WM in Sapporo (Japan).
Die Augen sind zu Beginn des neuen Jahres also auf Oberstdorf gerichtet, wenn sich die versammelte Schar der internationalen Langlauf-Elite ein Stelldichein im Allgäu gibt. „Wir freuen uns natürlich außerordentlich, dass wir bei dieser Premiere der Tour de Ski mit vertreten sein dürfen. Wir werden organisatorisch alles daran setzen, dass die Sportler Top-Loipen vorfinden und die Zuschauer eine super Veranstaltung miterleben“, verspricht Generalsekretär Stefan Huber.
Die „Tour de Ski“ gehört zu den Höhepunkten von vier ereignisreichen Wintersport-Wochen in Oberstdorf, in denen gleich drei Weltcups stattfinden: am 29. und 30. Dezember 2006 das traditionelle Auftaktspringen der Vierschanzen-Tournee, dann am 2. und 3. Januar die Tour de Ski und zum Abschluss vom 25. bis 28. Januar 2007 das Weltcup-Skifliegen auf der Heini-Klopfer-Skiflugschanze.
Für alle Weltcups gibt es bereits jetzt Tickets im Vorverkauf. Weitere Informationen (auch zum umfangreichen Rahmenprogramm) im Internet unter www.nordic-oberstdorf.de
„Tour de Ski“ – Weltklasse der Langläufer misst sich in Oberstdorf
Oberstdorf.
Wenn die FIS „Tour de Ski“ am 2. und 3. Januar 2007 Station in Oberstdorf macht, wird die gesamte Weltklasse der Langläufer und Langläuferinnen um Weltranglistenpunkte, Zeitgutschriften und Podestplatzierungen kämpfen. Bis auf ein paar wenige Ausnahmen wird sowohl bei den Damen wie auch bei den Herren die komplette „Rote Gruppe“ beim Auftakt zur „Tour de Ski“ am 29. Dezember 2006 in Nove Mesto, Tschechien, am Start sein.
Insgesamt sind 74 Langläuferinnen und 92 Langläufer aus 20 Nationen gemeldet. So werden u. a. der österreichische Skating-Spezialist Christian Hoffmann, Katerina Neumannova und Lukas Bauer aus Tschechien, der französische Weltmeister von Oberstdorf 2005 Vincent Vittoz, der Weltcup-Gesamtsieger 2005/2006 Tobias Angerer aus Deutschland sowie seine Teamkollegen/-kolleginnen Axel Teichmann, Jens Filbrich, Evi Sachenbacher-Stehle und Claudia Künzel bei der „Tour de Ski“ am Start sein. Ebenfalls zugesagt haben die beiden italienischen Routiniers Pietro Piller Cottrer und Giorgio di Centa, die große Favoritin bei den Damen Marit Björgen aus Norwegen sowie ihre Landsleute Eldar Roenning, Tor-Arne Hetland und Jens-Arne Svartedal. Komplettiert wird dieses hochkarätig besetzte Läuferfeld vom Russen Vassily Rotchev, der Slowenin Petra Majdic und Anders Soedergren aus Schweden.
Da es sich bei der „Tour de Ski“ allerdings um ein Etappenrennen handelt, bei dem die Athleten und Athletinnen 8 Rennen in 10 Tagen im Sprint und in der Distanz durchstehen müssen, fällt es schwer aus diesem Teilnehmerfeld einen Favoriten auf den Tour-Sieg zu prognostizieren. So birgt die Premiere der „Tour de Ski“ für Offizielle und Athleten Ungewissheit und Neues, für alle Langlauffans jedoch abwechslungsreiche und enorm spannende Rennen.
Langläufer gehen auf Tour
Die neue „Tour de Ski“ kommt nach Oberstdorf und München
München. Es war im August 2003 in einer Sauna in Norwegen, als die Idee zur „Tour de Ski“ geboren wurde. Die beiden ehemaligen Langläufer Jürg Capol (41) aus der Schweiz und Vegard Ulvang (43) aus Norwegen philosophierten darüber, wie der internationale Langlauf-Sport noch interessanter werden könnte. „Wir waren sehr kreativ“, verriet Capol gestern bei einer Pressekonferenz in München: „Nach etwa zwei Stunden hatten wird das Grundkonzept der Tour de Ski beisammen“.
Diese „Tour de Ski“ ist - angelehnt an die Tour de France der Radfahrer - eine Veranstaltungsserie, bei der die weltbesten Langläuferinnen und Langläufer innerhalb von zehn Tagen um den Jahreswechsel acht Weltcup-Rennen bestreiten. Neben Nove Mesto (Tschechien), Asiago und Val die Fiemme (Italien) sind auch München (31.12.2006) und Oberstdorf (2./3. Januar 2007) Etappenorte dieser „für Langläufer extrem schwierigen Herausforderung“, wie der Olympiazweite von Salt Lake City und jetzige DSV-Vizepräsident Peter Schlickenrieder die „Tour de Ski“ bezeichnete. „Wer diese Serie gewinnt, ist zweifellos der perfekteste und vielseitigste Langläufer“, so Schlickenrieder. Deshalb sei er sicher, dass alle Top-Athleten teilnehmen würden. Jürg Capol, Renndirektor des Internationalen Skiverbandes, hat entsprechende Anreize geschaffen. „Wir schütten insgesamt ein Preisgeld von einer Million Schweizer Franken aus, zudem gibt es 400 Weltcup-Punkte. Das sollte reichen.“
Das Besondere an der „Tour de Ski“ sei - nachdem sich die Athleten zunehmend auf Sprint- oder Distanzrennen spezialisiert hatten – die Zusammenführung der Disziplinen: „Wir suchen die perfekten Allrounder.“ Großgeschrieben wird die Fähigkeit zu regenerieren: denn neben den Rennen müssen noch 1200 Kilometer im Auto zurückgelegt werden.
Schlickenrieder bezeichnete das Rennen in München als „geschichtsträchtig“. Die Sprints im Innenraum des Olympiastadions seien ein Signal, wohin München sich künftig orientiere – vielleicht Richtung Olympia 2018, wenn Salzburg mit seiner Bewerbung scheitert“. Auch die beiden Rennen in Oberstdorf seien für die Premiere der „Tour de Ski“ ein Höhepunk: „Wer auf den WM-Loipen im Allgäu vorne dabei ist, wird ein gehöriges Wort um den Gesamtsieg mitreden.“ (Quelle: AZ)
Favoriten
Di Centa und Vittoz: 2 große Favoriten bei der "Tour de Ski"
Oberstdorf. Neben den deutschen Athleten zählen der Italiener Giorgo di Centa und der Franzose Vincent Vittoz zu den großen Favoriten, wenn es bei der "Tour de Ski" um die Vergabe der Podestplätze geht. Beide Weltklasselangläufer gelten vor allem im Verfolgungsrennen am 2. Januar in Oberstdorf zu den heißen Sieganwärtern: es handelt sich hier nämlich um den Weltmeister (Vittoz) und den Vizeweltmeister (di Centa) im Verfolgungsrennen von Oberstdorf 2005.
Giorgo di Centa (ITA)
Der zweifache Olympiasieger von Turin, Giorgo di Centa aus Italien, gilt als einer der großen Favoriten auf einen der drei Podestplätze bei der FIS "Tour de Ski". Als persönliches Ziel hat sich der Bruder der früheren Olympiasiegerin Manuela di Centa einen Platz unter den ersten Fünf in der Tour de Ski-Gesamtwertung vorgenommen. Ob di Centa auch in Oberstdorf um den Sieg mitlaufen kann, zeigt sich am 2. und am 3. Januar 2007, wenn das Verfolgungs- (10 + 10 km) und das Distanzrennen (klassische Technik) über 15 km gelaufen werden. Dass sich der 34-jährige Skatingspezialist in Oberstdorf pudelwohl fühlt, bewies er bereits bei der nordischen Ski-WM 2005, als er in der Verfolgung hinter Vincent Vittoz aus Frankreich Silber holte.
Ob die "Tour de Ski" ähnlich erfolgreich und beliebt sein wird, wie beispielsweise die Vierschanzentournee, ist selbst für di Centa schwer einzuschätzen, obwohl der 34-jährige Routinier schon etliche Weltcupwinter auf seinem Buckel hat: „Mal schauen, wie Skisportfans und Medien die Veranstaltung annehmen werden.“ Di Centa ist sich jedoch sicher, dass für die Athleten deren körperliche Verfassung bzw. deren Regenerationsfähigkeit ausschlaggebend sein wird, um beim Etappenrennen "Tour de Ski" - 8 Wettkämpfe in 10 Tagen - Erfolge zu feiern.
Interview mit Vincent Vittoz – 2005 Weltmeister von Oberstdorf im Verfolgungsrennen - über die "Tour de Ski".
"Tour de Ski": Sie haben uns bereits erzählt, dass Sie Ihr Hauptaugenmerk in dieser Saison neben den Weltmeisterschaften auf die "Tour de Ski" legen werden. Wie schätzen Sie diese Wettkampf-Serie ein und vor was haben Sie bei dieser Art des Wettkampfs am meisten Angst: vor der Anzahl der Rennen, den Sprints oder doch eher dem finalen Anstieg (beim Rennen mit Bergankunft im Val die Fiemme, Anm. d. Red.)?
Vincent Vittoz: Den größten Respekt habe ich vor den Sprintrennen, weil der Sprint noch nie meine Stärke war. Allerdings glaube ich, dass die Einführung der "Tour de Ski" eine sehr gute Idee war, außerdem bin ich mir sicher, dass die neue Rennserie zu einem großen Erfolg wird.
"Tour de Ski": Die Tour stellt die Athleten vor einige Herausforderungen, eine davon wird sicherlich der Transport zwischen den Etappen sein. Haben Sie eine spezielle Methode, um sich von den Reisestrapazen zu erholen.?
Vincent Vittoz: Vielleicht werden wir einen speziellen Bus oder ein Campingwagen zur Verfügung haben, damit wir uns während des Transports erholen bzw. schlafen können. Am besten kann mich entspannen, wenn ich DVDs auf meinem Computer schaue.
"Tour de Ski": Welche persönliches Ziel haben Sie sich für die "Tour de Ski" gesetzt?
Vincent Vittoz: Auf jeden Fall ein Podestplatz. Das ist mein Ziel.
"Tour de Ski": Haben Sie für die Tour speziell trainiert, oder anders ausgedrückt, wie wollen Sie sich darauf vorbereiten
Vincent Vittoz: Ich trainiere seit über 10 Jahren jeden Tag. Wir haben das Training folglich speziell für die Tour nicht verändert.
"Tour de Ski": In Frankreich steht der Skilanglauf nicht gerade im Fokus der Öffentlichkeit. Glauben Sie, dass so ein Event wie die "Tour de Ski" diesen Sport fürs Publikum attraktiver machen kann?
Vincent Vittoz: Aber natürlich! Die Öffentlichkeit wird innerhalb von 10 Tagen eine Show der besten Langläufer der Welt verfolgen können. Die Resultate werden von Wettbewerb zu Wettbewerb unterschiedlich ausfallen, was das Ganze natürlich sehr interessant macht. Am Weltcup-Wochenende vom 16. auf den 17. Dezember in La Clusaz wird, meiner Meinung nach, das Interesse am Langlaufsport in Frankreich sehr groß sein. Vor allem wenn unser Team eines der besten des gesamten Winters sein wird!
Tobias Angerer: Ich gebe immer alles!
Interview mit dem Gesamt-Weltcupsieger des letzten Winters Tobias Angerer. Das Interview ist dem offiziellen Blatt zur „Tour de Ski“, dem „Tour Magazin“, entnommen. Das „Tour Magazin“ ist mittlerweilen überall im Handel erhältlich und bietet auf 68 Seiten alle Informationen rund um die „Tour de Ski“.
Tour Magazin: Was wird bei der „Tour de Ski“ Deiner Meinung nach entscheidend sein? Welche Fähigkeiten muss ein Athlet mitbringen um zu gewinnen?
Tobias Angerer: Die Fähigkeit schnell zu regenerieren, die hohe Belastung wegzustecken und den Reisestress zu verarbeiten wird wichtig sein. Das aller Wichtigste wird sein, dass man sich keinen schlechten Tag erlaubt. Es wird alles sehr eng beieinander liegen und da zählt jede Sekunde.
Tour Magazin: Du bist in Düsseldorf beim ersten Weltcup-Sprint der Saison gleich mal auf den vierten Platz gelaufen. War das ein Test für die Sprints bei der „Tour de Ski“?
Tobias Angerer: Düsseldorf war für mich eine große Überraschung! Ich hatte, das muss ich sagen, auch ein wenig Glück. Aber ich laufe Sprints sehr gerne, da ist immer Action drin und es hat auch sehr viel Spaß gemacht, vor diesem Publikum zu laufen. Bei der „Tour de Ski“ sind die Sprints sehr wichtig, denn dort kann man viele wertvolle Sekunden gewinnen oder verlieren.
Tour Magazin: Was wirst du nach dem WC in La Clusaz tun, um Dich auf die „Tour de Ski“ vorzubereiten?
Tobias Angerer: Ich werde noch einmal einen Trainingsblock einbauen und dann hoffentlich fit und in Form zur „Tour de Ski“ antreten.
Tour Magazin: Du bist als Weltcup-Sieger der letzten Saison natürlich einer der Top-Favoriten. Wer glaubst Du werden Deine schärfsten Konkurrenten sein?
Tobias Angerer: Die Weltspitze ist im Skilanglauf in den letzten Jahren sehr eng zusammengerückt. Der Favoritenkreis umfasst mindestens 15 Läufer und Athleten unseres Teams gehören hoffentlich auch mit dazu.
Tour Magazin: Und an wen denkst Du dabei Im Einzelnen?
Tobias Angerer: Northung, Svartedal, Hetland, Södergren, Fredriksson, Vittoz, Rotchev, Dementiev, Filbrich, Teichmann, Sommerfeldt, Bauer, die Centa … um mal nur die Wichtigsten zu nennen.
Tour Magazin: Das Finale der „Tour de Ski“ wird ein 3,5 km langer Anstieg mit 12 bis 14 % Steigung sein. Was denkst Du über diesen extremen Anstieg?
Tobias Angerer: Das ist natürlich nach den vorausgegangenen Belastungen mit 7 Rennen in 9 Tagen noch das i-Tüpfelchen. Dort wird jedem noch einmal alles abverlangt. Die Steigung ist natürlich schon extrem. Wer dort oben als erster ankommt, hat wirklich verdient gewonnen.
Tour Magazin: Bei der Tour de France der Radsportler ist einer der wichtigsten Faktoren für den Erfolg eine gute Taktik. Welche Rolle wird Deiner Meinung nach Taktik bei er „Tour de Ski“ spielen?
Tobias Angerer: In den Massenstartrennen kann man natürlich schon mit Taktik arbeiten und es ist auch für die Psyche sehr wichtig, dass man gemeinsam als Team agiert. Das Wichtigste aber wird nach wie vor sein, dass man in Top-Form ist, denn ohne Form bringt die ganze Taktik nichts...
Tour Magazin: Neben den Zeitgutschriften bei den Sprints wird es auch bei den Distanzrennen Zeitgutschriften geben. Wie wird das den Rennverlauf beeinflussen?
Tobias Angerer: Ich denke, wenn es in Richtung Zwischensprints geht, wird es jeden Mange Attacken geben.
Tour Magazin: Ein paar Teams, vor allem die Norweger, haben gleich mehrere Athleten, die zum Favoritenkreis zählen. Glaubst Du, dass bei der „Tour de Ski“ Mannschafts-Taktik helfen kann?
Tobias Angerer: Auch unser Team hat ein paar Läufer, die man zum Favoritenkreis zählen muss. In den Massenstartrennen macht Teamwork schon Sinn. Man muss mal abwarten, wie sich der Wettbewerb entwickelt. Der Windschatten spielt im Langlauf natürlich nicht die Rolle wie im Radsport.
Tour Magazin: Wie wirst Du die „Tour de Ski“ angehen? Erst einmal zurückhalten oder von‚Anfang an auf Angriff laufen?
Tobias Angerer: Wer mich kennt, weiß, dass ich immer alles gebe!!!
Tour Magazin: Für den Sieg bei der „Tour de Ski“ gibt es 400 Weltcup-Punkte. Das ist knapp die Hälfte der Gesamtpunktzahl, die Du am Ende des letzten Winters als Gesamtsieger hattest. In wieweit wird die „Tour de Ski“ den Weltcup verändern?
Tobias Angerer: Ich denke die „Tour de Ski“ wird sich in den nächsten Jahren als großes Highlight neben der Nordischen Ski-WM etablieren. Wer bei der „Tour de Ski“ vorne mit dabei ist, wird auch im Gesamtweltcup ein Wörtchen mitreden.
Tour Magazin: Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg bei der „Tour de Ski“!
Medien
"Tour de Ski "– ein Event für alle Wintersportfans
Oberstdorf. Die von der FIS in dieser Wintersaison neu eingeführte Viessmann FIS Tour de Ski soll die Wintersportfans weltweit in ihren Bann ziehen. Damit alle Wintersportbegeisterten sowohl im Vorfeld als auch während der "Tour de Ski" voll auf ihre Kosten kommen, haben sich die Medien allerhand einfallen lassen:
Neues „Tour Magazin“ jetzt erhältlich
Seit Freitag, 24. November, ist das neue „Tour Magazin“ als offizielles Blatt der Tour de Ski im Handel erhältlich. Das 68 Seiten umfassende Magazin bietet alle erdenklichen Informationen zum neuen Langlauf-Spektakel: Das „Tour Magazin“ berichtet ausführlich über die Favoriten, stellt die Etappenorte vor und gibt Tipps, wo die Fans am besten übernachten können.
Die "Tour de Ski" im TV
Die Viessmann FIS "Tour de Ski" soll nicht nur live vor Ort, sondern auch im Fernsehen ein spektakuläres Wintersportereignis werden. So sind beispielsweise in München und Oberstdorf Spezialkameras, so genannte "Spidercams“, installiert, die die Atmosphäre im Stadionbereich transportieren sollen. Die spezielle Dynamik im Langlaufsport wird den TV-Zuschauern über Kamerafahrten mit dem "Ski-doo“ so nahe wie nur möglich gebracht. Alle Veranstaltungen werden im Übrigen im 16:9 Format produziert.
Thomas Strobl will als TV-Koordinator die gesamte Atmosphäre der "Tour de Ski" in die Wohnzimmer aller TV-Zuschauer bringen. Sein Ziel ist es durch kontinuierliche Berichterstattung die unterschiedlichen Entwicklungen und die Dramaturgie des Etappenrennens Tour de Ski allen wintersportbegeisterten Fernsehzuschauern nahe zu bringen.
Die Rennen sind in Deutschland bei ARD, ZDF sowie Eurosport zu sehen. Wobei sich die ARD bzw. das ZDF in ihrer Berichterstattung über die "Tour de Ski" abwechseln: So werden bei der ARD die Rennen von Nove Mesto und München und beim ZDF die Rennen von Oberstdorf, Asiago und dem Val di Fiemme zu sehen sein. Eurosport berichtet von allen Stationen der "Tour de Ski".
Tourismus
Ein heißer Winter mit 18 Events und 30.000 Übernachtungen
Oberstdorfer Skigespräch: Der Sport stärkt den Tourismus
Oberstdorf (ij).
Oberstdorf freut sich auf einen heißen Winter mit vielen Events und vielen Übernachtungen: Das wurde beim diesjährigen Oberstdorfer Skigespräch deutlich, zu dem sich vor der Saison traditionell die Oberstdorfer Skivereine und die Vertreter der Bergbahnen treffen.
„Wir haben soviel vor wie nie zuvor“, erklärte Dr. Peter Kruijer, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Oberstdorfer Ski-Vereine (AOS). Insgesamt werden im Oberstdorfer Ski-Winter 18 Wintersportveranstaltungen über die Bühne gehen. Die Highlights bilden die drei nordischen FIS-Weltcupbewerbe mit dem Auftaktspringen der Internationalen Jack Wolfskin Vierschanzentournee (29./30. Dezember), dem Langlaufspektakel „Tour de Ski“ (2./3. Januar) und der Weitenjagd beim Weltcup-Skifliegen (25. bis 28. Januar) auf der Heini-Klopfer-Skiflugschanze. Ausrichter ist jeweils die Skisport- und Veranstaltungs GmbH (SVG). „Die Wintersportgroßveranstaltungen generieren jährlich für Oberstdorf und das Umland bis zu 15.000 Übernachtungen aus dem direkten Umfeld über Aktive, Offizielle, Dienstleister und Journalisten“, so SVG-Geschäftsführer Stefan Huber. Wenn man alle Veranstaltungen des Wintersportwinters zusammenrechnet, kommen insgesamt ca. 30.000 Übernachtungen heraus, die aufgrund der Fülle der Veranstaltungen generiert werden. „Und das sind nur direkte Übernachtungen, da haben wir die vielen Zuschauer und Gäste, die im Sog dieser Veranstaltungen kommen, noch gar nicht eingerechnet“, sagt Kruijer. Gleich mehrere besondere Veranstaltungen haben die Sportstätten Oberstdorf zu stemmen, denn unter anderem ermitteln die europäischen Fluglotsen an der Kanzelwand ihre Meister im Riesenslalom und Snowboarden. „Das gibt im Januar ein Rennen mit über 500 Teilnehmern“, erklärt Sportamtsleiter Hans-Peter Jokschat.
Die Sportstätten sind auch in die Ausrichtung diverser Meisterschaften im Eisstadion eingebunden. Neben dem Highlight der Junioren-Weltmeisterschaften im Eiskunstlauf Anfang März stehen ab dieser Woche die Deutschen Nachwuchsmeisterschaften und einen Monat später die Deutschen Meisterschaften in dieser Sportart auf dem Programm. „Oberstdorf hat sich nicht nur in Deutschland einen hervorragenden Ruf als Veranstaltungsort geschaffen. Immer mehr Organisationen wollen dort ihre Meisterschaften austragen, wo auch jedes Jahr die besten der Welt um Ihre Meistertitel kämpfen. Von diesem Sport-Know-how profitiert das ganze Allgäu“ so die einhellige Meinung beim Oberstdorfer Skigespräch 2006/2007. Neben den vier Oberstdorfer Skivereinen SC Rubihorn, SC Tiefenbach, SK Stillachtal und SC Oberstdorf waren auch die Sportstätten Oberstdorf sowie die Bergbahnen Fellhorn, Nebelhorn und Söllereck vertreten.
Willkommen
Oberstdorf heißt Sportstars und Touristen gleichermaßen willkommen
Sportliche Großereignisse und touristische Spitzenqualität – in Oberstdorf gehören seit Jahrzehnten untrennbar zusammen. Beide haben sich in ständiger Wechselbeziehung überaus positiv entwickelt und sollen dies auch in Zukunft weiter tun. Nach der Nordischen Ski-WM 2005 wird dies jetzt im Jahr beim Skiflug-Weltcup und bei der Vor-WM im „obersten Dorf“ wieder ganz deutlich unter Beweis gestellt.
Schon lange spielt Deutschlands südlichste Marktgemeinde in der ersten Liga der Fremdenverkehrsorte. Das Wintersportzentrum Oberstdorf besticht unter anderem mit Deutschlands größtem Skigebiet – der Skischaukel Fellhorn- Kanzelwand – und mit der längsten Talabfahrt der Republik, der 7,5 Kilometer langen Piste vom Nebelhorn, dem traditionsreichsten Skigebiet im Allgäu, sowie der familienfreundlichen Skiarena am Söllereck. Ganz in weiß läuft Oberstdorf während der Wintermonate stets zu Hochform auf. 44 Abfahrtskilometer an Fellhorn, Nebelhorn und Söllereck, über 80 Kilometer gespurte Loipen, Snowcross und Funpark für Snowboarder und nicht zuletzt Deutschlands einzige Snowbikeschule bieten grenzenlosen Winterspaß.
Die Nordischen Ski-Weltmeisterschaften 2005 bescherten gerade den Langläufern künftig noch mehr Möglichkeiten. Denn dank der Beschneiung der Loipen im „Ried“ ist ein sehr schneesicheres und anspruchsvolles Loipennetz entstanden, das die nordische Kompetenz des Ortes weiter erhöhen wird. Sportliche Großveranstaltungen wie das alljährliche Auftaktspringen der Vierschanzentournee, Weltmeisterschaften im Skifliegen, Curling oder die Nordischen Ski-Weltmeisterschaften 1987 und 2005 reihen sich nahtlos ein in das attraktive Veranstaltungsprogramm des Wintersportzentrums, das von Urlaubern, Tagesgästen und Einheimischen der Region leichermaßen genutzt wird. Jede Großveranstaltung führt zu weiteren Verbesserungen der touristischen Infrastruktur und erweitert das bereits leistungsstarke Angebot. Und: Eine bessere Werbung als Live-Fernsehbilder in aller Welt ist kaum erhältlich.
Das Skidorf
Oberstdorf macht Skifahrern und Snowboardern vielfältige Angebote
Wie doch Namen täuschen können! Da thront seit Menschengedenken das Nebelhorn wie ein Wächter über Oberstdorf, doch von Nebel ist trotz des „nebulösen“ Namens hoch oben selten eine Spur. In der Höhe auf dem Nebelhorn kam schon früh der Oberstdorfer Alpinskisport in Fahrt. Heute zählt das moderne Wintersportzentrum Oberstdorf gleich drei Skigebiete in seinen Gemeindegrenzen und bietet damit ein Leistungsspektrum, wie man es nur selten findet. Sagt man Nebelhorn, so meint man auch Schneesicherheit. Das höchstgelegene Skigebiet im Allgäu, das seit 75 Jahren von der Nebelhornbahn erschlossen wird, genießt bei Frau Holle einen Sonderstatus. Die Höhe macht es möglich, oft noch bis in den Mai hinein zu carven und zu schwingen. Unterm 2.224 Meter hohen Nebelhorn bieten 12 Kilometer Pisten sicheren und ungetrübten Ski- und Snowboardspaß. Die 7,5 Kilometer lange Talabfahrt – mehr Piste an einem Stück gibt es nirgendwo in Deutschland – gilt bei Ski-Feinschmeckern als echter Leckerbissen. Obendrein schwören Freerider und Halfpipe- Puristen auf das „Höchste im Allgäu“. Beim Snowcross wetteifern Skifahrer und Snowboarder gleichermaßen um Spitzenplätze. Treffpunkt der Schneeszene ist das „Gemsnest“, die Skibar mit Rundumverglasung und mobilem Dach an der Station Höfatsblick. Die wiederum beherbergt ein modernes Marktrestaurant, und ihre große Terrasse lässt Sonnenanbeter und -liebhaber um die Wette strahlen. Eine Etage tiefer, an der Station Seealpe, hat die neueste Spielart modernen Schneevergnügens Einzug gehalten. Beim NTC-Center können auch Nicht- Skifahrer die neuesten Funsport-Geräte wie Skifox oder Skiscooter erproben. Für kleine Pistenflöhe gibt es im Kindergarten großen Service, einen eigenen Übungshang mit zwei Beförderungsbändern und einer kindgerechten Schlauchbobbahn.
Eine beispiellose Qualitätsverbesserung hat das Skigebiet Fellhorn- Kanzelwand in den letzten Jahren erlebt. In der Zweiländer-Skiarena, der größten Deutschlands, wurden Jahr für Jahr Engstellen beseitigt, Schlepplifte gegen hochmoderne Sesselbahnen ausgetauscht und das Service-Angebot verbessert. Premiere feierte in diesem Winter die neue Zwerenalpbahn. Diese Sechser- Sesselbahn ersetzt im Bereich der Kanzelwandbahn einen bisherigen Dreier-Sessel. Boarderherzen schlagen im wettkampftauglichen Funpark an der Fellhorn-Mittelstation höher. 22 Pistenkilometer, über die Hälfte davon kann beschneit werden, bieten auf breiten und abwechslungsreichen Hängen Ski- und Snowboardgenuss vom Feinsten. Die Fellhorn- Talabfahrt lässt viele mit der Zunge schnalzen. „Ganz modern nach oben“ hat sich die Nummer drei der Oberstdorfer Skistationen, die Söllereck-Bahn auf ihre neuen Sechser-Kabinen geschrieben. Auf den 10 Pistenkilometern sind vor allem jene zu Hause, die beim Skisport ihre ersten Gehversuche machen, und jene, die es bewusst etwas ruhiger auf den beiden Brettern angehen lassen wollen. Eine eigene Snowbikeschule, im Jahr 1951 als Deutschlands erste von Skibob-Weltmeister Hans Bühler gegründet, eröffnet andere Wege im Wintersport. Hier kommt man sogar im Sitzen auf Touren.
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