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Tour de Ski 2011/12
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Das war 2011
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Sonntag, Neujahr 1.Januar .2012
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Zufriedene Organisatioren
Die Tour de Ski, das weltweit größte Langlauf-Etappenrennen, gastierte am vergangenen Wochenende zum dritten Mal seit der Premiere 2007 in Oberstdorf. Ob sie auch im nächsten Winter wieder ins Allgäu kommt, ist derzeit eher ungewiss. „Grundsätzlich“, sagt der Geschäftsführer der Oberstdorfer Skisport- und Veranstaltungs-GmbH, „haben wir natürlich immer Interesse, bei dieser hochkarätige Langlauf-Veranstaltung vertreten zu sein.“ Aber die terminlichen Rahmenbedingungen müssten passen. Und die lassen eine viertes Tour-Gastspiel im kommenden Winter eher unwahrscheinlich erscheinen. Denn im Langzeit-Terminkalender des Internationalen Skiverbandes FIS sind vom 28. bis 30. Dezember 2012 für die Tour de Ski zwar drei Rennen auf deutschem Boden vorgesehen, doch für 29. und 30. Dezember sind in Oberstdorf bereits die Skisprung-Wettbewerbe zur Vierschanzentournee fix eingeplant. „Wir werden mit dem Deutschen und Internationalen Skiverband im Frühjahr sicher noch einmal intensiv verhandeln. Schließlich handelt es sich ja nur um einen vorläufigen Plan“, so Huber. (twß)
Marit Björgen: „Ich bin in einer guten Form und freue mich riesig über diesen Sieg. Es war heute wichtig für mich zu gewinnen. Hoffentlich ist das ein gutes Zeichen für 2012. Für uns Norwegerinnen ist es wichtig zu zeigen, dass wir mit der sehr starken Justyna mithalten können. Ich hatte ein gutes Gefühl für das Rennen und hatte beim Skating einen absoluten top Ski. In Toblach ist alles möglich. Für mich ist es wichtig morgen einen Ruhetag zu haben.“
Justyna Kowalczyk: „Heute war wieder ein guter Tag für mich. Ich bin über den Sieg von Marit Björgen nicht überrascht und der zweite Platz geht für mich heute in Ordnung. Die Klassik-Strecke war für mich entscheidend. Ich habe versucht am Anstieg noch einmal weg zu kommen, aber die Kraft hat am Schluss doch nicht mehr gereicht.“
Nicole Fessel: „Ich habe mich heute gut gefühlt. Ich fühle mich von Tag zu Tag besser. Zu Beginn der Tour de Ski war das noch anders. Man muss bei der Tour eben jeden Tag sein Bestes geben. Morgen ist erst einmal Ruhetag und darauf freue ich mich.“
Jochen Behle: „Aus Oberstdorf ziehe ich eine positive Bilanz. Wir haben vier Leute unter den besten 20 und auch die jungen Sportler haben sich gezeigt. Bei den Frauen liegen wir in der Gesamtwertung auf den Plätzen elf und zwölf. Katrin Zeller wird von Tag zu Tag besser. Steffi Böhler ist gut einzuschätzen und Nici Fessel kommt auch langsam in Fahrt. Das ist eine gute Basis, besser als im Dezember.“
Jubiläums-Sieg für Marit Bjoergen
Drei Läuferinnen unter den Top 15 - ein Ergebnis, mit dem die deutschen Damen hochzufrieden sein können. Am Ende waren es die Plätze 13 bis 15 für Nicole Fessel, Kathrin Zeller und Steffi Böhler. Den Sieg aber holte sich Marit Bjoergen (Norwegen) in einem unglaublich spannenden, kraftraubenden Zielsprint vor Justyna Kowalczyk (Polen) und der ebenfalls aus Norwegen stammenden Therese Johaug. Für die 31-jährige Bjoergen war es der 50. Weltcup-Sieg in ihrer Karriere. Die dreimalige Goldmedaillen-Gewinnerin der Nordischen Ski-WM von Oberstdorf hat sich den Spirit von 2005 offenbar bewahrt und fühlt sich auf ihrer Gold-Piste von damals entsprechend wohl. Nach dem morgigen Ruhetag geht es nun am 3. Januar weiter in Toblach. Dort startet Justyna Kolwaczyk nach wie vor im Roten Trikot, ihr Vorsprung auf Marit Bjoergen ist jedoch auf 26.6 Sekunden geschrumpft. Dritte in der Gesamtwertung ist die Dritte von heute, Therese Johaug. Die deutschen Damen, die heute unter die Top 15 fuhren, liegen in der Wertung nach vier Wettkämpfen auf den Rängen 11 (Zeller), 12 (Böhler) und 21 (Fessel).
Vor dem Start zum 10-km-Skiathlon der Damen testen Kathrin Zeller, Nicole Fessel und Steffi Böhler noch ihr Material. Fürs Rennen geben sie sich optimistisch trotz der drei Wettbewerbe, die sie bereit sin den Knochen haben. Vor allem Steffi Böhler merkt nach drei Stationen die Strapazen der harten Tour de Ski. "Ich versuche, den Rückstand so gering wie möglich zu halten und nicht zu stürzen", hat sie sich für die vierte Tour-Etappe vorgenommen. "Die Strecke ist gut, das Material passt", sagt Kathrin Zeller, die für den Skiclub Oberstdorf startet, zufrieden. Der Sprint-Wettbewerb gestern sei aufgrund des schlechten Wetters für alle gleich hart gewesen. Für das Rennen heute hat sie sich vorgenommen, so weit wie möglich nach vorn zu kommen. "Ein Platz unter den Top 15 wäre super", so die Lokalmatadorin. Den Start beobachtet C-Kader -Athlet Samson Schaier (SC Oberstdorf). Ganz klar, dass er auch davon träume, eines Tages bei der Tour de Ski dabei zu sein. "Dafür ist es aber im Moment noch viel zu früh", meint der 19-jährige Nachwuchs-Sportler.
Petter Northug: „Ich bin glücklich, dass ich gewonnen habe. Vor allem die letzte Runde war schrecklich für mich und man fühlt sich schlecht, aber es war für jeden hart. In dem Kampf zwischen Dario Cologna und mir können bis zum Ende der Tour noch andere eingreifen. Es sind noch lange und harte Rennen bis zum Schluss der Tour de Ski in Val di Fiemme. Heute werde ich noch gut essen und schlafen und morgen reisen wir weiter nach Toblach.“
Tobias Angerer: „Das Jahr hat für mich gut angefangen. Ich habe mich heute auf die Zwischensprints konzentriert. Zum Schluss haben mir – und das gebe ich zu – die Körner gefehlt. Es geht von Tag zu Tag besser und mein Selbstvertrauen ist auch wieder da.“
Jens Filbrich: „Ich habe heute nicht meinen besten Tag erwischt. Im klassischen Stil habe ich mich schwer getan. In der Gesamtwertung der Tour de Ski bin ich jetzt auf Platz zehn oder elf. Mit diesem Ergebnis bin ich motiviert für die nächsten tage. Es kommen noch schwere Etappen. Mein Ziel ist es, in die Top 15 zu laufen, ein Traum wäre es, einen Platz unter den besten Zehn zu ergattern.“
Spannendes Finish
Ohrenbetäubender Lärm der begeisterten norwegischen und Schweizer Fans drang von der Tribüne beim spannenden Finish zwischen dem Träger des roten Trikots, Petter Northug, und dem Vorjahressieger Dario Cologna. Nach einem unglaublich schweren Rennen, in dem die Athleten achtmal den steilen Anstieg zum legendären Burgstall bewältigen mussten, lieferten sich die beiden Favoriten einen heißen Kampf um den ersten Platz. Am Ende lag der Norweger die Winzigkeit von drei Zehnteln vorn. Dritter wurde der Russe Maxim Vylegzhanin, dem sechs Zehntel zum Sieg fehlten. Die 3500 Zuschauer auf der Tribüne und draußen im Gelände hatten ein atemberaubendes Rennen erlebt, in dem sich auch Tobias Angerer mit einem 14. Platz hervorragend schlug. Angerer hatte nach zehn Kilometern Klassisch sogar sensationell auf dem 2. Rang gelegen, gefolgt von DSV-Kollegen Jens Filbrich auf Platz 4. Nach dem Wechsel zum Freestyle wurden die Karten dann neu gemischt und die Favoriten setzten sich wieder an die Spitze.Hoffnungsträger Axel Teichmann, nach seinem Sieg in Oberhof mit der Startnummer 8 ins Rennen gegangen, war in der zweiten Runde gestürzt und erreichte somit nur einen enttäuschenden 75. Platz.
Zahlreiche Zuschauer waren ins Ried-Stadion gekommen, um die spannenden Wettbewerbe der 4. Etappe von insgesamt neun Stationen der Tour de Ski zu verfolgen. Den Anfang machten die Männer, die um 13 Uhr im Massenstart beim Skiathlon in die Spur gingen. Das Rote Trikot trägt nach wie vor Petter Northug als Gesamtführender, obwohl er nach seiner Kollision mit Dario Cologna gestern im Sprint-Finale nur auf dem 6. Platz gelandet war. Unter den 93 Startern sind erneut die 12 Deutschen.
FIS „Snow Kids Event“
Schon bevor die großen Stars der Langlaufszene im Oberstdorfer Langlaufstadion im Ried in der Loipe um den Sieg im Skiathlon (früher Doppelverfolgung) gekämpft haben, hatten die kleinen Sternchen ihren großen Auftritt. Beim FIS „Snow Kids Event“ zeigten etwa 60 sieben- bis neunjährige Schüler ihre Begeisterung fürs Langlaufen. Die Kinder mussten in der freien Technik einen Geländeparcour absolvieren. „Das ist eine tolle Sache für die Kleinen“, sagt Trainer Ferdl Bär. Für die kleinen Sternchen gibt es als Belohnung heute noch den ganz großen Auftritt – sie dürfen an der Siegerehrung im Skiathlon teilnehmen und neben ihren Idolen glänzen.
Nach dem großen Regen waren die über 400 Helfer, die gestern Wind und Wetter getrotzt hatten und zum Teil noch bis tief in die Silvesternacht beschäftigt, wieder da. Adolf Müller vom Arbeitskommando zeigte sich am Morgen trotz der großen Herausforderung, die das Wetter von den Pistenarbeitern abverlangt hatte, sichtlich zufrieden. "Das Rennen heute ist gesichert", statuiert er. Gestern Nacht hatte der Arbeitstrupp noch jede Menge Schnee in die Strecke geschaufelt und gewalzt. Beobachtet werden die letzten Vorbereitungen von Christian Beusch aus Winterthur. Der Schweizer hat sich mit der Bahn aufgemacht nach Oberstdorf, um "seine" Langläufer anzufeuern. Zwar hat er die Schweizer Nationalflagge im Rucksack, aber "Applaudieren werde ich allen, sogar den Deutschen", meint er schmunzelnd. Er ist seit der Nordischen Ski-WM leidenschaftlicher Besucher der Oberstdorfer Sportereignisse und kommt seither immer wieder her. Dario Cologna und die Teamkollegen aus der Schweiz kennt er schon als junge Nachwuchsläufer. Über die nordischen Sportler sagt er. "Sie alle sind trotz ihrer Erfolge absolut normal geblieben und dankbar für den Beifall der Zuschauer". Gestartet wird der Herren-Wettbewerb im Skiathlon (früher Doppelverfolgung) um 13 Uhr im Langlaufstadion im Ried. Karten und Parkplätze sind noch vorhanden.
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